Knieendoprothetik – Medizinische klinische Richtlinien-Bulletins (2023)

Nummer:0660

Inhaltsverzeichnis

Politik
Anwendbare CPT-/HCPCS-/ICD-10-Codes
Hintergrund
Verweise

Politik

Geltungsbereich der Richtlinie

Dieses Clinical Policy Bulletin befasst sich mit der Knieendoprothetik.

  1. Medizinische Notwendigkeit

    1. Eine von der Food and Drug Administration (FDA) zugelassene Knieendoprothese (TKA) gilt für erwachsene Mitglieder als medizinisch notwendig, wenn die folgenden Kriterien erfüllt sind:

      1. Das Mitglied hat eine fortgeschrittene Gelenkerkrankung, nachgewiesen durch:

        1. Schmerzen und Funktionseinschränkungen, die die ADLs aufgrund von Verletzungen aufgrund von Osteoarthritis, rheumatoider Arthritis, avaskulärer Nekrose oder posttraumatischer Arthritis des Kniegelenks beeinträchtigen;Und
        2. Eingeschränkte Beweglichkeit, Krepitation, Erguss oder Schwellung des Kniegelenks bei körperlicher Untersuchung:Und
        3. Mitglied hatbeliebigder folgenden:
          1. Röntgenologischer Nachweis einer mittelschweren/schweren Arthrose des Kniegelenks (d. h. Kellgren-Lawrence Grad 3 oder 4) (sieheAnhang);oder
          2. Röntgenologischer Nachweis einer avaskulären Nekrose (Osteonekrose) des Tibia- oder Femurkondylus;oder
          3. Röntgennachweis oder rheumatoide Arthritis (Verengung des Gelenkraums);Und
        4. Vorgeschichte einer erfolglosen konservativen Therapie (nicht-chirurgische medizinische Behandlung; 12 oder 24 Wochen, je nach Alter/BMI), die in der Krankenakte klar aufgeführt ist (sieheFußnote1Anmerkung*). Eine konservative Therapie kann bei schwerer Arthrose mit Knochen-auf-Knochen-Artikulation im tragenden Teil des Gelenks (medial und/oder lateral, aber nicht patello-femoral) oder schwerer Winkeldeformität oder bei avaskulärer Nekrose mit Kollaps von Tibia oder Femur ungeeignet sein Kondylus oder progressive Flexionskontraktur. Wenn eine konservative Therapie nicht angemessen ist, muss in der Krankenakte klar dokumentiert werden, warum ein solcher Ansatz nicht sinnvoll ist;oder

      2. Versagen einer früheren Osteotomie mit Schmerzen, die die ADL beeinträchtigen;oder
      3. Distale Femur- oder proximale Tibiamalunion durch Bildgebung mit Schmerzen, die die ADLs beeinträchtigen;
      4. Fraktur oder Pseudarthrose des distalen Femurs oder der proximalen Tibia;oder
      5. Malignität des distalen Femurs, der proximalen Tibia, des Kniegelenks oder angrenzender Weichteile durch Bildgebung;oder
      6. Versagen eines vorherigen unikompartimentellen Knieersatzes mit Schmerzen, die die ADL beeinträchtigen.

      Fußnote1*Notiz:Die Physiotherapie muss entweder durch die tatsächlichen PT-Notizen oder durch eine Dokumentation in der Schadenshistorie des Mitglieds bestätigt werden. Mitglieder mit Osteoarthritis, traumatischer Arthritis oder avaskulärer Nekrose sollten mindestens 12 Wochen nicht-chirurgische Behandlung in der Krankenakte dokumentiert haben (mindestens 24 Wochen für Personen mit einer relativen Kontraindikation – wobei mindestens die Hälfte der notwendigen konservativen Therapie aus formaler Physiotherapie (vor Ort im Gegensatz zu häuslicher oder virtueller Physiotherapie) besteht, einschließlichalleeines der folgenden, sofern nicht kontraindiziert:

      1. Entzündungshemmende Medikamente oder Analgetika;Und
      2. Übungen zur Beweglichkeit und Muskelstärkung;Und
      3. Aktivitätsänderung;Und
      4. Beaufsichtigte Physiotherapie (persönlich im Gegensatz zu häuslicher oder virtueller Physiotherapie; Aktivitäten des täglichen Lebens (ADLs) gingen trotz Abschluss eines Pflegeplans zurück);Und
      5. Verwendung von Hilfsmitteln (erforderlich für Personen mit relativen KontraindikationenFußnote2**zum Gelenkersatz, optional für andere);Und
      6. Therapeutische Injektionen in das Knie (erforderlich für Personen mit relativen KontraindikationenFußnote2**zum Gelenkersatz, für andere optional).
      7. Ein vollständiger Gelenkersatz gilt bei Personen mit als medizinisch nicht notwendigbeliebigder folgenden absoluten Kontraindikationen:
        1. Aktive Infektion des Gelenks oder aktive systemische Bakteriämie, die nicht vollständig ausgerottet wurde;oder
        2. Aktive Hautinfektion (Ausnahme wiederkehrende kutane Staphylokokkeninfektionen) oder offene Wunde innerhalb der geplanten Operationsstelle des Knies;oder
        3. Gefäßinsuffizienz, erhebliche Muskelatrophie des Beins oder neuromuskuläre Erkrankung, die schwerwiegend genug ist, um die Stabilität des Implantats oder die postoperative Genesung oder Tetraplegie zu beeinträchtigen;oder
        4. Knochenanomalien, die nicht optimal behandelt werden können und die die Wahrscheinlichkeit eines schlechten chirurgischen Ergebnisses erhöhen würden (d. h. unzureichender Knochenbestand zur Unterstützung des Implantats);oder
        5. Allergie gegen Bestandteile des Implantats (z. B. Kobalt, Chrom oder Aluminiumoxid).
      8. Bei Mitgliedern mit schwerwiegenden Erkrankungen oder Komorbiditäten sollte das Risiko/Nutzen-Verhältnis einer Knieendoprothetik in der Krankenakte angemessen berücksichtigt werden.

        Fußnote2** Zu den relativen Kontraindikationen für einen Gelenkersatz gehören: krankhafte Fettleibigkeit (BMI über 40), Alter unter 50 Jahren. Mitglieder mit relativen Kontraindikationen sollten alle nicht-chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten ausschöpfen.

    2. Bei den folgenden Indikationen wird eine Revision oder ein Ersatz einer Knieendoprothetik als medizinisch notwendig erachtet, wenn sie mit Schmerzen und Funktionseinschränkungen einhergehen (Beeinträchtigung der ADLs):

      1. Aseptische Lockerung einer oder mehrerer Prothesenkomponenten, bestätigt durch Bildgebung;oder
      2. Bruch einer oder mehrerer Komponenten der Prothese oder abgenutzter oder dislozierter Kunststoffeinsatz, bestätigt durch Bildgebung;oder
      3. Bestätigte periprothetische Infektion durch Gram-Färbung und Kultur;oder
      4. Periprothetische Fraktur des distalen Femurs, der proximalen Tibia oder der Patella, bestätigt durch Bildgebung;oder
      5. Fortschreitender oder erheblicher periprothetischer Knochenverlust, bestätigt durch Bildgebung;oder
      6. Verschleiß der Lageroberfläche, der zu einer symptomatischen Synovitis führt;oder
      7. Implantat- oder Kniefehlstellung (Valgus/Varus oder Flexion/Extension größer als 15 Grad);oder
      8. Kniearthrofibrose;oder
      9. Instabilität der Luxation des TKA;oder
      10. Instabilität des Streckmechanismus;oder
      11. Nach Prüfung des Einzelfalls anhaltende Knieschmerzen unbekannter Ätiologie, die nicht auf eine 6-monatige nicht-chirurgische Behandlung ansprachen;

      UndMitglied hat nichtbeliebigder folgenden Kontraindikationen für eine Revisionsoperation:

      1. Anhaltende Infektion;oder
      2. Schlechte Knochenqualität;oder
      3. Stark eingeschränkte Quadrizeps- oder Streckmuskelfunktion;oder
      4. Schlechte Hautabdeckung;oder
      5. Schlechter Gefäßstatus.
    3. Eine unikompartimentelle Knieendoprothetik mit von der Food and Drug Administration (FDA) zugelassenen Geräten gilt als medizinisch notwendig für Mitglieder mit fortgeschrittener Arthrose oder posttraumatischer Arthritis des Knies, die nur ein einzelnes Kompartiment (medial, lateral oder patellofemoral) betrifft und die folgenden Kriterien erfüllen:

      1. Schmerzen und Funktionseinschränkungen, die die ADL aufgrund von Arthrose oder posttraumatischer Arthritis des Kniegelenks beeinträchtigen;Und
      2. Eingeschränkte Beweglichkeit, Krepitation, Erguss oder Schwellung des Kniegelenks bei körperlicher Untersuchung:Und
      3. Das Mitglied muss über intakte, stabile Bänder, insbesondere das vordere Kreuzband, verfügen;Und
      4. Der Bewegungsbogen des Knies des Patienten (vollständige Streckung bis vollständige Beugung) ist nicht auf 90 Grad oder weniger beschränkt;Und
      5. Röntgenologischer Nachweis einer mittelschweren/schweren Arthrose (d. h. Kellgren-Lawrence Grad 3 oder 4) (sieheAnhang), die nur ein einzelnes (mediales, laterales oder patellofemorales) Kompartiment des Kniegelenks betrifft;Und
      6. Vorgeschichte einer erfolglosen konservativen Therapie (nicht-chirurgische medizinische Behandlung; 12 oder 24 Wochen, je nach Alter/BMI), die in der Krankenakte klar aufgeführt ist (siehe Hinweis).Fußnote3***), wobei mindestens die Hälfte der notwendigen konservativen Therapie aus formaler Physiotherapie besteht (vor Ort im Gegensatz zu häuslicher oder virtueller Physiotherapie). Die Physiotherapie muss entweder durch die tatsächlichen PT-Notizen oder durch eine Dokumentation in der Schadenshistorie des Mitglieds bestätigt werden;Und

      Fußnote3***Notiz:Physiotherapie muss entweder durch die tatsächlichen PT-Notizen oder durch eine Dokumentation in der Schadenshistorie des Mitglieds bestätigt werden. Mitglieder sollten mindestens 12 Wochen nicht-chirurgische Behandlung in der Krankenakte dokumentiert haben (mindestens 24 Wochen für Personen mit einer relativen Kontraindikation). ;wobei mindestens die Hälfte der notwendigen konservativen Therapie aus formaler Physiotherapie besteht (persönlich im Gegensatz zu häuslicher oder virtueller Physiotherapie), einschließlichalleeines der folgenden, sofern nicht kontraindiziert:

      1. Entzündungshemmende Medikamente oder Analgetika;Und
      2. Übungen zur Beweglichkeit und Muskelstärkung;Und
      3. Aktivitätsänderung;Und
      4. Beaufsichtigte Physiotherapie (Aktivitäten des täglichen Lebens [ADLs] verringerten sich trotz Abschluss eines Pflegeplans);Und
      5. Verwendung von Hilfsmitteln (erforderlich für Personen mit relativen KontraindikationenFußnote4†zum Gelenkersatz, optional für andere);Und
      6. Therapeutische Injektionen in das Knie (erforderlich für Personen mit relativen KontraindikationenFußnote4†zum Gelenkersatz, für andere optional).

        Fußnote4†Zu den relativen Kontraindikationen für einen Gelenkersatz gehören: krankhafte Fettleibigkeit (BMI über 40), Alter unter 50 Jahren. Mitglieder mit relativen Kontraindikationen sollten alle nicht-chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten ausschöpfen.

      7. Das Mitglied hat keine der folgenden Kontraindikationen für eine unikompartimentelle Knieendoprothetik:

        1. Vorherige proximale Tibiaosteotomie oder distale Femurosteotomie;oder
        2. Deformität des Tibia- oder Femurschafts;oder
        3. Röntgenologischer Nachweis einer medialen oder lateralen Subluxation;oder
        4. Beugekontraktur größer als 15 Grad;oder
        5. Varusdeformität von mehr als 15 Grad (mediale unikompartimentelle Knieendoprothetik) oder eine Valgusdeformität von mehr als 20 Grad (laterale unikompartimentelle Knieendoprothetik);oder
        6. entzündliche oder kristalline Arthropathie;oder
        7. Subchondraler Knochenverlust aufgrund großer subchondraler Zysten oder ausgedehnter fokaler Osteonekrose.
      8. Das Mitglied hat keine der folgenden absoluten Kontraindikationen für einen Gelenkersatz:

        1. Aktive Infektion des Gelenks oder aktive systemische Bakteriämie, die nicht vollständig ausgerottet wurde;oder
        2. Aktive Hautinfektion (Ausnahme wiederkehrende kutane Staphylokokkeninfektionen) oder offene Wunde innerhalb der geplanten Operationsstelle des Knies;oder
        3. Gefäßinsuffizienz, erhebliche Muskelatrophie des Beins oder neuromuskuläre Erkrankung, die schwerwiegend genug ist, um die Stabilität des Implantats oder die postoperative Genesung oder Tetraplegie zu beeinträchtigen;oder
        4. Knochenanomalien, die nicht optimal behandelt werden können und die die Wahrscheinlichkeit eines schlechten chirurgischen Ergebnisses erhöhen würden (d. h. unzureichender Knochenbestand zur Unterstützung des Implantats);oder
        5. Allergie gegen Bestandteile des Implantats (z. B. Kobalt, Chrom oder Aluminiumoxid).
      9. Bei Mitgliedern mit schwerwiegenden Erkrankungen oder Komorbiditäten sollte das Risiko/Nutzen-Verhältnis einer unikompartimentellen Knieendoprothetik in der Krankenakte angemessen berücksichtigt werden.

    4. Die prophylaktische Anwendung von Tranexamsäure wird bei Knieendoprothesen als medizinisch notwendig erachtet, um den Blutverlust zu verringern.

    Notiz: Die intraoperative Verwendung eines kinetischen Gleichgewichtssensors zur Stabilität des Implantats während einer Kniegelenkersatz-Arthroplastik gilt als nebensächlich für den durchgeführten primären Eingriff und ist nicht für eine gesonderte Erstattung berechtigt.

  2. Experimentell und untersuchend

    1. Folgendes gilt als experimentell und erforschend, da die Wirksamkeit nicht nachgewiesen wurde:

      1. Bikompartimentelle, stufenweise bikompartimentelle und biunikompartimentelle Knieendoprothetik bei Arthrose des Knies und allen anderen Indikationen
      2. Maßgeschneiderte Instrumente für den Eingriff, einschließlich Schneidblöcken
      3. Maßgeschneidertes vollständiges oder teilweises Knieimplantat
      4. Prophylaktische Strahlentherapie nach Knieendoprothetik
      5. UniSpacer-Interpositionsspacer zur Behandlung von Arthrose im medialen Bereich des Knies.
    2. Computergestützte muskuloskelettale chirurgische Navigation (z. B. MAKOplasty) gilt als experimentell und in der Forschung für die Knieendoprothetik, da es an zuverlässigen Beweisen dafür mangelt, dass sie die chirurgischen Ergebnisse verbessert.Notiz: Roboterunterstützung gilt als integraler Bestandteil des Primärverfahrens und wird nicht gesondert erstattet.

  3. Verwandte Richtlinien

    • CPB 0661 – Fugenerneuerung
Tisch:

Anwendbare CPT-/HCPCS-/ICD-10-Codes

CodeCodebeschreibung

Andere CPT-Codes im Zusammenhang mit dem CPB:

27440Endoprothetik, Knie, Tibiaplateau
27441mit Debridement und partieller Synovektomie
27442Arthroplastik, Femurkondylen oder Tibiaplateau(s), Knie
27443mit Debridement und partieller Synovektomie
27445Arthroplastik, Knie, Gelenkprothese (z. B. Walldius-Typ)

Totale Knieendoprothetik (TKA):

CPT-Codes werden abgedeckt, wenn die Auswahlkriterien erfüllt sind:

27447Arthroplastik, Knie, Kondylus und Plateau; mediale UND laterale Kompartimente mit oder ohne Patella-Erneuerung (totale Knieendoprothetik)

CPT-Codes werden für die im CPB aufgeführten Indikationen nicht abgedeckt:

+0396TIntraoperativer Einsatz des kinetischen Gleichgewichtssensors zur Implantatstabilität während einer Kniegelenkersatz-Arthroplastik (zusätzlich zum Code für den primären Eingriff separat auflisten)
0054TComputergestützter muskuloskelettalchirurgischer orthopädischer Navigationsvorgang mit Bildführung auf der Grundlage von Durchleuchtungsbildern
0055TComputergestützter muskuloskelettalchirurgischer orthopädischer Navigationsvorgang mit Bildführung auf der Grundlage von CT/MRT-Bildern
20985Computergestütztes chirurgisches Navigationsverfahren für Eingriffe am Bewegungsapparat, bildlos
77401 - 77412Bestrahlungsbehandlung [nach Knieendoprothetik]

HCPCS-Codes werden abgedeckt, wenn die Auswahlkriterien erfüllt sind:

C1776Gelenkgerät (implantierbar) [FDA-zugelassenes Gerät]

HCPCS-Codes werden nicht abgedeckt, wenn die Auswahlkriterien erfüllt sind:

Maßgeschneiderte Instrumente für den Eingriff, einschließlich Schneidblock- kein spezifischer Code

ICD-10-Codes werden abgedeckt, wenn die Auswahlkriterien erfüllt sind:

M17,0 - M17,9Arthrose des Knies [mit radiologischem Nachweis]
M87.061 - M87.066Idiopathische aseptische Nekrose von Tibia und Fibula

ICD-10-Codes werden nicht abgedeckt, wenn die Auswahlkriterien erfüllt sind:

A00.0 - B99.9Infektions- und Parasitenkrankheiten
I87.2Venöse Insuffizienz (chronisch) (peripher)
L08.0, L08.81, L88Pyodermie
M00.861 - M00.869Arthritis aufgrund anderer Bakterien, Knie
M01.X61 - M01.X69Direkte Infektion des Knies bei anderenorts klassifizierten Infektions- und Parasitenkrankheiten
M62.551 - M62.559Muskelschwund und -atrophie, nicht anderweitig klassifiziert, Oberschenkel [Muskelatrophie des Beins]
M62.561 - M62.569Muskelschwund und -atrophie, nicht anderweitig klassifiziert, Unterschenkel [Muskelatrophie des Beins]
M89.711 - M89.79Schwerwiegender Knochendefekt [Knochenanomalien]
S81.001+ - S81.859Offene Wunde am Knie und Unterschenkel
T78.40x+Allergie, nicht näher bezeichnet, NEC [Allergie gegen Bestandteile des Implantats]

Revision oder Ersatz einer Knieendoprothetik:

CPT-Codes werden abgedeckt, wenn die Auswahlkriterien erfüllt sind:

27486 - 27487Revision einer Knieendoprothetik, mit oder ohne Allotransplantat
27488Entfernung von Prothesen, einschließlich totaler Knieprothesen, Methylmethacrylat mit oder ohne Einsetzen von Abstandshaltern, Knie

CPT-Codes werden für die im CPB aufgeführten Indikationen nicht abgedeckt:

+0396TIntraoperativer Einsatz des kinetischen Gleichgewichtssensors zur Implantatstabilität während einer Kniegelenkersatz-Arthroplastik (zusätzlich zum Code für den primären Eingriff separat auflisten)
0054TComputergestützter muskuloskelettalchirurgischer orthopädischer Navigationsvorgang mit Bildführung auf der Grundlage von Durchleuchtungsbildern
0055TComputergestützter muskuloskelettalchirurgischer orthopädischer Navigationsvorgang mit Bildführung auf der Grundlage von CT/MRT-Bildern
20985Computergestütztes chirurgisches Navigationsverfahren für Eingriffe am Bewegungsapparat, bildlos
77401 - 77412Bestrahlungsbehandlung [nach Knieendoprothetik]

HCPCS-Codes werden abgedeckt, wenn die Auswahlkriterien erfüllt sind:

C1776Gelenkgerät (implantierbar) [nicht abgedeckt für individuelle Knie-Totalimplantate]

ICD-10-Codes werden abgedeckt, wenn die Auswahlkriterien erfüllt sind:

M89.9Knochenerkrankung, nicht näher bezeichnet [durch Bildgebung bestätigt]
M94.9Knorpelerkrankung, nicht näher bezeichnet [durch Bildgebung bestätigt]
M97.11x+ - M97.12x+Periprothetische Fraktur um die interne Prothese, Kniegelenk [durch Bildgebung bestätigt]
T84.012+ - T84.013+Gebrochene innere Knieprothese [durch Bildgebung bestätigt]
T84.022+ - T84.023+Instabilität der inneren Knieprothese
T84.032+ - T84.033+Mechanische Lockerung des Prothesengelenks [durch Bildgebung bestätigt]
T84.062+ - T84.063+Abnutzung der Gelenklagerfläche des inneren Prothesenkniegelenks [durch Bildgebung bestätigt]
T84.092+ - T84.093+Andere mechanische Komplikation einer inneren Knieprothese [durch Bildgebung bestätigt]
Z96.651 - Z96.659Vorhandensein eines künstlichen Kniegelenks

Unikompartimentelle Knieendoprothetik:

CPT-Codes werden abgedeckt, wenn die Auswahlkriterien erfüllt sind:

27437Arthroplastik, Patella; ohne Prothese
27438mit Prothese
27446Arthroplastik, Knie, Kondylus und Plateau; mediales ODER laterales Kompartiment [nicht abgedeckt für individuelle unikompartimentelle Knieendoprothetik (teilweise)]

CPT-Codes werden für die im CPB aufgeführten Indikationen nicht abgedeckt:

+0396TIntraoperativer Einsatz des kinetischen Gleichgewichtssensors zur Implantatstabilität während einer Kniegelenkersatz-Arthroplastik (zusätzlich zum Code für den primären Eingriff separat auflisten)
0054TComputergestützter muskuloskelettalchirurgischer orthopädischer Navigationsvorgang mit Bildführung auf der Grundlage von Durchleuchtungsbildern
0055TComputergestützter muskuloskelettalchirurgischer orthopädischer Navigationsvorgang mit Bildführung auf der Grundlage von CT/MRT-Bildern
20985Computergestütztes chirurgisches Navigationsverfahren für Eingriffe am Bewegungsapparat, bildlos
77401 - 77412Bestrahlungsbehandlung [nach Knieendoprothetik]

HCPCS-Codes werden abgedeckt, wenn die Auswahlkriterien erfüllt sind:

C1776Gelenkgerät (implantierbar) [nicht abgedeckt für individuelle Knie-Totalimplantate]

ICD-10-Codes werden abgedeckt, wenn die Auswahlkriterien erfüllt sind:

M17,0 - M17,9Arthrose des Knies [mit radiologischem Nachweis]

ICD-10-Codes werden nicht abgedeckt, wenn die Auswahlkriterien erfüllt sind:

I87.2Venöse Insuffizienz (chronisch) (peripher)
M62.551 - M62.559Muskelschwund und -atrophie, nicht anderweitig klassifiziert, Oberschenkel [Muskelatrophie des Beins]
M62.561 - M62.569Muskelschwund und -atrophie, nicht anderweitig klassifiziert, Unterschenkel [Muskelatrophie des Beins]
M89.711 - M89.79Schwerwiegender Knochendefekt [Knochenanomalien]

Interpositioneller UniSpacer-Abstandshalter:

Kein spezifischer Code

ICD-10-Codes werden nicht abgedeckt, wenn die Auswahlkriterien erfüllt sind (nicht allumfassend):

M17,0 - M17,9Arthrose des Knies

Bikompartimentelle, bi-unikompartimentelle und abgestufte bikompartimentelle Knieendoprothetik:

Kein spezifischer Code

ICD-10-Codes werden nicht abgedeckt, wenn die Auswahlkriterien erfüllt sind (nicht allumfassend):

M17,0 - M17,9Arthrose des Knies

Hintergrund

Der Ersatz eines Kniegelenks ist bei Patienten mit erheblichem Verlust oder Erosion von Knorpel und Knochen, begleitet von Schmerzen und eingeschränktem Bewegungsumfang (ROM), indiziert, bei Patienten, die auf konservative Maßnahmen unzureichend angesprochen haben. Richtlinien weisen darauf hin, dass eine unikompartimentelle Knieendoprothetik (UKA) angezeigt ist, wenn nur ein Kompartiment betroffen ist, und eine totale Knieendoprothetik (TKA), wenn zwei oder drei Kompartimente betroffen sind.

Der verfügbaren Literatur zufolge ist UKA bei Personen mit einer der folgenden Erkrankungen kontraindiziert: aktive lokale oder systemische Infektion; Verlust der Muskulatur, neuromuskuläre Beeinträchtigung oder Gefäßdefizit in der betroffenen Extremität, was den Eingriff ungerechtfertigt macht; schlechte Knochenqualität; schwere Instabilität als Folge eines fortgeschrittenen Verlusts der osteochondralen Struktur; Fehlen der Integrität der Seitenbänder; oder Personen mit über 30 Grad fester Varus- oder Valgusdeformität.

Der UniSpacer (Sulzer Orthopedics, Austin, TX) ist ein metallischer Zwischenabstandshalter für Arthritis, die hauptsächlich den medialen Bereich des Knies betrifft. Bei dem Gerät handelt es sich um eine U-förmige metallische Unterlegscheibe, die nach der Entfernung jeglichen beschädigten Knorpels in das Kniegelenk implantiert wird. Der UniSpacer wurde zur Behandlung einer isolierten, mittelschweren Degeneration des medialen Kompartiments (Chondromalazie Grad III bis IV) mit nur minimaler Degeneration (Chondromalazie Grad I bis II, kein Verlust des Gelenkraums) im lateralen Kondylus oder im patellofemoralen Kompartiment verwendet . Der UniSpacer soll die Stabilität und Ausrichtung des Knies wiederherstellen und Schmerzen lindern, wodurch die Notwendigkeit eines vollständigen Knieersatzes (TKR) verzögert oder vermieden wird.

Der Hersteller gibt an, dass ein Vorteil des UniSpacer gegenüber dem TKR darin besteht, dass das Verfahren zur Implantation des UniSpacer kein Schneiden des Knochens des Patienten und kein Zementieren des Implantats im Knie erfordert. Bevor das Implantat eingesetzt werden kann, ist ein kleiner Schnitt erforderlich. Der UniSpacer ist so konzipiert, dass er sich im Knie zentriert, sodass für die Implantation keine Veränderung des umgebenden Knochens oder des Weichgewebes erforderlich ist. Der Hersteller gibt an, dass die Operation zur Implantation des UniSpacer etwa eine Stunde dauert und der Patient nach dem Eingriff in der Regel nur über Nacht bleiben muss, statt der drei bis vier Tage, die bei einer TKR erforderlich sind.

Laut der Website des Herstellers wurde der UniSpacer bereits bei etwa 90 Patienten implantiert. Auf der Website des Herstellers heißt es, dass die bisherigen Ergebnisse „ausgezeichnet“ seien, obwohl die Nachbeobachtungszeit dieser Patienten relativ kurz ist (die längste beträgt etwa 1,5 Jahre). Auf der Website des Herstellers heißt es, dass es in keinem der Fälle zu Revisionen oder Komplikationen gekommen sei.

Auf der Website des Herstellers heißt es, dass der UniSpacer für jüngere Patienten gedacht ist, die an unikompartimenteller Arthritis im medialen Kompartiment ihres Knies leiden. Die Mehrheit der Patienten, denen der UniSpacer implantiert wurde, sind unter 65 Jahre alt und daher noch keine idealen Kandidaten für eine TKR.

Laut der Website des Herstellers ist der UniSpacer derzeit nur über eine kleine Gruppe speziell ausgebildeter Chirurgen erhältlich, die an einem Forschungsprojekt zur Bewertung des Geräts teilnehmen. Es liegen jedoch keine ausreichenden veröffentlichten Beweise für die Wirksamkeit und Haltbarkeit dieses Geräts vor. Aufgrund des Mangels an adäquaten prospektiven Studien in der von Experten begutachteten veröffentlichten medizinischen Literatur muss der klinische Wert von UniSpacer noch ermittelt werden.

Scott (2003) stellte fest, dass die letztendliche Rolle des UniSpacer in der Arthroplastik derzeit ungewiss ist. Es gibt keine veröffentlichten Berichte über seine Wirksamkeit. Die Indikation sollte derjenigen der McKeever-Arthroplastik ähneln. Ideal ist ein Patient mit unikompartimenteller Arthrose, bei dem eine Osteotomie kontraindiziert ist, der jedoch als zu jung, schwer oder aktiv für eine Metall-Kunststoff-Arthroplastik gilt. Weniger als 1 % der Patienten mit Arthrose sollten geeignete Kandidaten sein. Scott (2003) stellte fest, dass das Verfahren technisch anspruchsvoll und empfindlich ist, was seinen breiten Erfolg unwahrscheinlich macht.

Eine Technologiebewertung durch das California Technology Assessment Forum (Tice, 2003) kam zu dem Schluss, dass der UniSpacer die Bewertungskriterien der CTAF nicht erfüllte. Die Bewertung kam zu dem Schluss, dass „[s]die chirurgische Platzierung von Kniegelenk-Abstandshaltern eine Bewertung in kontrollierten Studien erfordert, um die Wirksamkeit und Sicherheit des Verfahrens zu beurteilen, bevor seine weitverbreitete Einführung befürwortet werden kann.“

Das Washington State Department of Labor and Industries (2005) hat erklärt, dass es das UniSpacer-Gerät nicht abdeckt, da keine klinischen Daten und keine veröffentlichte Literatur zu seiner Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen.

Die Leitlinien des National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE, 2009) kommen zu dem Schluss: „Die aktuellen Erkenntnisse zur Sicherheit und Wirksamkeit individuell konzipierter unikompartimenteller interpositioneller Implantatinsertion durch Magnetresonanztomographie (MRT) bei Arthrose des Knies sind quantitativ und qualitativ unzureichend.“ . Daher sollte dieses Verfahren nur im Rahmen von Forschungsstudien eingesetzt werden.“

Eine für die Washington State Health Care Authority erstellte Technologiebewertung von TKA (Dettori et al., 2010) identifizierte nur eine randomisierte kontrollierte Studie (RCT), die über einen Vergleich zwischen UKA und Standard-TKA berichtete. In Bezug auf die Kniefunktion stellte der Bericht fest, dass in der ersten RCT, in der UKA mit TKA verglichen wurde, der mittlere Bristol Knee Score zwischen der UKA- und der TKA-Gruppe 5 und 15 Jahre nach der Operation ähnlich war: 91,1 (Bereich von 32 bis 100) und 92 (Bereich von 32 bis 100). 100) im Vergleich zu 86,7 (Bereich von 48 bis 98) und 88 (Bereich von 48 bis 98). In dem Bericht wurde festgestellt, dass ein größerer Prozentsatz der UKA-Gruppe nach 5 und 15 Jahren hervorragende Bristol-Werte meldete (76 % bzw. 71 %) als in der TKA-Gruppe (57 % bzw. 53 %), obwohl dies der Fall war keine statistische Signifikanz erreichen). Bezüglich der Ausfallraten heißt es in dem Bericht, dass statistisch signifikante Unterschiede in der Ausfallrate, definiert als Revision oder ein Bristol Knee Score von weniger als 60, nicht gemeldet wurden; Allerdings kam es nach 15 Jahren bei 17 % der UKA-Gruppe und 24 % der TKA-Gruppe zu einem Versagen. Der Bericht fand keine statistisch signifikanten Unterschiede in den Revisionsraten zwischen UKA und TKA bei der 15-jährigen Nachbeobachtung. Dreizehn Prozent der UKA-Gruppe und 16 Prozent der TKA-Gruppe hatten eine Revision erlebt. Der Bericht fand auch keine statistisch signifikanten Unterschiede in der Überlebensrate nach 15 Jahren Nachbeobachtung: 89,8 % (95 %-Konfidenzintervall [KI]: 74,3 bis 100) für die UKA-Gruppe und 78,7 % (95 %-KI: 56,2 bis 100) für die TKA-Gruppe (p > 0,05). Der Bericht stellte außerdem fest, dass Knieschmerzen, Kniefunktion und Revisionsraten zwischen den beiden Behandlungsgruppen in 14 Kohortenstudien, die über verschiedene Nachbeobachtungszeiten berichteten, vergleichbar waren. Der Bericht identifizierte zwei RCTs, die Daten zur Wirksamkeit von UKA im Vergleich zu TKA liefern; In diesen Studien gab es zwischen den Gruppen im Zeitraum von 1 Jahr bis 10 Jahren Nachbeobachtung keine signifikanten Unterschiede in Bezug auf Knieschmerzen, Kniefunktion, Versagen oder Revision oder ROM. Was die Sicherheit betrifft, wurden in 1 RCT und 9 Kohortenstudien keine Todesfälle und nur wenige Komplikationen gemeldet. Es wurde keine statistische Signifikanz zwischen UKA und TKA hinsichtlich der Anzahl der Patienten mit venösen Thromboembolien, der Knie, die unter Narkose manipuliert werden mussten, oder der Anzahl der Knie mit verzögerter Wundheilung berichtet. Drei Studien berichteten über Komplikationen nach einer Behandlung mit UKA oder einer hohen Tibiaosteotomie (HTO); Es gab keine Unterschiede zwischen den Gruppen.

Bailie und Kollegen (2008) berichteten über die Ergebnisse einer prospektiven Studie mit 18 Patienten, die mit dem Unispacer behandelt wurden. Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 49 Jahre (40 bis 57). Insgesamt 8 Patienten (44 %) benötigten innerhalb von 2 Jahren eine Revision. Bei 2 Patienten war eine Revision auf einen größeren Spacer erforderlich, und bei 6 Patienten war eine Umstellung auf UKA oder TKR erforderlich. Bei der letzten Überprüfung hatten 12 Patienten (66,7 %) einen Unispacer in situ verblieben. Der mittlere modifizierte visuelle Analogwert für diese Patienten betrug nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 19 Monaten (12 bis 26) 3,0 (0 bis 11,5). Das mittlere Schmerzniveau betrug 30 % des mittleren präoperativen Niveaus von 10. Die ersten klinischen Ergebnisse mit diesem Gerät waren enttäuschend. Diese Studie zeigte, dass die Verwendung des Unispacer bei isolierter medialer Arthrose mit einer hohen Rate an Revisionseingriffen verbunden ist und eine unvorhersehbare Schmerzlinderung bewirkt.

Clarius et al. (2010) untersuchten die klinischen und radiologischen Ergebnisse des UniSpacer und untersuchten, ob eine Ausrichtungskorrektur durch UniSpacer-Arthroplastik und Ausrichtungsänderung in den ersten fünf postoperativen Jahren erreicht werden kann. Antero-posteriore Röntgenaufnahmen des langen Beinstands von 20 Beinen wurden digital analysiert, um Ausrichtungsänderungen zu beurteilen: 2 relevante Winkel und die Abweichung der mechanischen Achse des Beins wurden vor und nach der Operation analysiert. Zusätzlich wurde die Veränderung der postoperativen Ausrichtung 1 und 5 Jahre postoperativ bestimmt. Bei der Analyse des mechanischen Tibio-Femoral-Winkels wurde eine signifikante Beinachsenkorrektur mit einer mittleren Valgusänderung von 4,7 +/- 1,9 Grad erreicht; Im ersten postoperativen Jahr kam es zu einer Varusveränderung, während 5 Jahre nach der Operation keine signifikante weitere Ausrichtungsänderung zu beobachten war. Der UniSpacer korrigiert Fehlstellungen bei Patienten mit medialer Gonarthrose; Vor der Implantation muss jedoch eine wahrscheinliche postoperative Ausrichtungsänderung aufgrund der Anpassung des Implantats an das Gelenk berücksichtigt werden. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass diese Ergebnisse zeigen, dass nach der UniSpacer-Arthroplastik gute klinische und funktionelle Ergebnisse erzielt werden können. Allerdings mussten 4 von 19 Knien aufgrund anhaltender Schmerzen auf aTKA oder UKA revidiert werden, was eine inakzeptabel hohe Revisionsrate darstellt, wenn man die alternativen Behandlungsmöglichkeiten der medialen Arthrose des Knies betrachtet.

Kock et al. (2011) untersuchten, ob ein interpositionelles Knieimplantat auf der Grundlage von Magnetresonanztomographiedaten (MRT) eine alternative Behandlungsoption zu den etablierten Verfahren der hohen Tibiaosteotomie und UKA sein kann. Von Juni 2004 bis Mai 2008 erhielten im Rahmen einer einarmigen Studie insgesamt 33 Patienten mit unikompartimenteller Kniearthritis ein patientenspezifisches Interpositionsimplantat (31 medial und 2 lateral). Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 26,6 Monate (Bereich von 1 bis 48 Monaten) und das Durchschnittsalter der Patienten betrug 54,5 Jahre (Bereich von 39 bis 65 Jahren). Zusätzlich zu den klinischen Ergebnissen wurden die Funktionsskala des Western Ontario and McMaster Universities Osteoarthritis Index (WOMAC) und die Knee Society-Scores gemessen. Es wurden eine deskriptive Datenanalyse, eine Varianzanalyse für wiederholte Messungen und eine Bestimmung des Signifikanzniveaus durchgeführt. Die 2- bis 4-Jahres-Ergebnisse zeigten eine signifikante Verbesserung der WOMAC-Funktionsskala sowie der Knee Society-Scores. Die Kniefunktion war nach 2 Jahren vergleichbar mit der präoperativen Situation mit einer Extension zur Flexion von 0/2/130°. Die Luxationsrate betrug 6 % und die Gesamtrevisionsrate 21 %. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass trotz akzeptabler funktioneller Ergebnisse, einer deutlichen Schmerzlinderung, einer vollständigen Knochenerhaltung und einer geringeren Luxationsrate im Vergleich zum handelsüblichen Unispacer-Implantat, im Hinblick auf die Gegebenheiten nur begrenzte Indikationen für das individuelle interpositionelle Knieimplantat bestehen Kontraindikationen aufgrund der hohen 2-Jahres-Revisionsrate.

Catier et al. (2011) stellten fest, dass kürzlich ein neues Konzept für die Behandlung der isolierten medialen tibio-femoralen Arthrose entwickelt wurde: das Unispacer-Implantat. Dieses mobile interpositionelle, selbstzentrierende Implantat reproduziert die Meniskusform. Dieses minimalinvasive Gerät erfordert keine Knochenschnitte oder Komponentenfixierung. Die Implantatbahn wird durch den medialen Kondylus gesteuert. Diese Forscher stellten die Hypothese auf, dass das Unispacer-Knieimplantat die Kniefunktion bei der Behandlung isolierter tibiofemoraler Arthrose der Grade 2 und 3 gemäß der radiologischen Bewertungsskala von Ahlbäck verbessert. Diese prospektive Studie umfasste 17 Unispacer-Kniesysteme, die zwischen April 2003 und März 2009 im Rahmen eines klinischen Forschungsprojekts bei 16 Patienten implantiert wurden. Die Patienten wurden während einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 40 Monaten klinisch (IKS-Score) und radiologisch untersucht. Insgesamt 9 Patienten (10 Implantate) hatten einen IKS-Score von mehr als 160. Der durchschnittliche Gesamt-Knie-Score bei der Neubeurteilung, einschließlich Misserfolgen, stieg von 51 Punkten präoperativ auf 78 Punkte postoperativ. Der durchschnittliche Gesamtscore der Knee Society Function stieg von 55 präoperativ auf 75/100 postoperativ. Die gemeldete Komplikationsrate betrug 35 % (Schmerzen oder Implantatinstabilität); Ein Drittel der Misserfolge waren nicht technik- oder implantatbedingt, sondern vielmehr auf die Verwendung einer ungeeigneten Breite in der Frontalebene zurückzuführen. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass bei der Verwendung eines mobilen Implantats ohne peripheren Überhang, der für ein mediales Kapsel-Band-Impingement verantwortlich sein könnte, gute Ergebnisse hinsichtlich Schmerzlinderung und Funktion erzielt werden. Der Unispacer hat drei theoretische Vorteile:

  1. keine Knochenresektion,
  2. keine Implantatfixierung und
  3. Keine Abriebpartikel aus Polyethylen.

Aufgrund der unsicheren klinischen Ergebnisse und der hohen Revisionsrate (6 von 17 Fällen) empfehlen diese Forscher dieses System trotz der erwarteten Verbesserungen bei dieser Implantatreihe nicht.

Es wurde vermutet, dass ein bikompartimenteller Knieersatz bei Personen angezeigt sein könnte, deren Arthrose auf das mediale und patellofemorale Kompartiment beschränkt ist. Beim bikompartimentellen Knieersatz werden nur das innere (mediale) Gelenk und das Kniescheibengelenk (Patello-Femoral-Gelenk) ersetzt. Der äußere (laterale) Teil des Knies wird nicht wieder an die Oberfläche gebracht und ermöglicht den Erhalt des vorderen Kreuzbandes (ACL) und des hinteren Kreuzbandes.

Eine für die Washington State Health Care Authority erstellte systematische Evidenzüberprüfung von TKA (Dettori et al., 2010) ergab 2 Registerstudien, die Vergleichsdaten zwischen bikompartimenteller und standardmäßiger trikompartimenteller Knieendoprothetik lieferten. Diese beiden Registerstudien berichteten über niedrige Revisionsraten sowohl in der bi- als auch in der trikompartimentellen Gruppe: 3,2 % bzw. 2,8 % bei der Nachbeobachtungszeit von 2 bis 4 Jahren und 1,5 % bzw. 1,6 % bei der Nachbeobachtungszeit von 2 Jahren. In beiden Studien wurden keine signifikanten Unterschiede in den Gesamtrevisionsraten zwischen den beiden Behandlungsgruppen festgestellt. Bei zwei Registerstudien zum Vergleich von bi- und trikompartimenteller TKA wurden keine Komplikationen gemeldet.

In einer Metaanalyse fassten Callahan et al. (1995) die Literatur zusammen, die die Patientenergebnisse nach unikompartimentellen und bikompartimentellen Knieendoprothesen beschreibt. Originalstudien wurden einbezogen, wenn sie zum Zeitpunkt einer ersten Knieendoprothetik 10 oder mehr Patienten einschlossen und die Patientenergebnisse anhand einer globalen Kniebewertungsskala maßen. Insgesamt 46 Studien zu unikompartimentellen Prothesen und 18 Studien zu bikompartimentellen Prothesen erfüllten diese Kriterien. Für unikompartimentelle Studien betrug die Gesamtzahl der eingeschlossenen Patienten 2.391, mit einer durchschnittlichen Aufnahme von 47 Patienten und einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 4,6 Jahren. Das mittlere Patientenalter betrug 66 Jahre; 67 % waren Frauen, 75 % hatten Arthrose und 16 % erhielten eine beidseitige Knieendoprothetik. Der mittlere postoperative globale Bewertungsskalenwert betrug 80,9. Die Gesamtkomplikationsrate lag bei 18,5 % und die Revisionsrate bei 9,2 %. Studien, die nach 1987 veröffentlicht wurden, berichteten über bessere Ergebnisse, schlossen aber tendenziell auch ältere Patienten und Patienten mit Osteoarthritis und höheren präoperativen Kniebewertungswerten ein. Für bikompartimentelle Studien betrug die Gesamtzahl der eingeschlossenen Patienten 884, mit einer durchschnittlichen Aufnahme von 44 Patienten und einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 3,6 Jahren. Das mittlere Patientenalter betrug 61 Jahre; 79 % waren Frauen, 31 % hatten Arthrose und 29 % hatten eine beidseitige Endoprothetik. Der mittlere postoperative globale Bewertungsskalenwert betrug 78,3. Die Gesamtkomplikationsrate lag bei 30 % und die Revisionsrate bei 7,2 %. Obwohl in bikompartimentellen Studien niedrigere mittlere postoperative globale Bewertungsskalenwerte gemeldet wurden, tendierten diese Studien dazu, Patienten mit schlechteren präoperativen Kniebewertungswerten einzuschließen. Die jüngsten Verbesserungen der Patientenergebnisse nach UKA scheinen zumindest teilweise auf Änderungen der Patientenauswahlkriterien zurückzuführen zu sein. Die Patientenergebnisse scheinen bei bikompartimentellen Arthroplastiken schlechter zu sein als bei anderen Prothesendesigns; Allerdings hatten die an diesen Studien teilnehmenden Patienten vor der Operation mehr Knie mit schlechterer Funktion und tatsächlich größere absolute Verbesserungen bei den globalen Kniebewertungswerten.

Rolston et al. (2007) gaben an, dass die Behandlung von Knie-Arthrose in der Vergangenheit auf UKA oder TKA beschränkt war. Keine der beiden Optionen ist für aktive Patienten mit mittelschwerer Arthrose des medialen und patellofemoralen Kompartiments geeignet. Jetzt ist eine alternative Behandlung verfügbar, die auf den erkrankten Bereich abzielt, ohne dass normale Knochen oder beide Kreuzbänder geopfert werden. Es lassen sich problemlos minimalinvasive chirurgische Techniken anwenden, die das Gewebetrauma reduzieren und zu einer schnelleren Genesung als bei einer TKA führen. Der bikompartimentelle Ersatz bietet bei Patienten mit medialer und patellofemoraler Arthrose eine Schmerzlinderung, Stabilität durch eine normale Bandstruktur und den Erhalt des normalen Knochens.

Bei der biunikompartimentellen Knieendoprothetik handelt es sich um eine UKA, die im kontralateralen Kompartiment eines Knies durchgeführt wird, das zuvor mit einer UKA behandelt wurde.

Eine für die Washington State Health Care Authority erstellte systematische Evidenzübersicht zu TKA (Dettori et al., 2010) berichtete über Studien zum Vergleich von biunikompartimenteller Knieendoprothetik (Bi-UKA) und Standard-TKA. Der Bericht fand eine kleine retrospektive Kohortenstudie zum Vergleich von Bi-UKA mit TKA. Bei der Nachbeobachtungszeit von mindestens 4 Jahren wurde kein Unterschied in den Funktionswerten festgestellt, und in keiner der Gruppen wurden Revisionen verzeichnet. Weder in der Bi-UKA- noch in der TKA-Gruppe wurden Fälle einer radiologischen Lockerung oder Infektion beobachtet. In der Bi-UKA-Gruppe traten zwei Fälle (9 %) einer intraoperativen Fraktur des Schienbeinwirbelsäulenblocks auf, hatten jedoch in keinem Fall einen negativen Einfluss auf das Ergebnis bei der letzten Nachuntersuchung.

Confalonieri und Mitarbeiter (2009) führten eine Matched-Pairing-Studie zwischen zwei Gruppen durch:

  1. bi-unikompartimental (Bi-UKR) und
  2. TKR zur Behandlung der isolierten bikompartimentellen tibio-femoralen Kniearthritis mit asymptomatischem Patello-Femur-Gelenk.

Insgesamt wurden 22 Patienten mit bikompartimenteller tibio-femoraler Kniearthritis, die sich einer Bi-UKR unterzogen, in die Studie einbezogen (Gruppe A). In allen Knien wurden die arthritischen Veränderungen nach der Klassifikation von Alback eingestuft. Alle Patienten hatten ein asymptomatisches Patello-Femoralgelenk. Alle Patienten hatten eine Varusdeformität von weniger als 8 Grad, einen Body-Mass-Index von weniger als 34, keine klinischen Hinweise auf eine Laxität des vorderen Kreuzbandes oder eine Flexionsdeformität und einen präoperativen Bewegungsbereich von mindestens 110 Grad. Bei einer Nachbeobachtungszeit von mindestens 48 Monaten wurde jeder einzelne Patient in Gruppe A einem Patienten zugeordnet, der sich einer computergestützten TKR unterzogen hatte (Gruppe B). In der Bi-UKR-Gruppe registrierten diese Forscher in zwei Fällen intraoperativ den Abriss der behandelten Schienbeinstacheln, was eine intraoperative interne Fixierung erforderte und keine nachteiligen Auswirkungen auf das Endergebnis hatte. Eine statistische Analyse der Ergebnisse wurde durchgeführt. Bei einer Nachbeobachtungszeit von mindestens 48 Monaten gab es keine statistisch signifikanten Unterschiede in der Operationszeit, während der Krankenhausaufenthalt in der TKR-Gruppe statistisch gesehen länger war. Für die Knee Society-, Functional- und GIUM-Scores zwischen den beiden Gruppen wurde kein statistisch signifikanter Unterschied beobachtet. Statistisch signifikant bessere WOMAC-Funktions- und Steifigkeitsindizes wurden für die Bi-UKR-Gruppe registriert. Totale Knieersatzimplantate waren statistisch gesehen besser ausgerichtet, da alle Implantate innerhalb von 4 Grad eines idealen Hüft-Knie-Knöchel-Winkels von 180 Grad positioniert waren. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die Ergebnisse dieser 48-monatigen Folgestudie darauf hindeuten, dass Bi-UKR eine praktikable Option für bikompartimentelle tibio-femorale Arthritis ist, die mindestens genauso gut wie TKR ist, aber ein höheres Funktionsniveau beibehält.

Die verfügbaren Erkenntnisse lassen keine eindeutigen Schlussfolgerungen hinsichtlich optimaler Patientenauswahlkriterien sowie verbesserter Patientenergebnisse mit bikompartimenteller Knieendoprothetik oder Bi-UKA zu. Derzeit gibt es für keines dieser Verfahren eine klinische Praxisrichtlinie. In diesem Zusammenhang wurde in der klinischen Leitlinie der American Academy of Orthopaedic Surgeons zur Arthrose des Knies (2003) der Einsatz von bikompartimenteller Knieendoprothetik oder Bi-UKA als Behandlungsmethode für Arthrose des Knies nicht erörtert. Darüber hinaus wurde in den Empfehlungen von Osteoarthritis Research International zur Behandlung von Hüft- und Knie-Arthrose (Zhang et al., 2008) die Verwendung von bikompartimenteller oder bi-UKA nicht erwähnt.

Die verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse reichen nicht aus, um den Einsatz von bikompartimenteller Knieendoprothetik und Bi-UKA als Alternativen für TKR zu unterstützen. Derzeit gibt es keine ausreichenden Belege dafür, dass eine dieser Methoden zu verbesserten Patientenergebnissen führt. Um die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Ansätze festzustellen, sind gut konzipierte Studien erforderlich.

Die unikompartimentelle Knieendoprothetik ist eine beliebte Behandlung bei unikompartimenteller Kniearthritis. Roche und Mitarbeiter (2009) gaben an, dass ein kürzlich entwickeltes computergestütztes Chirurgie-/Robotersystem das Potenzial hat, die Ausrichtung und Ergebnisse der UKA zu verbessern. Pearle et al. (2009) gaben an, dass Indikationen für UKA eine mechanische Achse von weniger als 10 Grad Varus und weniger als 5 Grad Valgus, ein intaktes vorderes Kreuzband und das Fehlen einer femoro-tibialen Subluxation umfassen. Entsprechend ausgewählte Patienten können davon ausgehen, dass UKA mindestens 10 Jahre anhält. Ausfälle bei UKA sind nicht häufig und beinhalten technische Fehler, die vermutlich durch den Einsatz neu entwickelter Robotertechnologie wie dem MAKO-Roboterarmsystem (MAKOplasty) behoben werden können. Der Chirurg, der diese Technologie nutzt, kann möglicherweise ein festgelegtes Ziel erreichen, die chirurgische Präzision verbessern und Ausreißer vermeiden. Ob eine verbesserte Präzision jedoch zu einem verbesserten langfristigen klinischen Ergebnis führt, bleibt Gegenstand der Forschung.

Sinha (2009) berichtete, dass die ersten Ergebnisse der UKA, die mit einem robotergestützten Navigationssystem durchgeführt wurde, positiv waren. Die chirurgische Technik verbessert die Genauigkeit der Knochenpräparation und Komponentenpositionierung. Technische Fehler des Systems waren minimal. Die Lernkurve des Chirurgen wird dadurch nicht beeinträchtigt. Die ersten Ergebnisse für den Patienten sind ausgezeichnet und die Komplikationen minimal. Die Autoren stellten fest, dass weitere Folgestudien dabei helfen werden, festzustellen, ob diese frühen Ergebnisse über die Zeit anhaltend sind.

Lonner (2009) stellte fest, dass die modulare bikompartimentelle Arthroplastik ein neuer Ansatz zur Knieoberflächenerneuerung ist, der eine konservative Alternative zur TKA darstellt. Mit dieser Behandlungsmethode kann eine isolierte bikompartimentelle Arthritis, die das mediale oder laterale und patellofemorale Kompartiment betrifft, aber keine signifikante Deformierung oder Knochenmangel, erhaltene Bewegungsfähigkeit und intakte Kreuzbänder aufweist, effektiv behandelt werden. Für die vielen jungen und aktiven Patienten mit isolierter bikompartimenteller Arthritis ist es angesichts der potenziellen Haltbarkeit des Eingriffs und der Prothese angebracht, einen konservativeren Ansatz als die TKA zu wählen. Die Roboterarmunterstützung für die modulare bikompartimentelle Endoprothetik optimiert die Position und Ausrichtung der Komponenten, was die Systemleistung und die langfristige Haltbarkeit verbessern kann. Darüber hinaus kann es bei einem Prozentsatz der Patienten, die sich einer isolierten unikompartimentellen oder patellofemoralen Endoprothetik unterziehen, später zu einer fortschreitenden Arthritis in einem nicht erneuerten Kompartiment kommen. Ihre Fälle können mit einem schrittweisen modularen Ansatz zur Oberflächenerneuerung des degenerierenden Kompartiments effektiv behandelt werden, es sind jedoch weitere Studien erforderlich.

In einer Pilotstudie verglichen Lonner et al. (2010) die postoperative röntgenologische Ausrichtung der Tibiakomponente mit der präoperativ geplanten Position in 31 Knien bei 31 aufeinanderfolgenden Patienten, die sich einer UKA unter Verwendung einer roboterarmgestützten Knochenpräparation unterzogen, und bei 27 aufeinanderfolgenden Patienten die sich einer einseitigen UKA mit herkömmlichen manuellen Instrumenten unterzogen, um den Fehler der Knochenpräparation und die Varianz bei jeder Technik zu bestimmen. Im Röntgenbild betrug der quadratische Mittelfehler der hinteren Tibianeigung 3,1 Grad bei Verwendung manueller Techniken, verglichen mit 1,9 Grad bei Verwendung der Roboterarmunterstützung zur Knochenpräparation. Darüber hinaus war die Varianz bei manuellen Instrumenten 2,6-mal größer als bei robotergesteuerten Verfahren. In der Koronalebene betrug der durchschnittliche Fehler 2,7 Grad +/- 2,1 Grad mehr Varus der Tibiakomponente relativ zur mechanischen Achse der Tibia bei Verwendung manueller Instrumente im Vergleich zu 0,2 Grad +/- 1,8 Grad bei Robotertechnologie, und der Varus/ Der mittlere quadratische Valgusfehler betrug manuell 3,4 Grad im Vergleich zu 1,8 Grad beim Roboter. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass weitere Studien erforderlich sein werden, um festzustellen, ob eine Reduzierung von Ausrichtungsfehlern dieser Größenordnung letztendlich die Funktion oder das Überleben des Implantats beeinflusst.

Paratte und Mitarbeiter (2010) gaben an, dass neuere Literatur darauf hindeutet, dass Patienten nach kombinierten bikompartimentellen Implantaten eine erhebliche kurzfristige Funktionsverbesserung erzielen, eine längerfristige Haltbarkeit jedoch nicht dokumentiert wurde. Diese Forscher untersuchten, ob

  1. Die bikompartimentelle Arthroplastik (entweder kombinierte mediale unikompartimentelle UKA und femoro-patellare Endoprothetik (PFA) oder mediale UKA/PFA oder kombinierte mediale und laterale UKA oder bikompartimentelle UKA) verbesserte zuverlässig die Schmerz- und Funktionswerte der Knee Society;
  2. Die bikompartimentelle Arthroplastik war dauerhaft (Überleben, radiologische Lockerung oder symptomatisches Fortschreiten der Erkrankung);
  3. eine dauerhafte Ausrichtung kann erreicht werden; Und
  4. Die Arthritis würde in dem nicht erneuerten Kompartiment fortschreiten.

Diese Forscher untersuchten retrospektiv 84 Patienten (100 Knie) mit bikompartimenteller UKA und 71 Patienten (77 Knie) mit medialer UKA/PFA. Klinische und radiologische Untersuchungen wurden nach einer Nachbeobachtungszeit von mindestens 5 Jahren (Mittelwert 12 Jahre; Bereich 5 bis 23 Jahre) durchgeführt. Die bikompartimentelle Endoprothetik linderte zuverlässig Schmerzen und verbesserte die Funktion. Die Prothesenüberlebensrate betrug nach 17 Jahren 78 % in der bikompartimentellen UKA-Gruppe und 54 % in der medialen UKA/PFA-Gruppe. Die hohe Revisionsrate im Vergleich zur TKA kann auf mehrere Faktoren zurückzuführen sein, wie z. B. Implantatdesign, Patientenauswahl, ungenaue oder fehlende Instrumente oder Fehlausrichtung der Komponenten, die alle zur relativ hohen Ausfallrate in dieser Serie beitragen können.

Palumbo et al. (2011) untersuchten die Wirksamkeit einer neuartigen bikompartimentellen Knieendoprothese (BKA) zur Behandlung degenerativer Erkrankungen des medialen und patello-femoralen Kompartiments. Die Studie umfasste 36 Knie bei 32 Patienten mit einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 21 Monaten. Die durchschnittlichen Ergebnisse der Funktionsumfrage der Knee Society und des Western Ontario McMaster Osteoarthritic Index Survey lagen bei 65,4 bzw. 75,8. 31 % der Patienten waren mit der Operation unzufrieden und 53 % gaben an, dass sie die Operation nicht wiederholen würden. Diese Forscher berichteten von einer Gesamtüberlebensrate von 86 % mit1 einem katastrophalen Versagen der Tibia-Grundplatte. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass diese Prothese eine inkonsistente Schmerzlinderung bietet und inakzeptabel ist funktionelle Ergebnisse bei bikompartimenteller Arthritis. Das kurzfristige Überleben dieser Prothese war inakzeptabel niedrig, weshalb diese Forscher sie nicht mehr in ihrer Einrichtung implantieren.

Morrison und Kollegen (2011) verglichen die funktionellen Ergebnisse von BKA und TKA bei Patienten mit Arthrose (OA) des patellofemoralen und medialen Kompartiments. Zu den Zulassungskriterien gehörten bikompartimentelle Arthrose mit weniger als Grad 2 Arthrose im lateralen Kompartiment und intakte Kreuzbänder. Insgesamt erfüllten 56 Patienten die Zulassungskriterien (21 BKA, 33 TKA). Eingeschriebene Teilnehmer absolvierten die Short-Form 12- und Western Ontario and McMaster Universities Osteoarthritis Index-Bewertungen zu Studienbeginn und postoperativ nach 3 Monaten, 1 Jahr und 2 Jahren. In der frühen postoperativen Phase hatte die BKA-Kohorte deutlich weniger Schmerzen (p = 0,020) und eine bessere körperliche Funktion (p = 0,015). Diese Trends setzten sich in den letzten drei Monaten nicht fort. Unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index und präoperativem Status unterschieden sich nur die 3-Monats-Scores für den Osteoarthritis-Index der Western Ontario und McMaster Universities signifikant zwischen den Kohorten (p = 0,048). Trotz einer geringeren frühen Steifheit in der BKA-Kohorte hat eine deutlich höhere BKA-Komplikationsrate (p = 0,045) diese Forscher dazu veranlasst, TKA für Patienten mit diesem OA-Muster zu empfehlen.

Lyons et al. (2012) untersuchten, ob eine TKA nachgewiesen werden könnte

  1. bessere Veränderung der klinischen Ergebniswerte vom präoperativen zum postoperativen Zustand und
  2. bessere Überlebenschancen als UKA.

Diese Forscher untersuchten 4.087 Patienten mit 5.606 TKAs und 179 Patienten mit 279 UKAs, die zwischen 1978 und 2009 durchgeführt wurden. Patienten mit TKA waren älter und schwerer als Patienten mit UKA (Durchschnittsalter 68 gegenüber 66 Jahren; mittlerer BMI 32 gegenüber 29). Sie verglichen präoperative, letzte postoperative und Veränderungen im Knee Society Clinical Rating System (KSCRS), SF-12 und WOMAC-Scores. Die minimale Nachbeobachtungszeit betrug 2 Jahre (UKA: Mittelwert von 7 Jahren; Bereich von 2,0 bis 23 Jahren; TKA: Mittelwert von 6,5 Jahren; Bereich von 2,0 bis 33 Jahren). Die präoperativen Outcome-Scores (WOMAC, SF-12, KSCRS) waren in der UKA-Gruppe höher. Patienten mit UKA hatten postoperativ höhere KSCRS- und SF-12-Mental-Scores. Die Änderungen der Punktzahl für alle WOMAC-Domänen waren zwischen den Gruppen ähnlich. Die Gesamtveränderungen des KSCRS-Scores waren zwischen den Gruppen ähnlich, obwohl Patienten mit TKA höhere Knie-Scores (49 gegenüber 43), aber niedrigere Funktions-Scores als UKA (21 gegenüber 26) aufwiesen. Die kumulative Revisionsrate war bei UKA höher als bei TKA (13 % gegenüber 7 %). Die Kaplan-Meier-Überlebensrate nach 5 und 10 Jahren betrug 95 % bzw. 90 % für UKA und 98 % bzw. 95 % für TKA. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass Patienten mit UKA zwar höhere prä- und postoperative Scores aufwiesen als Patienten mit TKA, die Veränderungen der Scores jedoch in beiden Gruppen ähnlich waren und die Überlebensrate bei Patienten mit TKA höher zu sein schien.

Tria (2013) gab an, dass der Ersatz der Patella-Femoral- und medialen Tibio-Femoral-Gelenke seit den 1980er Jahren durchgeführt wird. Der bikompartimentelle Ersatz wurde modifiziert. Es wurden zwei verschiedene Designs entwickelt: ein individuelles Implantat und eines mit mehreren vordefinierten Größen. Die Operationstechnik und die Instrumente sind einzigartig und eine Schulung ist hilfreich. Für das individuelle Design liegen noch keine klinischen Berichte vor. Für das Standardimplantat gibt es in der Fachliteratur mehrere Berichte mit nur mittelmäßigen bis guten Ergebnissen, weshalb es daraufhin vom Markt genommen wurde. Der Autor kam zu dem Schluss, dass die bikompartimentelle Endoprothetik ein fragwürdiger Bereich der Kniechirurgie bleibt.

Chung et al. (2013) stellten fest, dass die bikompartimentelle Knieendoprothetik im Vergleich zur unikompartimentellen Knieendoprothetik eine Schonung von Knochen und Bändern mit sich bringt und im Vergleich zur TKA vermutlich besser zur Wiederherstellung der Muskelkraft und -funktion führt, auch wenn dies bisher in der Literatur nicht beschrieben wurde. Diese Forscher verglichen die isokinetische Kniemuskelkraft und die körperliche Leistungsfähigkeit bei Patienten, die sich entweder einer bikompartimentellen Knieendoprothetik oder einer TKA unterzogen hatten. Jeder der 24 Patienten (31 Knie) wurde prospektiv präoperativ untersucht, jeweils 6 und 12 Monate nach der Operation. Die isokinetische Kniestreck- und -beugekraft sowie das Positionsgefühl wurden mit dem Biodex-System gemessen. Zur Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit wurden der Timed-Up-and-Go-Test, der Treppensteigtest und der 6-Minuten-Gehtest eingesetzt. Die Ergebnisse jeder Gruppe wurden auch mit denen der entsprechenden gesunden Kontrollgruppe verglichen. Demographisch zeigte sich ein signifikanter Unterschied im Durchschnittsalter zwischen der Bikompartimentgruppe (54,8 ± 5,6 Jahre) und der TKA-Gruppe (65,7 ± 6,7 Jahre). Im Vergleich zwischen den beiden Gruppen unterschieden sich das Drehmoment der Kniestrecker und -beuger, das Verhältnis von hinterer Oberschenkelmuskulatur zu Quadrizeps, das Positionsgefühl und die körperliche Leistungsfähigkeit vor der Operation, 6 und 12 Monate nach der Operation, nicht signifikant. In der gruppeninternen Analyse unterschieden sich Muskelkraft und Positionsgefühl zu jedem Zeitpunkt in beiden Gruppen nicht. Bei der körperlichen Leistungsfähigkeit führten beide Gruppen zu einer Verbesserung im 6-Minuten-Gehtest, und nur die TKA-Gruppe zeigte eine Verbesserung im Treppensteigtest. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die bikompartimentelle Knieendoprothetik, obwohl theoretisch plausibel, im Vergleich zur TKA nach einem Jahr hinsichtlich der Kniemuskelkraft und der körperlichen Leistungsfähigkeit nicht überlegen war.

Thienpont und Price (2013) gaben an, dass Studien gezeigt haben, dass nach einer TKA weder eine normale Biomechanik noch eine normale Funktion erreicht wird. Eine selektive Oberflächenerneuerung erkrankter Kompartimente könnte eine Lösung sein. Diese Forscher präsentierten einen narrativen Überblick über die verfügbare Literatur zur bikompartimentellen Endoprothetik. Es wurde eine Literaturrecherche aller von Experten begutachteten veröffentlichten Artikel zur bikompartimentellen Knieendoprothetik durchgeführt. Bei der bikompartimentellen Arthroplastik handelt es sich per Definition um den Ersatz des Tibio-Femoralgelenks und des Patella-Femoralgelenks. Es kann mit einer modularen, unverknüpften oder einer monolithischen Femurkomponente durchgeführt werden. Die mit modularen Komponenten durchgeführte bikompartimentelle Arthroplastik erzielte nach ± ​​10 Jahren Nachuntersuchung gute bis ausgezeichnete Ergebnisse. Funktion und Biomechanik sind der TKA überlegen. Es wurde berichtet, dass moderne monolithische Femurkomponenten zu einem frühen Versagen und hohen Revisionsraten führen und daher vermieden werden sollten. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die modulare bikompartimentelle Arthroplastik eine hervorragende Alternative zur Behandlung der bikompartimentellen Arthritis des Knies darstellt und bei gut ausgewählten Patienten zu guten funktionellen Ergebnissen und einer überlegenen Biomechanik führt. Sie gaben jedoch an, dass Vorsicht geboten sei, da zu dieser Art der Arthritisbehandlung nur wenige von Experten begutachtete Artikel mit Kleinserien und alten Implantatdesigns verfügbar seien. Die Überlebensrate ist in diesen Studien schlechter als bei TKA.

Darüber hinaus wird in der Leitlinie „Knie & Bein (akut und chronisch)“ (2013) des Work Loss Data Institute der bikompartimentelle Knieersatz als einer der Eingriffe aufgeführt, die in Betracht gezogen, aber nicht empfohlen werden.

Luring et al. (2011) gaben an, dass eine isolierte Arthrose des Patellofemoralgelenks bei 9 % der Patienten über 40 Jahren auftritt und Frauen häufiger betroffen sind. Die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und in der Literatur nicht ausreichend begründet. Diese Forscher führten eine Literaturrecherche mit Schlüsselwörtern im Bereich der femoropatellaren Arthrose in den relevanten Datenbanken durch. Die Studien wurden in verschiedene Behandlungsoptionen kategorisiert und analysiert. Es gibt fast keine Level-I-Studien, die die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten vergleichen. In der Literatur gibt es Hinweise darauf, dass eine Schmerzlinderung durch konservative Behandlung, arthroskopische Chirurgie, knorpelerhaltende Chirurgie und isolierte Endoprothetik erreicht werden kann. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass angesichts der Tatsache, dass es nahezu keine prospektiven randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) gibt, keine der Behandlungsoptionen dringend empfohlen werden kann. Für die Behandlung der isolierten patellofemoralen Arthrose gibt es noch keinen Goldstandard.

Eine Bewertung der Canadian Agency for Drugs and Technologies in Health (CADTH, 2013) fasste die verfügbaren Beweise für patellofemorale Knieimplantate zusammen: „Bietzel et al. berichteten über Ergebnisse von patellofemoralen Knieimplantaten in Bezug auf Schmerzen und Kniefunktionen. Die Studie verglich.“ die Scores der Patienten für diese Ergebnisse zu Studienbeginn und zwei Jahre nach der Implantation. Die genauen Scores wurden nicht angegeben; der Bericht zeigte jedoch, dass sich die Scores für Schmerzen und Kniefunktionen (Lyshlom-Score und WOMAC-Scores) statistisch signifikant verbesserten Ausgangswert. Die Ergebnisse für die maximale Reflexion zeigten keinen statistischen Unterschied. Starks et al. berichteten über die Ergebnisse der Kniefunktionen zwei Jahre nach der Implantation; diese Ergebnisse wurden jedoch nicht mit ihren Ausgangswerten verglichen, sodass ihre Signifikanz nicht interpretiert werden konnte ".

Davies (2013) stellte fest, dass unikompartimentelle patellofemorale Arthroplastiken selten sind, die Zahl jedoch zunimmt und eine Vielzahl neuer Prothesen verfügbar sind. Das Gerät Femoro-Patella Vialla (FPV, Wright Medical UK) war im British National Joint Register 2012 die am zweithäufigsten verwendete patellofemorale unikompartimentelle Prothese. Es liegen jedoch keine veröffentlichten Ergebnisdaten für dieses Gerät vor. In dieser Studie wurden insgesamt 52 aufeinanderfolgende Fälle prospektiv unter Verwendung des Oxford Knee Score und des American Knee Society Scores präoperativ und bei der Nachbeobachtung über einen Zeitraum von mindestens 2 Jahren untersucht. Der Gesamt-Oxford-Knie-Score verbesserte sich von 30 Punkten präoperativ (36,6 %) auf 19 Punkte (60 %) nach einem Jahr. Die Kniewerte der American Knee Society verbesserten sich von 51 Punkten präoperativ auf 81 Punkte nach einem Jahr. Die Funktionswerte verbesserten sich von 42 Punkten präoperativ auf 70 Punkte nach einem Jahr. Darüber hinaus hatten 13 (25 %) Patienten ein ausgezeichnetes Ergebnis mit verschwundenen Schmerzen und einer nahezu normalen Kniefunktion; Bei 11 (21 %) Patienten kam es nur zu einer sehr geringen Verbesserung und die Kniewerte ähnelten oder verschlechterten sich im Vergleich zum Zustand vor der Operation. Es gab keine infektiösen oder thromboembolischen Komplikationen. In sieben Fällen wurde wegen anhaltender Schmerzen in sechs Fällen und fortschreitender Arthritis im Tibio-Femoral-Kompartiment in einem Fall auf einen vollständigen Knieersatz umgestellt. Der Patellaknopf erwies sich in allen revidierten Fällen als sehr schlecht fixiert. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die ersten Ergebnisse mit der FPV-Prothese zeigten, dass erfolgreiche Ergebnisse erzielt werden können; Die Ergebnisse waren jedoch unvorhersehbar und eine erhebliche Minderheit der Patienten hatte anhaltende Symptome, die sie für inakzeptabel hielten. Sie gaben an, dass die Frührevisionsrate in dieser Serie hoch sei.

Al-Hadithy et al. (2014) gaben an, dass eine isolierte patellofemorale Arthrose etwa 10 % der Patienten über 40 Jahre betrifft und die Behandlung weiterhin umstritten ist. Es hat sich gezeigt, dass der patellofemorale FPV-Gelenkersatz die funktionelle Kinematik des Knies nahezu normal wiederherstellt. Trotz der zunehmenden Beliebtheit in den letzten Jahren gibt es keine Studien, die die mittelfristigen Ergebnisse mit einer objektiven Bewertung bewerten. Diese Forscher berichteten über die klinischen und radiologischen Ergebnisse des patellofemoralen FPV-Gelenkersatzes bei Patienten mit isolierter patellofemoraler Arthritis. Zwischen 2006 und 2012 führten diese Forscher 53 aufeinanderfolgende FPV-Patellofemorale-Arthroplastiken bei 41 Patienten mit isolierter Patellofemoralgelenk-Arthrose durch. Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 3 Jahre. Der mittlere Oxford-Knie-Score verbesserte sich bei der letzten Nachuntersuchung von 19,7 auf 37,7. Das Fortschreiten der tibiofemoralen Arthrose wurde bei 12 % der Knie beobachtet. Zwei Knie erforderten 7 Monate nach der Operation eine Revision der TKR, was diese Forscher auf eine schlechte Patientenauswahl zurückführten. Es gab keine Fälle von Fehlführung der Patella und es wurden keine seitlichen Releases durchgeführt. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass diese Ergebnisse darauf hindeuten, dass die FPV-Patellofemoralprothese eine gute Schmerzlinderung und Überlebensrate ohne nennenswerte Fehlführung der Patella bietet. Es handelte sich um eine relativ kleine Studie (n = 41 Patienten) mit mittelfristigen Ergebnissen. Diese Ergebnisse müssen durch gut konzipierte Studien mit größerer Stichprobengröße und langfristiger Nachbeobachtung validiert werden.

King et al. (2015) berichteten über die Inzidenz von Patellafrakturen nach PFA und ermittelten die damit verbundenen Faktoren sowie die Ergebnisse von Patienten mit und ohne diese Komplikation. Insgesamt wurden 77 Knie von 59 Patienten mit einer Nachbeobachtungszeit von mindestens 2 Jahren eingeschlossen; Bei 7 (9,1 %) Patienten kam es durchschnittlich 34 (16 bis 64) Monate nach der Operation zu einer Patellafraktur. Alle wurden konservativ behandelt. Ein niedrigerer BMI (p = 0,03), eine Veränderung der Patelladicke (p < 0,001), die Menge des resezierten Knochens (p = 0,001) und eine größere Größe der Trochleakomponente (p = 0,01) waren mit einer höheren Inzidenz von Frakturen verbunden. Es traten weniger Frakturen auf, wenn die postoperative Patellahöhe die präoperativ gemessene Höhe überstieg. Bei der durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von vier Jahren wurden keine statistisch signifikanten Unterschiede in den Ergebniswerten zwischen den Gruppen festgestellt. Mittelfristig eine ganze Reihe von Frakturen; Ich bin mir nicht sicher, ob die Inzidenz langfristig zunehmen würde.

Parratte et al. (2015) stellten fest, dass eine partielle Knieendoprothetik (PKA), entweder mediale oder laterale UKA oder PFA, bei geeigneten Patienten eine gute Option ist und die Vorteile eines reduzierten operativen Traumas, der Erhaltung sowohl der Kreuzbänder als auch des Knochenbestands sowie der Wiederherstellung von Knochen bietet normale Kinematik im Kniegelenk. Es bleiben jedoch Fragen hinsichtlich des langfristigen Überlebens. Diese Forscher präsentierten die Langzeitergebnisse der medialen und lateralen UKA, PFA und kombinierten Kompartimentarthroplastik bei Mehrkompartimenterkrankungen. Mittel- und Langzeitstudien deuten auf angemessene Ergebnisse nach 10 Jahren mit einer Überlebensrate von mehr als 95 % bei UKA bei medialer Arthrose oder Osteonekrose hin, und ähnliches gilt auch für laterale UKA, insbesondere wenn festsitzende Implantate verwendet wurden. Aufgrund von Design- und Fixierungsproblemen wurden bei der ersten Generation von Patella-Femur-Implantaten sowie bei frühen Bi-Uni- (d. h. kombinierten medialen und lateralen UKA) oder bikompartimentellen (kombinierten UKA- und PFA-) Implantaten enttäuschende Langzeitergebnisse beobachtet. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass vielversprechende kurz- und mittelfristige Ergebnisse mit den neueren Generationen von PFAs und bikompartimentellen Arthroplastiken einer langfristigen Bestätigung bedürfen.

Joseph et al. (2020) berichteten über eine apragmatische, monozentrische, doppelblinde, randomisierte klinische Studie, die in einem Lehrkrankenhaus des britischen National Health Service (NHS) durchgeführt wurde, um zu bewerten, ob es einen Unterschied in den Kniefunktionswerten und der Lebensqualität gibt Ergebnisbewertungen und Komplikationen ein Jahr nach dem Eingriff zwischen totaler Knieendoprothetik (TKA) und patellofemoraler Arthroplastik (PFA) bei Patienten mit schwerer isolierter patellofemoraler Arthritis. Die parallele, zweiarmige Überlegenheitsstudie hatte eine Leistung von 80 % und umfasste 64 Patienten mit schwerer isolierter patellofemoraler Arthritis. Das primäre Ergebnismaß war der funktionelle Teil des WOMAC-Scores (Western Ontario and McMaster Universities Osteoarthritis Index) nach 12 Monaten. Sekundäre Ergebnisse waren der vollständige 24-Punkte-WOMAC, der Oxford Knee Score (OKS), der American Knee Society Score (AKSS), der fünfdimensionale EuroQol (EQ-5D) Lebensqualitäts-Score, der University of California, Los Angeles (UCLA). Bewertungsskala für körperliche Aktivität und Komplikationsraten, erhoben nach drei, sechs und 12 Monaten. Für die längerfristige Nachbeobachtung wurden OKS, EQ-5D und der selbstberichtete Zufriedenheitswert nach 24 und 60 Monaten erhoben. Von den 64 randomisierten Patienten erhielten fünf Patienten die zugewiesene Intervention nicht, drei brachen die Intervention ab und einer lehnte ab der Eingriff. Nach 12 Monaten gab es keine statistisch signifikanten Unterschiede im WOMAC-Funktionsscore der Patienten (bereinigte mittlere Differenz -1,2 (95 %-Konfidenzintervall -9,19 bis 6,80); p = 0,765). Es gab keine klinisch signifikanten Unterschiede in den sekundären Endpunkten. Die Komplikationsraten waren vergleichbar (oberflächliche Infektionen der Operationsstelle, vier in der PFA-Gruppe gegenüber fünf in der TKA-Gruppe). Es gab keine statistisch signifikanten Unterschiede im OKS-Score der Patienten nach 24 und 60 Monaten oder im selbstberichteten Zufriedenheits-Score oder in den schmerzfreien Jahren. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass diese Studie bei Patienten mit schwerer isolierter patellofemoraler Arthritis ähnliche funktionelle Ergebnisse nach 12 Monaten und zur Halbzeit bei der Verwendung von PFA im Vergleich zu TKA ergab.

Odgaard et al. (2018) verglichen die Ergebnisse der patellofemoralen Endoprothetik (PFA) mit der totalen Knieendoprothetik (TKA) in einer verblindeten, randomisierten, kontrollierten Studie. Patienten kamen in Frage, wenn sie schwächende Symptome und eine isolierte patellofemorale Erkrankung aufwiesen. Einhundert Patienten wurden von 2007 bis 2014 eingeschlossen und randomisiert einer PFA oder TKA zugeteilt (blind für das erste Jahr; blind gegenüber Patienten, Therapeuten, Hausärzten usw.; quasiblind gegenüber dem Prüfer). Die Patienten wurden zu vier klinischen Nachuntersuchungen untersucht und füllten in den ersten beiden postoperativen Jahren sechs Sätze Fragebögen aus. Der primäre Endpunkt waren SF-36-Körperschmerzen. Weitere Ergebnisse waren Bewegungsumfang, PROs (SF-36, Oxford Knee Score [OKS], Knee Injury and Osteoarthritis Outcome Score [KOOS]) sowie Komplikationen und Revisionen. Vier Prozent (zwei von 50) der Patienten starben innerhalb der ersten zwei Jahre in der PFA-Gruppe (keine in der TKA-Gruppe), und 2 % (einer von 50) erkrankten und lehnten eine weitere Teilnahme nach einem Jahr in der PFA-Gruppe ab (keine). in der TKA-Gruppe). Das Durchschnittsalter bei der Aufnahme betrug 64 Jahre (SD 8,9) und 77 % (77 von 100) waren Frauen. Die Fläche unter der Kurve (AUC) beträgt bis zu 2 Jahre für SF-36-Körperschmerzen bei Patienten, die sich einer PFA und solchen, die sich einer TKA unterziehen betrug 9,2 (SD 4,3) bzw. 6,5 (SD 4,5) Monate (p = 0,008). Die körperliche Funktionsfähigkeit von SF-36, die KOOS-Symptome und das OKS zeigten auch eine bessere AUC bis zu 2 Jahren für PFA im Vergleich zu TKA (6,6 [SD 4,8] vs. 4,2 [SD 4,3] Monate, p = 0,028; 5,6 [SD 4,1] vs 2,8 [SD 4,5] Monate, p = 0,006; 7,5 [SD 2,7] versus 5,0 [SD 3,6] Monate, p = 0,001; Die SF-36-Verbesserung der körperlichen Schmerzen betrug nach 6 Monaten bei Patienten, die sich einer PFA unterzogen, und bei Patienten, die sich einer TKA unterzogen, 38 (SD 24) bzw. 27 (SD 23) (p = 0,041), und nach 2 Jahren betrug die Verbesserung 39 (SD 24). ) bzw. 33 (SD 22) (p = 0,199). Die Verbesserung der KOOS-Symptome betrug nach 6 Monaten bei Patienten, die sich einer PFA unterzogen, und bei Patienten, die sich einer TKA unterzogen, 24 (SD 20) bzw. 7 (SD 21) (p < 0,001), und nach 2 Jahren betrug die Verbesserung 27 (SD 19) bzw. 17 (SD 21) bzw. (p = 0,023). Auch die Verbesserungen gegenüber dem Ausgangswert bei KOOS-Schmerzen, SF-36-Körperfunktion und OKS unterschieden sich nach 6 Monaten zugunsten von PFA, während nach 2 Jahren nur die KOOS-Symptome einen Unterschied zwischen den Gruppen aufwiesen. Keine Dimension des patientenberichteten Ergebnisses (PRO) zeigte einen Unterschied zugunsten der TKA. Nach 4 Monaten, 1 Jahr und 2 Jahren betrug die Veränderung des Bewegungsumfangs (ROM) gegenüber dem Ausgangswert bei Patienten, die sich einer PFA und solchen einer TKA unterzogen, (-7° [SD 13°] gegenüber -18° [SD 14°], p < 0,001; -4° [SD 15°] gegenüber -11° [SD 12°], p = 0,011; und -3° [SD 12°] gegenüber -10° [SD 12°], p = 0,010). Es gab keinen Unterschied in der Anzahl der Komplikationen. Während der ersten beiden postoperativen Jahre kam es bei Patienten, die sich einer PFA unterzogen, zu zwei Revisionen (eine zu einer neuen PFA und eine zu einer TKA). Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass Patienten, die sich einer PFA unterziehen, in den ersten zwei Jahren nach der Operation wegen isolierter patellofemoraler Arthrose insgesamt eine bessere kniespezifische Lebensqualität erreichen als Patienten, die sich einer TKA unterziehen. Nach 2 Jahren unterscheidet sich nur die KOOS-Funktion zwischen Patienten, die sich einer PFA unterziehen, und denen, die sich einer TKA unterziehen, wohingegen andere PRO-Dimensionen keinen Unterschied zwischen den Gruppen zeigen. Die Beobachtungen können dadurch erklärt werden, dass sich Patienten, die sich einer PFA unterzogen, schneller erholten als Patienten, die sich einer TKA unterzogen, und dass das funktionelle Ergebnis bei Patienten, die sich einer PFA bis zu 9 Monaten unterzogen, besser war. Patienten, die sich einer PFA unterziehen, gewinnen ihren präoperativen ROM zurück, wohingegen Patienten, die sich einer TKA unterziehen, nach 2 Jahren 10° ROM verloren haben. Die Forscher gaben an, dass sie keine Unterschiede bei den Komplikationen festgestellt hätten.

Bunyoz et al. (2019) berichteten über eine systematische Überprüfung zum Vergleich der Ergebnisse von PFA und TKA der zweiten Generation durch Bewertung von patientenberichteten Ergebnismaßen (PROMs). Eine systematische Suche wurde in PubMed, Medline, Embase, Cinahl, Web of Science durchgeführt , Cochrane Library und MeSH, um Studien zu identifizieren, die PFA-Implantate oder TKA der zweiten Generation zur Behandlung von PFOA verwenden. Es wurden nur Studien einbezogen, die zur Berichterstattung über PROMs die American Knee Society (AKSS), den Oxford Knee Score (OKS) oder den Western Ontario and McMaster Universities Osteoarthritis Index (WOMAC) verwendeten. Die postoperativ gewichteten mittleren AKSS-Kniewerte betrugen 88,6 in der PFA-Gruppe der zweiten Generation und 91,8 in der TKA-Gruppe. Der postoperativ gewichtete mittlere AKSS-Funktionswert betrug 79,5 in der PFA-Gruppe der zweiten Generation und 86,4 in der TKA-Gruppe. Es gab keinen signifikanten Unterschied in den mittleren AKSS-Knie- oder Funktionswerten zwischen der PFA-Gruppe der zweiten Generation und der TKA-Gruppe. Der postoperativ gewichtete mittlere OKS-Score lag bei 36,7 und der postoperativ gewichtete mittlere WOMAC-Score bei 24,4. Die Revisionsrate war in der PFA-Gruppe der zweiten Generation höher (113 Revisionen [8,4 %]) als in der TKA-Gruppe (3 Revisionen [1,3 %]). Das Fortschreiten der Arthrose wurde am häufigsten als Grund für die Revision der PFA genannt, und zwar in 60 Fällen [53,1 %]; in 33 Fällen [29,2 %] folgten Schmerzen. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass sowohl in der PFA-Gruppe der zweiten Generation als auch in der TKA-Gruppe ausgezeichnete postoperative gewichtete mittlere AKSS-Kniewerte gefunden wurden, was darauf hindeutet, dass beide chirurgischen Optionen zu einem zufriedenstellenden, vom Patienten berichteten Ergebnis führen können. Höhere Revisionsraten in den PFA-Studien der zweiten Generation könnten teilweise auf Herausforderungen bei der Patientenauswahl zurückzuführen sein. Basierend auf der Bewertung von PROMs scheint die Verwendung von PFA der zweiten Generation eine gleichwertige Option zur TKA für die Behandlung von isoliertem PFOA bei entsprechend ausgewählten Patienten zu sein.

Dudhniwala et al. (2016) untersuchten das frühe funktionelle Ergebnis und die Überlebenswahrscheinlichkeit eines bikompartimentellen Knieendoprothesenimplantats (Journey-Deuce) in einer Kohorte von Patienten mit kombinierter medialer und patella-femoraler degenerativer Arthrose. Insgesamt 15 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 57 Jahren wurden prospektiv nachuntersucht und mittels klinischer Untersuchung, Oxford-Knie-Score und radiologischer Bildgebung beurteilt. Es wurden schlechte Schmerzwerte, Bedenken hinsichtlich der Tibiafixierung, eine frühe aseptische Lockerung der Tibiakomponente und eine Revisionsrate von 60 % bei einer Nachbeobachtungszeit von mindestens 54 Monaten berichtet. Die Implantation dieser Prothese wurde in der Einrichtung der Autoren lange vor der ersten Revision aufgrund eines ungünstigen frühen klinischen Ansprechens gestoppt. Dies wurde durch eine inakzeptable Revisionsrate zusätzlich bestätigt. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass das Ergebnis des bikompartimentellen Knieersatzes Journey-Deuce deutlich schlechter war als das veröffentlichte Ergebnis der TKR.

Sabatini et al. (2016) gaben an, dass TKA die weltweit am häufigsten durchgeführte Operation bei Knie-Arthrose ist und ihre Wirksamkeit in der Literatur ausführlich beschrieben wird. Bedenken hinsichtlich der Invasivität der TKA führten zur Einführung einer segmentalen Erneuerung der Gelenkoberfläche bei jüngeren Patienten mit lokalisierter Arthrose. Die Schonung des Knochenbestands und die Erhaltung der Bänder stehen im Mittelpunkt sowohl der UKA als auch der BKA. Vorteile im Zusammenhang mit BKA sind die Berücksichtigung der Kniebiomechanik, geringere Komplikationsraten, kürzere Krankenhausaufenthalte und eine schnellere Rehabilitation. Darüber hinaus ist die Umstellung auf TKA bei Versagen des 1. Implantats anspruchslos und mit einer Standardprothese vergleichbar. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass ihre Erfahrung darauf hindeutet, dass BKA in ausgewählten Fällen eine zuverlässige Technik ist und insbesondere jüngere Menschen mit höheren funktionellen Anforderungen vorteilhaft davon profitieren können. Sie erklärten, dass diese Ergebnisse zwar ermutigend seien, es aber dennoch Bedarf an weiteren prospektiven, randomisierten Langzeitstudien zur Bewertung der BKA-Indikationen und -Ergebnisse gebe.

Stufenweise bikompartimentelle Knieendoprothetik

Pandit und Kollegen (2017) stellten fest, dass das laterale Fortschreiten der Arthritis nach medialer UKA zwar selten, aber immer noch der häufigste Grund für eine Revisionsoperation ist. Zu den Behandlungsoptionen gehört normalerweise die Umstellung auf TKA. Eine alternative Strategie für einige Patienten könnte das Hinzufügen einer lateralen UKA sein. In einer Beobachtungsstudie berichteten diese Forscher über die ersten Ergebnisse der abgestuften bikompartimentellen UKA-Strategie (Bi-UKA). Sie wählten retrospektiv aus ihrer UKA-Datenbank Patienten aus, die sich einer lateralen UKA unterzogen hatten, um eine symptomatische laterale OA-Progression nach einer medialen UKA zu behandeln. Die Analyse umfasste eine klinische und radiologische Beurteilung jedes Patienten. Insgesamt wurden 25 Patienten mit insgesamt 27 Knien einer abgestuften Bi-UKA in einem einzigen Zentrum behandelt. Das mittlere Zeitintervall zwischen der primären medialen UKA und der nachfolgenden lateralen UKA betrug 8,1 Jahre (SD ± 4,6 Jahre). Das mittlere Alter zum Zeitpunkt der Bi-UKA betrug 77,1 Jahre (SD ± 6,5 Jahre). Der mittlere Krankenhausaufenthalt betrug 3 (Bereich von 2 bis 9 Tagen) Tage und die mittlere Nachbeobachtungszeit nach Bi-UKA betrug 4 Jahre (SD ± 1,9 Jahre). Die funktionellen Scores zeigten eine signifikante Verbesserung im Vergleich zum präoperativen Status (Paired-t-Test, p = 0,003). Es gab keine radiologischen Hinweise auf ein Versagen. Keiner der Patienten benötigte eine Bluttransfusion und es gab keine signifikanten Komplikationen im Zusammenhang mit dem chirurgischen Eingriff ohne weitere Operationen oder Revisionen bei der letzten Nachuntersuchung. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass diese Ergebnisse darauf hindeuten, dass die Hinzufügung einer lateralen UKA für das Fortschreiten der Arthritis nach einer medialen UKA bei entsprechend ausgewählten Patienten eine gute Option ist. Evidenzniveau = IV. Die Hauptnachteile dieser Studie waren die geringe Stichprobengröße (n = 25), das Beobachtungsdesign (daher das Fehlen einer Kontrollgruppe) und die mittelfristige Nachbeobachtung (durchschnittlich 4 Jahre).

Maßgeschneidertes vollständiges oder teilweises Knieimplantat

Beal et al. (2016) gaben an, dass die moderne Knieendoprothetik (TKA) bei der Behandlung der mit Osteoarthritis verbundenen Schmerzen und Behinderungen wirksam ist. Die Zahl der in den USA durchgeführten Knie-Totalendoprothesen nimmt weiter zu. Trotz der großen Sorgfalt, mit der alle diese Eingriffe durchgeführt werden, sind einige Patienten mit dem Ergebnis immer noch unzufrieden. Während diese Unzufriedenheit wahrscheinlich mehrere Faktoren hat, ist eine Fehlausrichtung der Prothesenkomponenten eine Hauptursache für postoperative Komplikationen. Eine neutrale mechanische Achse plus oder minus 3° wirkt sich positiv auf die Lebensdauer der Prothese aus. Es hat sich gezeigt, dass bei herkömmlichen Instrumenten eine beträchtliche Anzahl von Knie-Totalprothesen (TKRs) weit außerhalb einer neutralen koronalen Ausrichtung liegen. Vor diesem Hintergrund wurden erhebliche Anstrengungen in die Entwicklung von Technologien zur Verbesserung der Gesamtausrichtung der Prothese gesteckt. Um die Zahl der Ausreißer zu verringern, haben mehrere Unternehmen kostengünstige Systeme entwickelt, die dem Chirurgen dabei helfen, eine vorhersagbarere Ausrichtung der Prothese in allen drei Ebenen zu erreichen. Diese Forscher überprüften die verfügbare Literatur zu mehreren dieser Tools, um zu untersuchen, ob Navigation oder benutzerdefinierte Leitfäden die Ergebnisse bei TKA verbessern. Die Autoren gaben an, dass die Überprüfung bestätigte, dass sowohl Navigations- als auch individuelle Implantatführungen zwar eine kostengünstige Möglichkeit zu sein schienen, eine vorhersagbare mechanische Ausrichtung einer Knietotalprothese zu erreichen und so die Anzahl der Ausreißer zu verringern, die Kosten jedoch möglicherweise zu längeren Operationszeiten führen könnten, ohne dass dies wahrgenommen wird Unterschied in der Patientenzufriedenheit mit benutzerdefinierten Navigationsleitfäden. Sie kamen zu dem Schluss, dass Navigation und maßgeschneiderte Implantate zwar in jüngster Zeit auf dem Markt für Knieendoprothetik im weitesten Sinne und in ihren aktuellen Formen Interesse gefunden haben, diese Technologien jedoch ihr volles Potenzial zur Verbesserung der Ergebnisse und des Patientenerlebnisses noch nicht ausgeschöpft haben. Diese Forscher gaben an, dass Navigation und maßgeschneiderte Implantate zwar in jüngster Zeit auf dem Markt für Knieendoprothetik im weitesten Sinne und in ihren aktuellen Formen Interesse gefunden haben, diese Technologien jedoch ihr volles Potenzial zur Verbesserung der Ergebnisse und des Patientenerlebnisses noch nicht ausgeschöpft haben.

Culler et al. (2017) verglichen ausgewählte Krankenhausergebnisse bei Patienten, die sich einer TKA unterzogen, wobei entweder ein individuell angefertigtes (CIM) Implantat oder ein handelsübliches (OTS) Implantat verwendet wurde. Eine retrospektive Untersuchung wurde an 248 konsekutiven TKA-Patienten durchgeführt, die in einer einzigen Einrichtung vom selben Chirurgen behandelt wurden. Die Patienten erhielten entweder CIM- (n = 126) oder OTS-Implantate (n = 122). Die Studiendaten wurden aus der Krankenakte des Patienten oder der Verwaltungsabrechnungsakte des Krankenhauses entnommen. Statistische Standardmethoden wurden auf Unterschiede in ausgewählten Ergebnismaßen zwischen den beiden Studienarmen getestet. Im Vergleich zum OTS-Implantat-Studienarm wies der CIM-Implantat-Studienarm deutlich niedrigere Transfusionsraten auf (2,4 % vs. 11,6 %; p = 0,005); eine geringere Rate unerwünschter Ereignisse (UEs) sowohl bei der Entlassung (CIM 3,3 % gegenüber OTS 14,1 %; p = 0,003) als auch 90 Tage nach der Entlassung (CIM 8,1 % gegenüber OTS 18,2 %; p = 0,023); und ein geringerer Prozentsatz der Patienten wurde in eine Rehabilitations- oder andere Akutversorgungseinrichtung entlassen (4,8 % gegenüber 16,4 %; p = 0,003). Die gesamten durchschnittlichen realen Krankenhauskosten für den TKA-Krankenhausaufenthalt waren in den beiden Gruppen nahezu identisch (CIM 16.192 $ gegenüber OTS 16.240 $; p = 0,913). Schließlich zeigten die risikobereinigten Gesamtkosten der Pflege pro Patient eine Nettoeinsparung von 913,87 USD (p = 0,240) pro Patient für die CIM-TKA-Gruppe für das gesamte Pflegepaket einschließlich präoperativer Computertomographie, TKA-Krankenhausaufenthalt und Entlassung Anordnung. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass Patienten, die mit einem CIM-Implantat behandelt wurden, deutlich niedrigere Transfusionsraten und geringere UE-Raten aufwiesen als Patienten, die mit OTS-Implantaten behandelt wurden. Patienten, die mit einem CIM-Implantat behandelt wurden, zeigten einen Trend zu einer kürzeren Verweildauer (LOS) und einer besseren Entlassungsbereitschaft als Patienten im OTS-Arm. Diese verbesserten Ergebnisse für die CIM-Gruppe wurden ohne einen Anstieg der Krankenhauskosten erzielt. Sie gaben an, dass zukünftige Studien erforderlich seien, um die potenziellen Krankenhauseinsparungen zu untersuchen, die mit einer geringeren Bestandsverwaltung und Einsparungen bei den Sterilisationskosten mit dem CIM-Implantat in einer Einzelverpackung verbunden seien.

Die Autoren gaben an, dass diese Analyse mehrere Einschränkungen aufweist, die eine Diskussion rechtfertigen. Erstens wurde für diese Analyse eine retrospektive Studie an einer einzigen Einrichtung mit einem einzigen Chirurgen verwendet. Bei der Extrapolation der klinischen Ergebnisse auf andere Anbieter ist Vorsicht geboten. Es sollte jedoch darauf hingewiesen werden, dass die Verzerrung der retrospektiven Studie aufgrund der konsekutiven Art der Patientenrekrutierung und des konsistenten Patientenmanagements zwischen beiden Studienarmen verringert wurde. Darüber hinaus spiegeln einige der klinischen Ergebnisse im CIM-Studienzweig möglicherweise eine Lernkurve wider, die mit der Verwendung eines neuen Implantatgeräts verbunden ist, und die Ergebnisse, insbesondere die Operationszeit, können widerspiegeln, wie die Chirurgen den Umgang mit dem Gerät erlernen. Eine weitere Einschränkung bestand darin, dass die Studienpopulation (248 Krankenhausaufenthalte) die Möglichkeit begrenzte, für einige Ergebnismaße statistische Signifikanz zu erreichen. Dennoch hätten nahezu alle beobachteten Ergebnistrends bei mehr Studienpatienten und der gleichen beobachteten Varianz in der Studie eine Signifikanz erreicht. Eine dritte Einschränkung bestand darin, dass die Krankenhauskosten anhand der in Rechnung gestellten Gebühren geschätzt wurden. Dabei handelte es sich jedoch um einen gut etablierten Ansatz zur Kostenschätzung, und es war unwahrscheinlich, dass der zur Kostenschätzung verwendete Ansatz die Kosten für die Behandlung von Patienten in beiden Studiengruppen durchweg über- oder unterschätzte. Schließlich könnte die verstärkte Fokussierung auf die Entlassungsplanung während des Studienzeitraums einige der beobachteten Unterschiede im Anteil der Patienten erklären, die im CIM-Studienzweig in die häusliche oder häusliche Krankenpflege entlassen wurden. Diese Einschränkung wurde jedoch durch die Tatsache verschoben, dass alle Patienten von demselben Chirurgen behandelt und entlassen wurden.

Li et al. (2017) stellten fest, dass TKR bei Patienten mit Kniegelenksarthritis im Endstadium durchgeführt wurde, um Schmerzen zu lindern und Funktionen zu verbessern. Bei den meisten Patienten mit Kniegelenkersatz können zufriedenstellende Kniefunktionen erreicht werden; Der Bewegungsbereich des implantierten Knies ist jedoch variabel. Es gibt viele Ausführungen von TKR-Implantaten; Einige Forscher haben vorgeschlagen, dass maßgeschneiderte Implantate eine bessere Option für Patienten darstellen könnten. Derzeit kann das 3D-Kniemodell eines Patienten mithilfe von Bildverarbeitungstechniken aus Daten der Magnetresonanztomographie (MRT) oder der Computertomographie (CT) erstellt werden. Die Kniemodelle können für das PSI-Design, die biomechanische Analyse und die Erstellung von Knochenschneideführungsblöcken verwendet werden. Forscher haben mit TKR ein patientenspezifisches Modell des Bewegungsapparats der unteren Gliedmaßen entwickelt, und die Modelle können zur Vorhersage von Muskelkräften, Gelenkkräften auf Kniekondylen und dem Verschleiß von tibialen Polyethyleneinsätzen verwendet werden. Diese verfügbaren Techniken ermöglichen die Herstellung maßgeschneiderter Implantate für einzelne Patienten. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass ein maßgeschneidertes TKR-Implantat das Potenzial hat, die Kniekinematik und die Kniefunktionen des Patienten im Vergleich zu handelsüblichen TKR-Implantaten erheblich zu verbessern. Es müssen jedoch noch weitere Studien durchgeführt werden, um das maßgeschneiderte TKR-Implantat für Patienten verfügbar zu machen.

Maßgeschneiderte unikompartimentelle Knieendoprothetik

Fitz (2009) beschrieb die Operationstechnik mit einer patientenspezifischen unikompartimentellen Knieendoprothetik (UKA) zur Oberflächenerneuerung. Das patientenspezifische Implantat wird derzeit auf Basis von Daten der präoperativen Computertomographie (CT) konzipiert. Das Implantat wird mit einem Satz patientenspezifischer Einweg-Schneidevorrichtungen geliefert. Biomechanische und anatomische Achsen werden anhand eines Scans der Hüfte, des Knies und des Knöchels in Vorrichtungen berücksichtigt, wodurch eine effektive Vornavigation der Schnittebenen erreicht wird, ohne dass ein Navigationssystem erforderlich ist. Die Operationstechnik wird auf 5 einfache, reproduzierbare Schritte reduziert. Nach der Entfernung des Gelenkknorpels wird das Knie ausbalanciert, um das richtige Ausmaß der Tibiaresektion zu bestimmen; Anschließend erfolgt die Vorbereitung des Femurs, die Überprüfung des Gleichgewichts und der Vorbereitung der Tibia sowie die Erprobung und Zementierung des Implantats. Die Einführung personalisierter dreidimensionaler (3-D) bildgestützter Oberflächenerneuerungsimplantate sowie personalisierter Einweginstrumente hat das Potenzial, die gängige chirurgische Praxis der unikompartimentellen Knieendoprothetik zu verändern. Patientenspezifische Implantate zur Oberflächenerneuerung ermöglichen einen femoralen knochenerhaltenden Ansatz und verbessern die kortikale Knochenunterstützung an der Tibia, wodurch kritische Designbeschränkungen kommerzieller Standardimplantate überwunden werden. Der Autor kam zu dem Schluss, dass patientenspezifische Oberflächenerneuerungsimplantate die normale Anatomie, die Position der Gelenklinie und die normale Gelenkfunktion wiederherstellen können, mit dem Potenzial, zu einer normaleren Kniekinematik zu führen.

Mahoney und Kinsey (2010) gaben an, dass in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit auf den Überhang der Femurkomponente bei der Knieendoprothetik (TKA) gerichtet wurde. Diese Forscher beschrieben die Prävalenz des Überhangs der Femurkomponente bei Männern und Frauen nach TKA, um Risikofaktoren für einen Überhang zu identifizieren und zu untersuchen, ob der Überhang mit postoperativen Knieschmerzen oder einem eingeschränkten Bewegungsumfang (ROM) verbunden ist. Der Überhang der Femurkomponente wurde intraoperativ während 437 Implantationen derselben Art von TKA-Prothese gemessen. Der Metallüberstand über die Knochenschnittkante hinaus wurde in Millimetern in der Mitte von 10 Zonen nach dauerhafter Fixierung des Implantats gemessen. Faktoren, die eine überhängende Passform vorhersagen, wurden identifiziert und die Auswirkung des Überhangs auf postoperative Schmerzen und Beugung untersucht. Bei 40 % (71) von 176 Knien bei Männern und 68 % (177) von 261 Knien bei Frauen trat in mindestens einer Zone ein Überhang von mehr als oder gleich 3 mm auf, am häufigsten in den lateralen Zonen 2 (anterior-distal) und 3 (distal). Weibliches Geschlecht, geringere Körpergröße und größere Femurkomponenten waren in multivariaten Modellen ein starker Hinweis auf einen größeren Überhang. Ein Überhang der Femurkomponente von mehr als oder gleich 3 mm in mindestens einer Zone war 2 Jahre nach der Operation mit einem fast zweifach erhöhten Risiko für Knieschmerzen verbunden, die schwerer als gelegentlich oder leicht waren (Odds Ratio [OR]: 1,9; 95). %-Konfidenzintervall [KI]: 1,1 bis 3,3). Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass in dieser Serie ein Überhang der Femurkomponente weit verbreitet war, der bei Frauen häufiger und schwerwiegender auftrat, und dass die Prävalenz und das Ausmaß des Überhangs mit der Größe der Femurkomponente bei beiden Geschlechtern zunahmen. Ein Überhang der Femurkomponente von mehr als oder gleich 3 mm verdoppelte die Wahrscheinlichkeit klinisch bedeutsamer Knieschmerzen zwei Jahre nach der TKA etwa.

Die Autoren gaben an, dass zu den Einschränkungen dieser Studie ihr retrospektives Design, die Beschränkung auf ein einziges Gerät und eine einzige Operationstechnik sowie das Fehlen formal validierter, differenzierterer Ergebnisinstrumente gehörten. Es war nicht bekannt, wie nahe die beobachtete Prävalenz des Überhangs derjenigen der Allgemeinbevölkerung aller Patienten mit TKAs kam; Allerdings war das distale Seitenverhältnis der in dieser Studie verwendeten Femurkomponente dem mehrerer anderer weit verbreiteter Designs ähnlich. Statistische Modelle und zurechenbare Risikoberechnungen waren von Natur aus theoretisch und weisen Einschränkungen auf; Es ist nicht bekannt, wie genau diese Ergebnisse und Beobachtungen den Zustand der Allgemeinbevölkerung widerspiegelten, und die Bewertung der klinischen Bedeutung war letztlich ein subjektiver Prozess.

Koeck et al. (2011) stellten fest, dass die Implantatpositionierung und die Knieausrichtung zwei Hauptziele einer erfolgreichen UKA sind. In dieser prospektiven Studie wurden die radiologischen Ergebnisse nach 32 patientenspezifischen unikompartimentellen Knieendoprothetiken mit medialer Oberflächenerneuerung dargelegt. Mittels standardisierter prä- und postoperativer Röntgenaufnahmen des Knies in streng antero-posteriorer (AP) und lateraler Ansicht, AP-Aufnahmen von langen Beinen unter Belastung sowie präoperativen CT-basierten Planungszeichnungen erfolgt eine Analyse der Implantatpositionierung und des Beins Es wurde eine Achskorrektur durchgeführt. Der mittlere präoperative koronale femoro-tibiale Winkel wurde von 7° auf 1° korrigiert (p < 0,001). Der präoperative mediale proximale Tibiawinkel von 87° wurde auf 89° korrigiert (p < 0,001). Die präoperative Tibianeigung von 5° konnte beibehalten werden. Das Ausmaß des dorsalen Femurschnitts entsprach dem im CT-basierten Planungsleitfaden vorgegebenen Zielwert von 5 mm. Die durchschnittliche Passgenauigkeit der Tibiakomponente betrug 0 mm in AP und +1 mm in mediolateraler Projektion. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass eine patientenspezifische UKA mit festem Lager die Beinachse zuverlässig wiederherstellen, einen medialen proximalen Tibiawinkel von 90° erreichen, eine Fehlpositionierung des Implantats vermeiden und eine maximale Tibiaabdeckung gewährleisten kann. Dies war eine relativ kleine Studie (n = 32); Die Dauer der Nachbeobachtung war unklar.

Sinha (2012) stellte fest, dass die Effizienz chirurgischer Eingriffe Zeit und Geld spart und medizinische Komplikationen verringern kann. Im Operationssaal (OP) gibt es mehrere Ursachen für Ineffizienz, sowohl präoperativ als auch intraoperativ. Die bei der Knieendoprothetik (TKA) verwendeten Instrumente sind häufig überflüssig. Maßgeschneiderte Instrumente und Implantate können die Effizienz verbessern, indem sie die Schritte reduzieren. Weitere Vorteile können eine verbesserte Ausrichtung und Kinematik sein. Der Autor ging auf die verschiedenen Ursachen der Ineffizienz ein, machte Vorschläge zu deren Überwindung und stellte das Konzept maßgeschneiderter Führungen und Implantate als Methode zur Effizienzsteigerung vor. Der Autor kam zu dem Schluss, dass neben dem offensichtlichen Vorteil der Kosten- und Ressourceneinsparung ein zusätzlicher Vorteil in einer verbesserten Genauigkeit und möglicherweise besseren Ergebnissen bestehen könnte; Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um diese Möglichkeiten zu bestätigen.

Carpenter et al. (2014) stellten fest, dass ein schlechter Sitz der Tibiakomponente zu Problemen wie Schmerzen, Lockerung und Senkung führen kann. Morphometrische Daten von 30 Patienten, die sich einer UKA unterzogen, wurden verwendet; Vergleich von Größe, Übereinstimmung und Passform zwischen patientenspezifischen und handelsüblichen Implantaten; Es wurden prospektiv CT-Bilder angefertigt und Implantate im CAD modelliert, wobei Größenvorlagen mit handelsüblichen und CAD-Designs mit patientenspezifischen Implantaten verwendet wurden. Es wurde eine virtuelle Operation durchgeführt, die die Abdeckung des Tibiaplateaus maximierte und gleichzeitig den Implantatüberhang minimierte. Bei jedem Implantat wurde die Passform der Tibia untersucht. Patientenspezifische Implantate boten im Vergleich zu handelsüblichen Implantaten eine deutlich größere Abdeckung der Kortikalisrandoberfläche: 77 % gegenüber 43 % medial und 60 % gegenüber 37 % lateral. Bei patientenspezifischen Implantaten wurden deutlich weniger Überhänge und Unterabdeckungen des Kortikalisrandes beobachtet. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass patientenspezifische Implantate eine bessere Abdeckung und Passform des kortikalen Knochens bieten und gleichzeitig den Überhang und die Unterabdeckung minimieren, die bei handelsüblichen Implantaten auftreten.

Ivie et al. (2014) gaben an, dass patientenspezifische Anleitungen die Ausrichtung der Gliedmaßen und die Implantatpositionierung bei TKA verbessern können, obwohl nicht alle Studien diesen Nutzen bestätigt haben. Diese Forscher verglichen die Röntgenaufnahmen von 100 nacheinander durchgeführten patientenspezifischen Knie-Totalendoprothesen mit denen einer ähnlichen Gruppe, der stattdessen herkömmliche Instrumente implantiert worden waren. Die patientenspezifische Gruppe zeigte eine genauere Reproduktion der theoretisch idealen mechanischen Achse mit weniger Ausreißern, aber die Implantatpositionierung war zwischen den Gruppen vergleichbar. Der Odds-Ratio-Vergleich ergab, dass die patientenspezifische Gruppe im Vergleich zur Standardkontrollgruppe mit 1,8-facher Wahrscheinlichkeit innerhalb der gewünschten +3° von der neutralen mechanischen Achse lag. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass diese Ergebnisse darauf hindeuten, dass patientenspezifische Führungen bei TKA im Vergleich zu standardmäßigen intramedullären Instrumenten eine zuverlässige Reproduktion der mechanischen Achse der Gliedmaßen ermöglichen könnten.

In einer Kohortenstudie untersuchten Schwarzkopf et al. (2015), ob zwischen patientenspezifischen Implantaten ein signifikanter Unterschied in der Operationszeit, dem intraoperativen Blutverlust, dem postoperativen Bewegungsumfang (ROM) und der Verweildauer (LOS) besteht (PSIs) und konventionelle TKA. Eine aufeinanderfolgende Serie von 621 TKA-Patienten, 307 mit PSIs und 314 mit konventionellen Implantaten, wurde untersucht. Unterschiede im geschätzten Blutverlust, LOS, ROM und Operationszeit/Tourniquet-Zeit zwischen den beiden Kohorten wurden analysiert. Die lineare Regressionsanalyse zeigte, dass PSI den geschätzten Blutverlust um 44,72 ml verringerte (p < 0,01), die LOS um 0,39 Tage verringerte (p < 0,01), den postoperativen ROM um 3,90° verringerte (p < 0,01) und einen vernachlässigbaren Unterschied aufwies Operations- und Tourniquetzeit. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die Verwendung von PSI mit einem verringerten geschätzten Blutverlust, einem verringerten LOS, einem verringerten ROM und keinem erkennbaren Unterschied in der Operations- oder Tourniquet-Zeit verbunden war, was allesamt wahrscheinlich keine klinisch signifikante Bedeutung hat; Zukünftige Studien sind erforderlich, um die Lebensqualität (QOL) und die vom Patienten berichteten funktionellen Ergebnismessungen zwischen den beiden Kohorten zu untersuchen. Evidenzgrad = III.

Patil et al. (2015) gaben an, dass fast 14 % bis 39 % der TKA-Patienten Unzufriedenheit angaben, die zu einer unvollständigen Rückkehr der Funktion führte. Diese Forscher schlugen vor, dass die Kinematik von Knien, denen patientenspezifische Prothesen unter Verwendung patientenspezifischer Schnittführungen implantiert wurden, eher normal wäre. Insgesamt 18 passende untere Gliedmaßen von Leichen wurden nach dem Zufallsprinzip zwei Gruppen zugeordnet: Gruppe A wurden mit patientenspezifischen Implantaten unter Verwendung patientenspezifischer Schnittführungen implantiert; Gruppe B, das kontralaterale Knie, wurde mit einem Standarddesign unter Verwendung von Schnittführungen für die intramedulläre Ausrichtung implantiert. Die Kniekinematik wurde auf einem dynamischen Oxford-Kniegerät mit geschlossener kinetischer Kette gemessen, wobei eine tiefe Kniebeuge simuliert wurde, und auf einem passiven Gerät, bei dem die Varus-Valgus-Laxität getestet wurde. Der Unterschied zur normalen Kinematik war bei Gruppe A geringer als bei Gruppe B bei aktivem Femur-Rollback, aktiver tibiofemoraler Adduktion und bei passiver Varus-Valgus-Laxität. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass diese Ergebnisse die Hypothese stützen, dass Knie mit patientenspezifischen Implantaten eine Kinematik erzeugen, die der normalen Kniekinematik ähnlicher ist als Standard-Kniekonstruktionen. Sie stellten fest, dass die Wiederherstellung der normalen Kinematik die Funktion und Patientenzufriedenheit nach einer Knieendoprothetik verbessern kann.

Zeller et al. (2017) untersuchten, ob die Verbesserung des Implantatdesigns durch maßgeschneiderte TKA die kinematische Funktion verbessert. Mithilfe modernster mobiler Fluoroskopie wurde die Tibio-Femoral-Kinematik bei 24 Probanden mit individuell angefertigter (CIM) kreuzbanderhaltender TKA und bei 14 Probanden mit einer asymmetrischen kondylären kreuzbanderhaltenden TKA analysiert. Die Probanden führten unter Belastung eine tiefe Kniebeuge und ein Aufstehen aus der Sitzposition durch. Bei jedem Patienten wurde der Bewegungsspielraum bei Belastung, die femoro-tibiale Translation, die femoro-tibiale Axialrotation und das Auftreten eines Kondylenabhebens untersucht. Bei Probanden mit einer CIM-TKA kam es im Vergleich zum herkömmlichen TKA-Design mit hinterer Kreuzbandretention (PCR) zu einer stärkeren Beugung des Knies unter Belastung. Während der Beugung zeigten die CIM-TKA-Probanden durchweg ein stärkeres Zurückrollen des hinteren Femurs als die traditionellen PCR-TKA-Probanden. Es wurde festgestellt, dass die CIM-TKA im Vergleich zur herkömmlichen PCR-TKA eine statistisch größere axiale Rotation aufweist (p = 0,05). Bemerkenswert ist, dass nur bei den CIM-TKA-Patienten eine femorale Innenrotation bei voller Streckung auftrat, wie sie bei einem normalen Knie zu beobachten ist. Im Vergleich zur herkömmlichen PCR-TKA zeigten die CIM-TKAs nur minimale Vorkommnisse von paradoxem Gleiten und umgekehrter Rotation während der Beugung und Streckung. Die CIM-TKA-Probanden zeigten im Vergleich zu den traditionellen PCR-Probanden ein minimales Lift-off und daher eine bessere Stabilität in der frühen bis mittleren Flexion. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die CIM-TKA eine Kinematik aufwies, die eher der eines normalen Knies ähnelte; daher; Die Verwendung maßgeschneiderter Implantattechnologie durch CIM-TKA-Designs bot Vorteile, einschließlich einer normaleren Bewegung im Vergleich zu einer herkömmlichen PCR-TKA.

Eine Bewertung des Ludwig Boltzmann Institute for Health Technology Assessment von maßgeschneiderten oder anpassbaren 3D-gedruckten Implantaten und Schnittführungen (2019) kam zu dem Schluss: „3D-gedruckte maßgeschneiderte oder anpassbare Implantate und Schnittführungen werden derzeit am häufigsten im Knie- und Kieferbereich eingesetzt und Schädelchirurgie. Nachweise von sehr geringer oder geringer Qualität zeigen signifikante Unterschiede in der Präzision, sowohl im Hinblick auf Fehlstellungen als auch Abweichungen zwischen der 3D-gedruckten Technologie und der Standardinstrumentierung in der Knieendoprothetik. Nachweise von höherer Qualität sind erforderlich, um diese signifikanten Ergebnisse zu validieren und endgültig zu ziehen Schlussfolgerungen. Es können keine eindeutigen Schlussfolgerungen zur Unterkieferrekonstruktion und Kranioplastik gezogen werden, da keine Ergebnisse signifikant zugunsten einer der beiden Technologien ausfielen. Es können keine Aussagen zu langfristigen Sicherheitsergebnissen gemacht werden.“

Kompatibles Knieimplantat

Wang et al. (2018) gaben an, dass neuere TKR-Designs mit dem Ziel auf den Markt gebracht wurden, häufige Größenprobleme bei älteren TKR-Designs zu überwinden. Da darüber hinaus ein beträchtlicher Prozentsatz der Patienten mit Osteoarthritis (OA) neben dem Patellofemoralgelenk auch eine Erkrankung aufweist, die auf das mediale/laterale Kniekompartiment beschränkt ist, steht für sie ein maßgeschneiderter bikompartimenteller Knieersatz (BKR) als Therapieoption zur Verfügung . Bisher gibt es nur sehr wenige Informationen über die Kniekraft und die Gangmechanik von Patienten, denen diese modernen TKR- und BKR-Designs implantiert wurden. Diese Forscher bewerteten die Kniekraft und die Mechanik beim Gehen bei Patienten mit entweder einem modernen handelsüblichen TKR oder einem maßgeschneiderten BKR und verglichen diese Ergebnisse mit einer Kohorte gesunder Kontrollpersonen. An der Studie nahmen insgesamt 12 gesunde Kontrollpersonen, 8 BKR- und 9 TKR-Patienten teil. Die maximale isometrische Kniekraft wurde bewertet; Für das ebene Gehen wurden 3D-kinematische und kinetische Analysen durchgeführt. Das TKR-Knie wies im Vergleich sowohl zum BKR- als auch zum Kontrollglied ein geringeres maximales Streckdrehmoment auf (p < 0,05). Das TKR-Knie hatte im Stand ein geringeres Streckmoment als das BKR- und das Kontrollknie (p < 0,05). Sowohl das BKR- als auch das Kontrollknie zeigten im Stand eine größere Innenrotation als das TKR-Knie (p < 0,05). Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die Ergebnisse dieser Studie nahelegen, dass die Verwendung eines maßgeschneiderten BKR-Implantats bei Patienten mit isolierter Arthrose des Tibiofemoralgelenks eine praktikable Therapieoption darstellt und zu überlegenen mechanischen Vorteilen beitragen kann.

Die Autoren gaben an, dass es mehrere Nachteile gebe, die bei der Interpretation dieser Ergebnisse berücksichtigt werden müssten. Die Stichprobengröße der Teilnehmer in jeder Gruppe war kleiner als in den typischen Folgestudien, die über funktionelle und klinische Endpunkte berichteten. Obwohl die Stichprobengröße eine wichtige Rolle bei der Interpretation der Ergebnisse spielte, waren die Autoren aufgrund ihrer Erfahrung mit der Durchführung solcher Studien davon überzeugt, dass die gewählte Stichprobengröße ausreichend war, um Schlussfolgerungen aus ihren Analysen ziehen zu können. Darüber hinaus konnten sie in jedem Teil der Studie eine ähnliche Stichprobengröße aufrechterhalten. Dies sollte etwaige Verzerrungen aufgrund der Stichprobengröße in einem Studienarm verringern. Obwohl die Teilnehmer der Kontrollgruppe jünger waren und einen kleineren BMI hatten als die anderen Gruppen, stimmten die beiden Patientengruppen hinsichtlich Alter, Masse und Größe überein. Diese Forscher waren davon überzeugt, dass jeder daraus resultierende Vorteil sich gleichermaßen auf die Implantatgruppen auswirken würde, sodass Vergleiche zwischen den Implantatgruppen relevant wären und dennoch einen Kontext zu ihrem Vergleich mit gesunden Kontrollpersonen lieferten. Im Idealfall hätten die Autoren die Patienten gerne vor und nach der Operation getestet und die Ergebnisse mit dem Patienten als ihrer eigenen Kontrolle verglichen. Dies würde jedoch bedeuten, dass Patienten mit Arthrose im Endstadium getestet werden müssten, was nach Ansicht der Autoren keinen eindeutigen Vergleich mit gesunden Kontrollpersonen ermöglichen würde. Schließlich waren in dieser Studie aufgrund des querschnittlichen Studiendesigns keine präoperativen Knee Society-Scores und Ganganalysedaten der Patienten verfügbar. Sie gingen jedoch davon aus, dass der Zustand ihrer Patienten vor der Operation dem Zustand der Patienten in anderen prospektiven Studien ähnelte, in denen funktionelle Verbesserungen nach Kniegelenkersatz untersucht wurden. In diesen Studien lagen die kombinierten Knee-Society-Scores der Patienten bei nahezu 100 und der Bewegungsbereich des Knies betrug etwa 120° [19, 20, 21, 22]. Im Allgemeinen leiden Patienten mit Kniearthrose im Endstadium unter Gelenkschmerzen und Steifheit, was zu funktionellen Einschränkungen bei der Ausführung alltäglicher Aktivitäten wie Gehen, Treppensteigen und Aufstehen aus dem Sitzen führt. Die Autoren entschieden sich für den KOS-ADL, weil er ein wirksames Instrument zur Messung von Funktionseinschränkungen im Zusammenhang mit pathologischen Erkrankungen des Knies ist. Allerdings verabreichten die Autoren das KOS-ADL nur während des postoperativen Laborbesuchs der Patienten. Wenn der KOS-ADL-Score idealerweise vor der Operation ermittelt worden wäre, wäre es möglich gewesen, zu quantifizieren, wie viel funktionelle Verbesserung zum Zeitpunkt der postoperativen Labortests erzielt wurde.

Tammachote et al. (2018) stellten fest, dass ein maßgeschneiderter Schneidblock (CCB) entwickelt wurde, um die genaue Ausrichtung von Knieprothesen während einer Knieendoprothetik (TKA) sicherzustellen. Angesichts des Mangels an CCB-Wirksamkeitsdaten verglichen diese Forscher CCB mithilfe einer randomisierten kontrollierten Studie (RCT) mit einer herkömmlichen Schnittführung. Insgesamt 108 osteoarthritische Kniepatienten, die sich einer TKA durch einen erfahrenen Chirurgen unterzogen, wurden randomisiert einer CCB-Operation (n = 54) oder einer konventionellen Schneidinstrumentenoperation (CCI) (n = 54) zugeteilt. Die primären Ergebnisse waren die Ausrichtung der Gliedmaßen, die Position der Prothesen und die Operationszeit. Die sekundären Ergebnisse waren hämodynamische Veränderungen nach der Operation, funktionelle Ergebnisse (modifizierter Western Ontario und McMaster University Osteoarthritis Index) und ROM 2 Jahre nach der Operation. Der mittlere Hüft-Knie-Knöchel-Winkel in der CCB-Gruppe betrug 179,4° ± 1,8° gegenüber 179,1° ± 2,4° in der CCI-Gruppe, Δ = 0 (95 %-Konfidenzintervall [CI]: -0,6 bis 1,1, p = 0,55). Die mittlere Operationszeit war im CCB-Arm kürzer: 93 ± 12 gegenüber 104 ± 12 Minuten, Δ = 11 (95 %-KI: -16,7 bis -7,2, p < 0,0001). Es gab keine Unterschiede in den hämodynamischen Parametern, dem mittleren Blutverlust (446 [CCB] gegenüber 514 ml [CCI], Δ = -68 [95 % KI: -138 bis 31 ml, p = 0,21]), postoperativen Hämoglobinveränderungen, Inzidenz von Hypotonie (systolischer Blutdruck unter 90 mmHg), Oligurie und Bluttransfusionsraten. Funktionelle Ergebnisse und ROM waren ebenfalls ähnlich. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass es keine Verbesserung der Ausrichtung, der hämodynamischen Veränderungen, des Blutverlusts und der Kniefunktionsergebnisse gab; CCB verkürzte die Operationszeit in dieser Kohorte um 11 Minuten. Diese Forscher gaben an, dass die Kosteneffizienz von CCB weiter untersucht werden sollte.

Khosravipour et al. (2018) stellten fest, dass Kontaktdruck und Belastungen auf der Gelenkfläche der Tibiakomponente eines TKR in direktem Zusammenhang mit den Gelenkkontaktkräften und der Kontaktfläche stehen. Diese Belastungen können zu Verschleiß und Ermüdungsschäden des ultrahochmolekularen Polyethylens führen. Daher ist die Durchführung einer Spannungsanalyse an einem neu entwickelten oberflächengeführten Knieimplantat erforderlich, um das Design im Hinblick auf den Polyethylenverschleiß zu bewerten. Mithilfe der Finite-Elemente-Modellierung wird die Leistung des Entwurfs beim ebenen Gehen, Treppensteigen und Hocken analysiert. Für die Tibia-Komponente wurden zwei verschiedene Materialmodelle verwendet, um die Auswirkung der Materialeigenschaften auf die Spannungsverteilung zu bewerten. Die Anpressdruckergebnisse der Finite-Elemente-Analyse wurden mit den Ergebnissen des Anpressdrucks unter Verwendung von druckempfindlichen Filmtests verglichen. In beiden Analysen blieb der durchschnittliche Kontaktdruck unter den Materialgrenzen der Einlage aus ultrahochmolekularem Polyethylen. Die Spitzenspannungen von Mises bei 90° Beugung und 120° Beugung (Hocken) betragen 16,28 bzw. 29,55 MPa. Alle Spitzenspannungen lagen unter der Ermüdungsbruchgrenze von Polyethylen mit ultrahohem Molekulargewicht, die bei 32 MPa lag. Der durchschnittliche Kontaktdruck während 90° und 120° Beugung beim Hocken betrug 5,51 und 5,46 MPa gemäß der Finite-Elemente-Analyse und 5,67 und 8,14 MPa gemäß dem druckempfindlichen Filmexperiment. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass maßgeschneiderte oberflächengeführte Knieimplantate darauf abzielen, die Einschränkungen bei Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL) nach TKR zu beseitigen, indem sie eine nahezu normale Kinematik bieten. Das vorgeschlagene Knieimplantatmodell lieferte Bewegungsmuster, die dem natürlichen Ziel viel näher kamen, insbesondere da sich das Knie beim Hocken stärker beugt. Diese Laborergebnisse müssen im klinischen Umfeld validiert werden.

Levengood und Dupee (2018) ermittelten die Genauigkeit eines individuell angefertigten Knie-Totalimplantats, das in Verbindung mit patientenspezifischen Schnittführungen zur Wiederherstellung der mechanischen Achsenausrichtung der Koronalebene mithilfe computergestützter Chirurgie (CAS) verwendet wurde. Eine aufeinanderfolgende Serie von 63 TKA-Patienten wurde prospektiv mit intraoperativem CAS untersucht. Die patientenspezifischen Instrumente und Implantate wurden mithilfe eines präoperativen CT-Scans erstellt; Bei allen Patienten wurde das CAS-System verwendet, um die mechanische Ausrichtung zu bestimmen. Knochenschnitte wurden mit den patientenspezifischen Instrumenten durchgeführt. Sowohl die Knochenschnitte als auch die endgültige koronale mechanische Ausrichtung wurden mithilfe des Navigationssystems für die Beurteilung aufgezeichnet. Die patientenspezifischen Instrumente und Implantate sorgten bei 53 Patienten für eine perfekte neutrale koronale mechanische Ausrichtung (0°). Bei den übrigen 10 Patienten lag die Ausrichtung nach der Operation innerhalb von  ± 2° neutral. Die durchschnittliche präoperative Deformität betrug 5,57° gegenüber 0,18° postoperativ (p < 0,0001). Der mittlere Korrekturwinkel betrug 5,68°. Kein Patient hatte postoperative Streckdefizite, gemessen mit CAS (7,50° präoperativ bei 40/63 Patienten). Maßgeschneiderte, individuell angefertigte Knietotalimplantate mit patientenspezifischen Schneidvorrichtungen zeigten in dieser Studie Ergebnisse, die mit denen von CAS-Systemen vergleichbar waren. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass diese Technologie die neutrale koronale mechanische Achse sehr genau wiederherstellte und gleichzeitig einzigartige Vorteile wie eine verbesserte Implantatpassung und die Wiederherstellung der J-Kurven des Patienten bot, die weiterer Untersuchungen bedürfen.

Die Autoren gaben an, dass die Verwendung eines CAS als Referenz für die Messungen der mechanischen Achse vor und nach der Implantation einer der Nachteile dieser Studie sein könnte. Die aus CAS resultierenden Messungen hingen von den registrierten Daten ab und die Daten können falsch sein, wenn die ursprüngliche Registrierung nicht korrekt war. Allerdings wird CAS häufig während chirurgischer Eingriffe zum Ausrichten von Implantatkomponenten verwendet. Darüber hinaus wurde der Hauptautor in der Verwendung von CAS geschult und hat diese vor der Verwendung in dieser Studie in mehr als 600 Operationen eingesetzt. Die Autoren waren der Ansicht, dass dies eine mildernde Auswirkung auf Registrierungsfehler hatte. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass CAS-Systeme genauer sind als Röntgen- und CT-Messungen und verhindern, dass der Patient zusätzlicher ionisierender Strahlung ausgesetzt wird. Ein weiterer Nachteil dieser Studie war die Tatsache, dass diese Studie mit einer Stichprobengröße durchgeführt wurde, die kleiner war als das durchschnittliche Volumen eines orthopädischen Chirurgen im analysierten Zeitfenster, obwohl sie mit ähnlichen zuvor veröffentlichten Studien vergleichbar war. Dies könnte als limitierender Faktor für die Durchführung der Studie angesehen werden. Dennoch handelte es sich um nacheinander rekrutierte Patienten in einer Sportmedizinpraxis, und die Ergebnisse dieser Studie zeigten, dass die Ergebnisse in hohem Maße reproduzierbar waren; Daher erwarteten diese Forscher keine Abweichung von den aktuellen Ergebnissen durch eine Erhöhung der Stichprobengröße. Außerdem war die für diese Studie verwendete Stichprobengröße vergleichbar mit zuvor veröffentlichten Berichten zur mechanischen Ausrichtung mithilfe von CAS. Im Rahmen der Studiendatenerfassung wurde die Ausrichtung der Oberschenkel- und Schienbeinknochen in der Sagittalebene vor und nach der Implantation nicht erfasst. Die Varus/Valgus-Ausrichtung von Femur und Tibia vor der Operation wurde nicht beurteilt. Das Ziel unserer Studie bestand darin, das iJig-System zu bewerten, das in Verbindung mit dem iTotal-Implantat zur Reproduktion der gesamten mechanischen Ausrichtung der Koronalebene nach der Implantation verwendet wird, und die Fähigkeit des Systems, den Patienten wieder in die volle Streckung zu versetzen. Diese Daten wurden in der Studie präsentiert. Zukünftige Studien, die die sagittale Ausrichtung in Verbindung mit der koronalen Ausrichtung mithilfe dieser Vorrichtungen untersuchen, werden ein tieferes Verständnis für die Fähigkeit des iJig-Systems liefern, die sagittale und koronale Ausrichtung nach der Operation wiederherzustellen. Schließlich umfasste die Studie keine Kontrollgruppe, die einen direkten Vergleich der Ergebnisse ermöglicht hätte. Es gab mehrere Studien, in denen die Verwendung patientenspezifischer Instrumentierungsblöcke in Verbindung mit handelsüblichen Implantaten untersucht wurde. Die Autoren hielten den Vergleich ihrer Ergebnisse mit den in diesen Manuskripten dargestellten Ergebnissen für ein angemessenes Kriterium für den Vergleich der Ergebnisse mit dem maßgeschneiderten Implantat, das mit der iJigs-Plattform verwendet wurde. Darüber hinaus gaben sie an, dass es wichtig sei anzumerken, dass viele dieser Studien die Verwendung patientenspezifischer Vorrichtungen untersuchten, die mittels MRT-Bildgebung hergestellt wurden. Die in dieser Studie untersuchten patientenspezifischen Vorrichtungen wurden mittels Computertomographie (CT) hergestellt. Die Unterschiede in den Bildgebungsmodalitäten wurden in dieser Studie nicht untersucht.

Koh et al. (2018) untersuchten das Post-Cam-Design mittels Finite-Elemente-Analyse, um die normalsten Kniemechaniken zu bewerten. Diese Forscher entwickelten fünf verschiedene 3D-Rechenmodelle einer maßgeschneiderten posterior-stabilisierten (PS) TKA mit identischen Oberflächen mit Ausnahme der Post-Cam-Geometrie. Dazu gehörten flache und flache, gebogene (konkave), gebogene (konkave und konvexe), spiralförmige und asymmetrische Post-Nocken-Designs. Diese Forscher verglichen die Kinematik, Seitenbandkraft und Quadrizepskraft im maßgeschneiderten PS-TKA mit 5 verschiedenen Post-Cam-Designs und im herkömmlichen PS-TKA mit denen eines normalen Knies unter Bedingungen einer tiefen Kniebeugung. Die Ergebnisse zeigten, dass das Zurückrollen des Femurs im gekrümmten (konkaven) Post-Cam-Design die normalste Kniekinematik aufwies, obwohl die Innenrotation der eines normalen Knies im spiralförmigen Post-Cam-Design am nächsten kam. Das geschwungene (konkave) Post-Cam-Design zeigte einen um 4,4 mm geringeren Femur-Rollback als das normale Knie, und das spiralförmige Post-Cam-Design zeigte eine Innenrotation von 5,6° weniger als das normale Knie. Die Kräfte des lateralen Seitenbandes und des Quadrizeps im kurvenförmigen (konkaven) Post-Cam-Design und die medialen Seitenbandkräfte im spiralförmigen Post-Cam-Design kamen denen eines normalen Knies am nächsten. Das gekrümmte (konkave) Post-Cam-Design zeigte eine um 20 % größere laterale Seitenbandkraft als ein normales Knie, und das spiralförmige Post-Cam-Design zeigte eine um 14 % höhere mediale Seitenbandkraft als ein normales Knie. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die Ergebnisse die Variation in jedem Design zeigten, die den normalsten biomechanischen Effekt lieferte. Von den vorliegenden biomechanischen Daten wurde erwartet, dass sie nützliche Informationen zur Verbesserung des Post-Cam-Designs liefern, um die normale Kniemechanik in maßgeschneiderten PS-TKA wiederherzustellen.

Die Autoren gaben an, dass diese Studie vier Einschränkungen aufwies. Erstens repräsentierten die fünf in dieser Studie verwendeten spezifischen Post-Cam-Designs nicht alle Designmerkmale zeitgenössischer TKA. Zweitens wurde eine Simulation einer tiefen Kniebeugung durchgeführt, obwohl für eine zuverlässigere Untersuchung in Zukunft Simulationen im Zusammenhang mit anspruchsvolleren Aktivitäten (z. B. Stuhlheben, Sitzen, Treppensteigen und Treppenabsteigen) erforderlich waren. Die Simulation wurde jedoch unter einer tiefen Kniebeugebewegung durchgeführt, da sie sowohl einen weiten Bereich der Beugung und Streckung als auch eine erhebliche Muskelanstrengung um das Kniegelenk umfasste. Drittens wurden die Implantatkinematik und die Quadrizepskraft mithilfe von Computersimulationen bewertet, und dies stellte keinen vollständigen In-vivo-Zustand dar. Viertens basierte die Anatomie für das individuelle PS-Design auf nur einem Probanden und wurde praktisch in diesen implantiert. Die Verwendung von Probanden unterschiedlichen Alters würde die Validität der Ergebnisse verbessern, da die Validität auch von der Geometrie des Kniegelenks abhängt. Am wichtigsten ist, dass der mit der fachspezifischen FE-Modellgenerierung verbundene Zeit- und Rechenaufwand nicht effizient war. Diese Forscher gaben an, dass weitere Designmodifikationen an der maßgeschneiderten TKA erforderlich sind, um eine normale Kniemechanik bei Aktivitäten mit tiefer Kniebeugung zu erreichen; und zukünftige Forschung wird die Anzahl der Themen erhöhen. Darüber hinaus muss das Design zur Ersetzung der ACL-Funktion berücksichtigt werden.

Kay et al. (2018) gaben an, dass die Manipulation unter Narkose (MUA) eine Standardbehandlung für Arthrofibrose nach Knieendoprothetik (TKA) ist, mit berichteten Raten von 1,5 bis 6 %. Eine individuell angepasste TKA kann zu besseren Ergebnissen führen, wenn sie an die individuelle Anatomie des Patienten angepasst wird. Eine frühere Studie berichtete jedoch über eine inakzeptabel hohe MUA-Rate bei maßgeschneiderten TKAs. Diese Studie berichtete über die Inzidenz von MUA in einer großen Kohorte maßgeschneiderter TKAs der 2. Generation. Die Daten wurden prospektiv zu 360 ConforMIS iTotal Kreuzband-TKAs der 2. Generation gesammelt; MUA wurde bei klinisch signifikanter Arthrofibrose durchgeführt. Der Bewegungsumfang (ROM) und der New Knee Society Score (KSS) wurden 2 Jahre lang in regelmäßigen Abständen ausgewertet; 11/360 (3,05 %) Knie wurden einer MUA unterzogen; Der ROM verbesserte sich insgesamt von 115° auf 125° und bei Patienten, die sich einer MUA unterzogen, von 112° auf 122°; Die objektiven und funktionellen KSS-Scores stiegen bei MUA-Patienten von 57 auf 98 bzw. 41 auf 90 und in der gesamten Kohorte nach 2 Jahren von 65 auf 96 und 45 auf 86 (p < 0,05). Bei keinem MUA-Patienten wurde eine Revisionsoperation durchgeführt. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass maßgeschneiderte TKA mit ConforMIS iTotal-Implantaten der 2. Generation zu einer MUA-Rate führten, die mit der Literatur für alle Designs übereinstimmt. Darüber hinaus zeigten die Patienten einen signifikanten Anstieg des ROM- und Knee-Society-Scores. Darüber hinaus gaben diese Forscher an, dass die weitere Nachverfolgung an allen Standorten fortgesetzt werde. Daten aus der längerfristigen Nachbeobachtung der gesamten Kohorte sowie der Patienten, bei denen MUAs in dieser Studienpopulation aufgetreten sind, werden ein tieferes Verständnis des Gesamtüberlebens, der Patientenergebnisse und der langfristigen Auswirkungen von MUA auf Patienten, die dieses Gerät erhalten, liefern.

Die Autoren gaben an, dass zu den Nachteilen dieser Studie das Fehlen standardisierter Indikationen für eine MUA und eine unvollständige Nachbeobachtung gehörten (298 von 360 Patienten nach einem Jahr, darunter 8 von 11 Patienten, die sich einer MUA unterzogen). Patienten, die die Nachuntersuchung nach einem Jahr nicht abgeschlossen hatten, berichteten jedoch bei der 6-wöchigen oder 6-monatigen Untersuchung nicht über Probleme, die auf eine MUA hindeuten würden. Daher war es unwahrscheinlich, dass weitere Patienten in der Studie in Zukunft MUA benötigen werden.

Arbab et al. (2018) stellten fest, dass eine falsche Positionierung und Fehlausrichtung von TKA-Komponenten zu einer Lockerung des Implantats führen kann. Die Wiederherstellung der neutralen Ausrichtung des Beins ist ein wichtiger Faktor, der die Langzeitergebnisse der TKA beeinflusst. In einer retrospektiven Studie verglichen diese Forscher die mechanische Achse bei Patienten mit konventionellen und patientenspezifischen TKAs. Insgesamt wurden 232 Patienten, die sich zwischen Januar 2013 und Dezember 2014 einer TKA unterzogen hatten, eingeschlossen, um die postoperative mechanische Achse zu vergleichen; 125 Patienten erhielten eine patientenspezifische TKA (iTotal CR®, Conformis) und 107 eine konventionelle TKA (Triathlon®, Stryker). Standardisierte prä- und postoperative Standröntgenaufnahmen mit langen Beinen wurden retrospektiv ausgewertet, um die beiden Patientenkohorten zu vergleichen; Zum Vergleich standen 113 (90 %) Röntgenbilder der patientenspezifischen TKA und 88 (82 %) der konventionellen TKA zur Verfügung. Die präoperative Abweichung von der neutralen Extremitätenachse betrug 9,0° (0,1 bis 27,3°) in der patientenspezifischen TKA-Kohorte und 8,2° (0,2 bis 18,2°) in der konventionellen TKA-Gruppe. Postoperativ zeigte die patientenspezifische TKA-Gruppe eine Abweichung von 3,2° (0,1 bis 8,4°) und die konventionelle TKA-Kohorte 2,3° (0,1 bis 12,5°). Allerdings betrug die Rate der ± 3°-Ausreißer von der neutralen Extremitätenachse 16 % in der patientenspezifischen TKA-Kohorte und 26 % in der konventionellen TKA-Gruppe. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die patientenspezifische TKA im Vergleich zur herkömmlichen Technik weniger Ausreißer bei der neutralen Beinausrichtung aufwies. Darüber hinaus gaben diese Forscher an, dass potenzielle Vorteile für das Langzeitergebnis und die funktionelle Verbesserung weiterer Untersuchungen bedürfen.

Die Autoren gaben an, dass diese Studie mehrere Nachteile hatte. Erstens handelte es sich um eine retrospektive Vergleichsanalyse, weshalb eine Verzerrung der Auswahl nicht ausgeschlossen werden konnte. Zweitens haben diese Forscher nur ein patientenspezifisches Implantatdesign (PSI) bewertet und diese Ergebnisse sind möglicherweise nicht auf andere PSIs anwendbar, die derzeit im Handel erhältlich sind. Sie führten vor Beginn dieser Studie keine Leistungsanalyse durch. Drittens beschränkten sich die Ergebnisse dieser Studie auf die Koronalebene und berücksichtigten nicht die Positionierung der lateralen oder rotatorischen Komponenten, die für das langfristige Überleben von Knietotalimplantaten eine Rolle spielen könnten. Schließlich berichteten diese Forscher nicht über klinische Ergebnisse wie Schmerzen, Steifheit, Bewegungsfreiheit, Patientenzufriedenheit oder Ergebnisbewertungssysteme, was die klinische Relevanz der Ergebnisse dieser Studie einschränken könnte.

Schroeder und Martin (2019) gaben an, dass Chirurgen bei TKA häufig vor der Entscheidung stehen, den Sitz der Tibiakomponente zu maximieren und gleichzeitig eine korrekte Rotationsausrichtung zu erreichen. Maßgeschneiderte Implantate (CIMs) lösen dieses Problem, indem sie darauf abzielen, die anatomische Gelenkstruktur nachzubilden und bei der Herstellung Daten aus der patientenspezifischen Kniegeometrie zu nutzen. Diese Forscher verglichen intraoperativ die Komponentenpassung in 4 Tibiazonen eines CIM mit der von 3 verschiedenen handelsüblichen (OTS) TKA-Designs in 44 Knien. Darüber hinaus bewerteten sie die Rotationsausrichtung der Tibia mithilfe einer CT-basierten computergestützten Modellanalyse. Insgesamt zeigte das CIM-Gerät eine deutlich bessere Komponentenpassung als die OTS-TKAs. Während 18 % der OTS-Designs einen Implantatüberhang von 3 mm oder mehr aufwiesen, war dies bei keiner der CIM-Komponenten der Fall (p < 0,05). Es gab einen größeren Prozentsatz an CIMs mit optimaler Passform (weniger als oder gleich 1 mm Implantatüberhang bis weniger als oder gleich 1 mm Unterdeckung des Tibiaknochens) als bei OTS-TKAs. Außerdem zeigten OTS-Implantate einen deutlich größeren Komponentenunterhang von mindestens 3 mm als das CIM-Design (37 % gegenüber 18 %). Die Rotationsanalyse ergab, dass 45 % der OTS-Tibiakomponenten eine Rotationsabweichung von mehr als 5 Grad und 4 % von mehr als 10 Grad zu einer von Cobb et al. beschriebenen Tibiarotationsachse aufwiesen. Beim CIM wurde keine Abweichung festgestellt, da das Gerät entlang dieser Achse konstruiert wurde. Unter Verwendung des medialen Drittels des Tuberculum tibiae als Rotationsmarkierung zeigten 95 % der OTS-Schalen eine Rotationsabweichung von mehr als 5 Grad und 73 % von mehr als 10 Grad, verglichen mit 73 % der CIM-Schienbeinschalen mit mehr als 5 Grad Grad und 27 % bei mehr als 10 Grad. Basierend auf diesen Erkenntnissen gingen die Autoren davon aus, dass das CIM-TKA im Vergleich zu den drei untersuchten OTS-Implantaten sowohl eine bessere Rotationsausrichtung als auch eine bessere Tibia-Passform ermöglichte, ohne einen Überhang der Tibiaschiene zu verursachen.

Die Autoren gaben an, dass diese Studie mehrere Nachteile hatte. Erstens wurden alle TKAs und intraoperativen Messungen von einem einzigen Chirurgen durchgeführt, was sich aus chirurgischer Sicht auf die Ergebnisse auswirken kann, wenn die tibiale Knochenabdeckung der drei OTS-Implantate gemessen wird. Allerdings hatte der Chirurg alle diese Implantate bereits zuvor verwendet und verfügte insbesondere über Erfahrung mit den Marken OTS 3 und CIM. Ein zweiter Nachteil bestand darin, dass für die Tibiaknochenresektion patientenspezifische Vorrichtungen verwendet wurden, die für den iTotal CR hergestellt wurden. Dennoch ähnelte dieser Schienbeinschnitt in der resultierenden Form des geschnittenen Schienbeinknochens jedem anderen Schnitt. Drittens wurde die CAD-Analyse der Rotationsabweichung von einer von Cobb et al. beschriebenen Achse und einer Achse zum medialen Drittel des Tuberculum tibiae manuell und für jedes Implantat einzeln durchgeführt. Dies kann zu Fehlern innerhalb des Beobachters geführt haben. Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, welche Orientierungspunkte bei der Beurteilung der Komponentenausrichtung zu verwenden sind. Diese Forscher nutzten nicht alle Methoden der Rotation der Tibiakomponente, sondern nur Methoden, die auf der Position des Tuberculum tibiae und auf einer von Cobb et al. beschriebenen Achse basierten und die ihrer Meinung nach aufgrund mehrerer Studien korrekt war. Die Ausrichtung der OTS-Tibiakomponenten zum medialen Drittel des Tuberkels hat sich in mehreren Studien als der am besten reproduzierbare klinische Meilenstein im Hinblick auf die Rotation der Tibiaschiene erwiesen und wurde von der Mehrheit der Chirurgen in den Vereinigten Staaten für die Tibiaausrichtung verwendet. Die Autoren bewerteten für diese Studie nur drei OTS-Implantatdesigns, obwohl es viel mehr verschiedene Typen auf dem Markt gab. Dennoch waren die Autoren aufgrund dieser Erkenntnisse und Ähnlichkeiten zwischen den OTS-Marken der Ansicht, dass diese Ergebnisse wahrscheinlich gut auf andere OTS-Marken übertragbar seien. In dieser Studie wurden nur symmetrische Implantatdesigns mit dem CIM TKA verglichen, obwohl Implantathersteller andere asymmetrische Designs auf den Markt gebracht hatten. Wie Jin et al. in ihrer Studie betonten, gab es jedoch immer noch Fälle mit Über- und Unterhang bei derselben Tibia-Probe mit asymmetrischem Design, obwohl dies zu besseren Ergebnissen bei der Tibia-Passform führte. Darüber hinaus stellten diese Forscher fest, dass in der Literatur keine genauen Definitionen für den absoluten Unterhang oder Überhang der Tibiakomponente zu finden seien. Allerdings deuten die Beobachtungen von Mahoney und Kinsey darauf hin, dass das Vorhandensein eines Überhangs von mehr als oder gleich 3 mm in mindestens einer Zone die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Patienten über Knieschmerzen berichten, weshalb die Autoren diesen Schwellenwert als wichtig wählten. Jin et al. schlugen vor, dass ein Unterhang während der Operation akzeptabler ist als ein Überhang, da der Chirurg während des Eingriffs unbedeckten Knochen entfernen und die Rotation korrigieren kann. Nach Kenntnis der Autoren gibt es keine Studien, die einen möglichen Zusammenhang zwischen Unterdeckung der Tibia und Implantatversagen untersuchen. Es wurde jedoch die Hypothese aufgestellt, dass eine unzureichende Abdeckung der Tibia ein ursächlicher Faktor für eine erhöhte Osteolyse, ein Absinken der Tibia und eine Lockerung des Implantats sein und zu Schmerzen und einem frühen Implantatversagen führen könnte. Darüber hinaus haben Studien gezeigt, dass Blutaustritt aus freiliegenden Knochenabschnitten, die nicht von Prothesen bedeckt sind, eine wichtige Ursache für Blutverlust darstellt und dass die Kontrolle von Blutungen nicht durch Methoden wie Elektrokauterisation, Ligaturkontrolle oder die Verwendung von Knochenwachs möglich ist. Die Autoren schlugen vor, dass auf diesem Gebiet weitere Forschung betrieben werden sollte.

Shroeder et al. (2019) untersuchten die Implantatüberlebensrate, die Patientenzufriedenheit und die von Patienten berichteten funktionellen Ergebnisse nach 2 Jahren bei Patienten, denen ein maßgeschneidertes, posterior stabilisiertes (PS) Knietotalersatzsystem (TKR) implantiert wurde. Insgesamt wurden 93 Patienten (100 Knie) mit der maßgeschneiderten PS-TKR in zwei Zentren aufgenommen. Bewertet wurden die Krankenhausaufenthaltsdauer und die präoperative Schmerzintensität der Patienten. Zu einem einzigen Zeitpunkt der Nachuntersuchung bewerteten diese Forscher die von den Patienten berichteten Ergebnisse mithilfe des KOOS Jr., die Zufriedenheitsraten, die Implantatüberlebensrate, die Wahrnehmung des Knies durch die Patienten und ihre Gesamtpräferenz zwischen den beiden Knien, wenn ihr kontralaterales Knie ersetzt wurde mit einem handelsüblichen (OTS) Implantat. Bei einer durchschnittlichen Implantatüberlebensdauer von 1,9 Jahren wurde eine Überlebensrate von 100 % festgestellt. Von der präoperativen Zeit bis zur Nachuntersuchung beobachteten diese Forscher einen durchschnittlichen Rückgang um 5,4 auf der numerischen Schmerzbewertungsskala. Die Zufriedenheitsrate war hoch: 90 % der Patienten waren zufrieden oder sehr zufrieden, und 88 % der Patienten gaben an, ihr Knie zeitweise oder ständig als „natürlich“ wahrzunehmen. Die meisten Patienten mit bilateralen Implantaten (12/15) gaben an, dass sie ihr individuelles Implantat dem Standard-TKR vorzogen. Die Bewertung von KOOS Jr. ergab zum Zeitpunkt der Nachuntersuchung einen Durchschnittswert von 90. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass sie auf der Grundlage dieser Ergebnisse der Ansicht waren, dass das maßgeschneiderte PS-Implantat den Patienten nach der Operation hervorragende Ergebnisse verschaffte.

Reimann et al. (2019) gaben an, dass trotz jüngster Innovationen bei der TKA 20 % der Patienten mit den klinischen Ergebnissen nicht vollständig zufrieden sind. In Bezug auf patientenspezifische Implantate (PSI) verglichen diese Forscher individuelle und handelsübliche Implantat-TKA (OSI) hinsichtlich der postoperativen Ergebnisse wie Funktion und globale Patientenzufriedenheit. Zwischen 2013 und 2014 erhielten insgesamt 228 Patienten eine TKA aufgrund einer primären Arthrose mit der Indikation für eine bikondyläre, kreuzbanderhaltende Prothese; 125 Patienten erhielten eine PSI und 103 eine OSI-TKA. Das Ergebnis nach der Operation wurde retrospektiv anhand von zwei Fragebögen und einer klinischen Nachuntersuchung bewertet. Zur Beurteilung der Funktion wurde der Knee Society Score (KSS) herangezogen. Zum Vergleich der Zufriedenheit wurden der Knee Injury and Osteoarthrosis Outcome Score (KOOS) und ein modifizierter EuroQol (EQ) einschließlich 5 zusätzlicher Fragen verwendet. Schließlich schlossen 84 Patienten mit PSI und 57 mit OSI die Nachuntersuchung ab. Hinsichtlich der demografischen Daten zeigte die PSI-Gruppe ein deutlich jüngeres Alter, nämlich durchschnittlich 5 Jahre. Der ROM war in beiden Gruppen vergleichbar. Der KSS und der separate Funktionsscore erzielten in der PSI-Gruppe deutlich bessere Ergebnisse. Bei Probanden mit PSI TKA zeigte die globale Zufriedenheit deutlich bessere Werte. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass deutlich höhere Werte im KSS und seinem Funktionsscore zu einer besseren grundlegenden täglichen Funktion in der PSI-Gruppe führten. Darüber hinaus erreichte die PSI TKA eine höhere globale Patientenzufriedenheit. Dennoch sollten beide vor allem im Zusammenhang mit dem durchschnittlichen jüngeren Alter und dem Einfluss von Erwartungen beurteilt werden. Der Grund, warum Patienten mit PSI TKA zufriedener waren, blieb aufgrund des Studiendesigns unklar. Aus diesen Daten lässt sich nicht ableiten, ob dies am prothetischen Design oder an anderen Parametern wie den Erwartungen und dem Bewusstsein, ein individuelles Implantat zu erhalten, lag. Sie gaben an, dass weitere Studien erforderlich seien, die sich insbesondere mit Erwartungen, patientenberichteten Ergebnismaßen (PROMs) und Kinematik befassen.

Die Autoren gaben an, dass diese Studie einige Einschränkungen aufwies. Abgesehen vom retrospektiven Design gab es keine Randomisierung und Verblindung. Zudem war die Abbrecherquote recht hoch. Daher kann ein Selektionsbias nicht sicher ausgeschlossen werden. Zufriedene Patienten sind möglicherweise eher bereit, an einer Studie mit Untersuchung teilzunehmen, als unzufriedene. Nach Kenntnis der Autoren war die Studie eine der ersten, die PROMs und objektive klinische Daten bei Probanden mit PSI-TKA und konventioneller TKA in größerem Maßstab verglich.

Buch et al. (2019) gaben an, dass „Fast-Track“-Protokolle in der Knieendoprothetik (TKA) eingeführt wurden, mit der Absicht, die Einsparungen im Gesundheitswesen zu steigern und gleichzeitig die Ergebnisse für die Patienten aufrechtzuerhalten oder zu verbessern. Der Einfluss des Implantatdesigns in einer „Fast-Track“-Einstellung wurde bisher nicht beschrieben. Diese Forscher verglichen ein maßgeschneidertes Implantat mit handelsüblichen (OTS) Geräten unter Verwendung eines „Fast-Track“-Protokolls. Insgesamt 62 Patienten wurden prospektiv in einem Einzelzentrum aufgenommen und entweder mit einem maßgeschneiderten oder einem Standard-OTS-Implantat implantiert, was dazu führte, dass 30 Patienten mit einem OTS-Design (Columbus Total Knee System) und 32 mit dem maßgeschneiderten Design (iTotal®G2) behandelt wurden , Kreuzband-TKA, ConforMIS, Inc.). Bei allen Patienten wurde das gleiche institutionelle Fast-Track-Protokoll angewendet und umfasste die prä-, intra- und postoperative medizinische Behandlung. Diese Forscher bewerteten die Gesamtverweildauer (LOS), das Entlassungsziel und den Bewegungsumfang (ROM) 6 bis 8 Wochen nach der Operation und durchschnittlich 16 Monate nach der Operation, um das OTS-Implantat mit dem maßgeschneiderten Gerät zu vergleichen . Die Implantatüberlebenszeit wurde mindestens 25 Monate nach der Operation beurteilt. Mithilfe des Fast-Track-Protokolls konnten diese Forscher die Gesamt-LOS auf 2,1 Tage gegenüber 3,6 Tagen vor Einführung des Protokolls senken. Durch die Verwendung des maßgeschneiderten Implantats konnte die LOS noch deutlich auf 1,6 Tage reduziert werden. Eine deutlich höhere Anzahl von Patienten, denen das individuell angepasste Gerät implantiert wurde (66 %), wurden innerhalb von 24 Stunden entlassen als in der OTS-Gruppe (30 %). Es wurde festgestellt, dass Patienten, die mit dem maßgeschneiderten Implantat behandelt wurden, häufiger nach Hause entlassen wurden als Patienten, die mit den OTS-Implantaten behandelt wurden (97 % gegenüber 80 %) und sowohl nach 6–8 Wochen (114° gegenüber 101°) als auch im Durchschnitt eine höhere ROM erreichten 16 Monate (122° versus 114°) als Patienten, die mit dem OTS-Gerät behandelt wurden. Bei einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 28 Monaten kam es in der angepassten Gruppe zu einer Implantatrevision (aufgrund einer Tibiafraktur infolge eines Sturzes des Patienten). In der OTS-Gruppe kam es zu einer Implantatrevision (späte Infektion) und einem Polytausch (aufgrund von Instabilität). Die Autoren gaben an, dass sie auf der Grundlage dieser Analyse einen positiven Einfluss des maßgeschneiderten Geräts auf die Patientenergebnisse und Krankenhauskennzahlen beobachteten und kamen zu dem Schluss, dass die Wahl des Implantats ein wichtiger Faktor für TKA in einem „Fast-Track“-Umfeld ist.

Die Autoren waren davon überzeugt, dass dies die erste Studie war, die die Auswirkung des Knieimplantatdesigns auf LOS und Krankenhauskennzahlen in einem definierten Fast-Track-Programm verglich. Sie gaben an, dass diese Studie nicht ohne Einschränkungen sei, die bei der Interpretation der Ergebnisse berücksichtigt werden müssten. Diese Studie wurde prospektiv mit Patienten durchgeführt, die das Implantatdesign wählten. Durch die Einbeziehung einer blinden Randomisierung des Patienten-/Komponenten-Matchings könnte eine potenzielle Selektionsverzerrung zwischen den beiden Studiengruppen beseitigt werden. Somit hatten diese Forscher kaum Einfluss auf die Zusammensetzung der Studienkohorten, was zu Ungleichheiten zwischen den Studiengruppen hätte führen können. Da jedoch die demografischen Daten und Komorbiditäten der Patienten ähnlich waren und kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen festgestellt wurde, betrachteten diese Forscher ihre Ergebnisse als gültig. Mit insgesamt 62 Patienten, die an dieser Studie teilnahmen, war die Patientenkohorte relativ klein (n = 32 in der ConforMIS-Gruppe). Dennoch waren die beobachteten Unterschiede zwischen den Gruppen groß genug, um von Bedeutung zu sein, und die Autoren gingen davon aus, dass sie für eine größere Studienpopulation ähnlich sein würden. Diese Forscher schlugen vor, dass in Zukunft weitere Untersuchungen mit einer größeren Studienpopulation durchgeführt werden sollten. Für diese Studie wurden alle TKAs von einem einzigen Chirurgen durchgeführt, der Erfahrung mit allen verwendeten Geräten hat. Es hat sich gezeigt, dass Erfahrung und ein hohes Fachwissen bei der Durchführung einer TKA zu besseren Ergebnissen führen. Daher sollten zusätzliche Studien an verschiedenen Standorten durchgeführt werden, um zu überprüfen, ob das Implantatdesign einen Einfluss auf eine schnellere Entladung hat. Schließlich kann die Fast-Track-Chirurgie auf verschiedene Weise mit denselben Richtlinien, aber unterschiedlichen Protokollen durchgeführt werden. Die Autoren stellten fest, dass diese Ergebnisse nur das Fast-Track-Protokoll widerspiegelten, das sie in dieser Studie verwendeten. Da es in der Literatur keine einheitliche Definition des „Fast-Track-Protokolls“ gibt, schlugen diese Forscher vor, dass ihr Protokoll in zukünftigen Forschungen verwendet werden sollte, um ihre Ergebnisse zu validieren.

O'Connor et al. (2019) stellten fest, dass die Zahl der in den Vereinigten Staaten durchgeführten TKA-Eingriffe stetig zunimmt und bis 2030 voraussichtlich 3 Millionen Eingriffe pro Jahr bei Patienten im Alter von mindestens 65 Jahren erreichen wird. Ein Anstieg der TKA-Eingriffe wird die Ausgaben für Arthrosebehandlungen (OA) erhöhen, die derzeit die zweithöchste Ausgabenkategorie für Medicare-Patienten darstellen. Da TKA-Eingriffe einen erheblichen Teil der gesamten OA-Ausgaben ausmachen, prüfen Kostenträger und Anbieter Methoden, um die Ausgaben für den Eingriff zu senken und gleichzeitig die klinischen Ergebnisse zu verbessern. Es hat sich gezeigt, dass individuell angefertigte Implantate im Vergleich zu OTS-Implantaten die klinischen Ergebnisse, wie z. B. die körperliche Funktion und die Ausrichtung der Gliedmaßen, verbessern. Die wirtschaftlichen Auswirkungen maßgeschneiderter Implantate müssen jedoch noch ermittelt werden. Diese Forscher analysierten die Ausgaben für TKA-Episoden bei Medicare-Mitgliedern, die ein individuelles oder ein OTS-Implantat erhalten hatten. Mitglieder, die sich einem TKA-Eingriff unter Verwendung der maßgeschneiderten Implantattechnologie unterzogen, wurden in der Medicare FFS-Datenbank identifiziert und einem Neigungsabgleich (1:5) mit einer Kohorte von Mitgliedern unterzogen, die OTS-Implantate erhielten. Analysiert wurden die Erstattung des Erstverfahrens (d. h. individuelles und OTS-Verfahren), eine präoperative Computertomographie (CT)-Untersuchung und die 12-monatige postoperative Inanspruchnahme der Gesundheitsversorgung. Die gesamten Episodenausgaben wurden verwendet, um ein Budgetauswirkungsmodell zu erstellen, um die Ausgaben pro Mitglied und Monat (PMPM) für Medicare-FFS-Begünstigte zu berechnen. Die durchschnittlichen Gesamtausgaben für Episoden waren in der Kohorte mit maßgeschneiderten Implantaten deutlich niedriger (18.585 $) als in der Kohorte mit OTS-Implantaten (20.280 $; ein Unterschied von 1.695 $; p < 0,0001). Diese Einsparungen führten zu einer PMPM-Einsparung von 0,08 USD für das Medicare FFS-Programm, wenn ein Teil (10 %) der berechtigten Mitglieder die maßgeschneiderte Implantattechnologie erhielt. Eine Sensitivitätsanalyse, die je nach Marktdurchdringung individueller Implantate und dem Prozentsatz der für individuelle Implantate geeigneten Verfahren variierte, ergab, dass die Einsparungen bis zu 0,28 US-Dollar pro Minute betragen könnten. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die Ergebnisse dieser Studie darauf hindeuten, dass maßgeschneiderte Knieimplantate im Vergleich zu OTS-Implantaten die Gesundheitsausgaben von Patienten, die sich einer TKA unterziehen, senken können. Diese Ergebnisse können dazu beitragen, die wirtschaftlichen Auswirkungen der maßgeschneiderten Knieimplantattechnologie auf bestimmte Krankenversicherungsgruppen zu bestimmen. Darüber hinaus können die Ergebnisse für Anbieter von Nutzen sein, die das finanzielle Risiko für Patienten übernehmen, die sich einer TKA-Eingriffe unterziehen, beispielsweise diejenigen, die an verantwortlichen Pflegeorganisationen oder gebündelten Zahlungsprogrammen teilnehmen. Darüber hinaus gaben diese Forscher an, dass in dieser Studie nicht die finanziellen Auswirkungen des Erhalts eines maßgeschneiderten Implantats bei einer kommerziellen Population mit TKA untersucht wurden. Angesichts der positiven Ergebnisse in der Medicare-Population wird empfohlen, eine ähnliche Überprüfung in einer kommerziellen Population bei jüngeren Patienten unter 65 Jahren durchzuführen, da die Ergebnisse darauf hindeuten könnten, dass maßgeschneiderte Implantate auch zu erheblichen Einsparungen bei einem kommerziellen Krankenversicherungsplan führen könnten. Es wird außerdem vorgeschlagen, dass zukünftige Studien Unteranalysen nach Geschlecht, Rasse und Komorbiditäten durchführen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen auf diese spezifischen Bevölkerungsgruppen zu verstehen. (Die Finanzierung dieser Studie wurde von Conformis Inc., Billerica, MA, bereitgestellt. Dr. O'Connor ist Hauptforscherin einer von Conformis gesponserten klinischen Studie, und ihre Einrichtung erhält dafür Forschungsunterstützung von Conformis. Frau Blau war Beraterin von Conformis zum Zeitpunkt dieser Studie).

Die Autoren gaben an, dass diese Studie mehrere Nachteile hatte. Da die medizinische Kodierung in den Daten zu Verwaltungsansprüchen nicht zwischen maßgefertigten und OTS-Implantaten unterscheidet, wurde die maßgefertigte Implantatkohorte identifiziert, indem die Mitglieder der Krankenversicherung mit mehreren demografischen und verfahrenstechnischen Merkmalen der vom Hersteller bereitgestellten Bestellnummern für maßgefertigte Implantate abgeglichen wurden, um sicherzustellen, dass die Mitglieder identifiziert wurden, die als solche identifiziert wurden Wer ein individuelles Implantat hat, hat tatsächlich das Implantat erhalten. Die verwendete Kodierungsmethode könnte nur begrenzte Auswirkungen auf die Studienergebnisse haben. Die Studienauswahlkriterien ließen nur exakte Übereinstimmungen zu; Daher bestand eine äußerst geringe Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient, der kein individuelles Implantat erhielt, in die Kohorte mit maßgeschneiderten Implantaten aufgenommen wurde. Es war jedoch möglich, dass ein Patient, der ein individuelles Implantat erhielt, in die OTS-Implantatkohorte aufgenommen wurde, wenn der Patient keinen präoperativen CT-Scan im ambulanten Bereich erhielt und daher nicht in der Medicare-Datenbank aufgeführt war. Da die OTS-Implantatkohorte aus einer großen Population (d. h. 228.697 Eingriffen) ausgewählt wurde, war die Wahrscheinlichkeit einer falschen Kategorisierung gering und hatte wahrscheinlich keine Auswirkungen auf die Ergebnisse der Studie. Darüber hinaus wurden aufgrund des konservativen Charakters der Patientenauswahl in der Studie nicht alle Bestellnummern für individuelle Implantate in der Medicare FFS-Datenbank identifiziert und/oder in die Analyse einbezogen. Schließlich wurde der treibende Faktor der Gehaltsunterschiede im Indexverfahren zwischen den beiden Kohorten während der Analyse nicht identifiziert. Diese Forscher untersuchten mehrere Faktoren, die möglicherweise die Vergütung der Diagnosis Relayed Group (DRG) eines Krankenhauses erhöhen oder verringern könnten. Zu den von den Autoren untersuchten Faktoren gehörten der Prozentsatz der Patienten mit einem kurzen Aufenthalt (was in einigen Fällen zu einer Reduzierung der DRG-Zahlungen führte), die Ausreißerzahlungen (die geleistet wurden, wenn die Krankenhauskosten einen bestimmten Schwellenwert überstiegen) und der Prozentsatz der Patienten, deren Indexbesuch mit klassifiziert wurde DRG-Code 469 (höhere Erstattung als DRG-Code 470). Obwohl die Ergebnisse dieser Analysen nahelegten, dass jeder Faktor geringfügig zu den zwischen den beiden Kohorten beobachteten Indexunterschieden beitragen könnte, hatte keiner der Faktoren einen bedeutenden Einfluss, der diese Unterschiede vollständig erklären würde.

Namin et al. (2019) untersuchten die Auswirkungen des Versicherungsschutzes auf die Einführung individuell angefertigter (CIM) Knieimplantate und verglichen die Patientenergebnisse und die Kosteneffizienz von OTS- und CIM-Implantaten. Ein Systemdynamik-Simulationsmodell wurde entwickelt, um die Einführungsdynamik von CIM zu untersuchen und die Forschungsziele zu erreichen. Das Modell reproduzierte die historischen Daten zu Primär- und Revisionsknieersatzimplantaten aus der Literatur und der landesweiten Stichprobe stationärer Patienten. Dann wurde die Dynamik der Einführung von CIM-Implantaten von 2018 bis 2026 simuliert. Die Rate der 90-tägigen Wiederaufnahme, der 3-Jahres-Revisionseingriff, der Erholungsphase, der Zeitersparnis in Operationssälen und die damit verbundenen Kosten innerhalb von 3 Jahren nach der primären Knieerkrankung Als Leistungsmaßstab dienten Ersatzimplantate. Die Simulationsergebnisse zeigten, dass bis 2026 eine Einführungsrate von 90 % für CIM-Implantate die Zahl der Wiederaufnahmen und Revisionseingriffe um 62 % bzw. 39 % reduzieren und Krankenhäuser und Chirurgen 6 % an Eingriffszeit und -schnitt einsparen kann die kumulierten Gesundheitskosten um etwa 38 Milliarden US-Dollar senken. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass CIM-Implantate das Potenzial haben, eine qualitativ hochwertige Versorgung zu bieten und gleichzeitig die gesamten Gesundheitskosten zu senken. Ihre Einführung erfordert jedoch eine Ausweitung des aktuellen Versicherungsschutzes. Diese Arbeit stellte die erste systematische Studie zum Verständnis der Dynamik der Einführung von CIM-Knieimplantaten und -Instrumenten dar. Im weiteren Sinne könnten der aktuelle Modellierungsansatz und die systemische Denkperspektive genutzt werden, um die Einführung neuer maßgeschneiderter Therapien für die personalisierte Medizin zu prüfen.

Die Autoren stellten fest, dass dieses Dynamiksimulationsmodell mehrere Einschränkungen aufweist. Erstens kann das aktuelle Simulationsmodell, wie die meisten Modelle, die Realität nicht vollständig abbilden, aber das validierte Modell kann möglicherweise dazu beitragen, Komplexitäten im Gesundheitssystem rund um TKAs aufzudecken. Die Analysen verglichen das relative Potenzial verschiedener Versicherungspolicen, anstatt die langfristigen Auswirkungen dieser Policen genau vorherzusagen. Zweitens berücksichtigte das Simulationsmodell keine indirekten Kosten und Verzögerungen im Zusammenhang mit Verwaltungsprozessen. Zu den indirekten Kosten können Lohnausfälle aufgrund der Behinderung des Patienten durch die Eingriffe gehören. Bei administrativen Prozessen kann es aufgrund des FDA-Zulassungsverfahrens und bürokratischer Belastungen durch das Bestellsystem zu Verzögerungen kommen. Alle Krankenhauseinrichtungen müssen von der FDA zugelassene medizinische Geräte verwenden. Es wird jedoch erwartet, dass die FDA-Vorschriften für 3D-gedruckte medizinische Geräte in naher Zukunft zunehmen, was den Druck auf die Einführung dieser Produkte erhöhen könnte. In diesem Modell gingen diese Forscher davon aus, dass die FDA neue CIM-Implantathersteller und deren Produkte innerhalb eines Zeitraums von 4 Monaten zulassen würde. Die Komplexität des Bestellsystems kann die Auswahl des Implantats (teilweise, vollständig, Kreuzbandimplantat usw.) und die Übertragung der CT-Daten an einen Hersteller umfassen, was zu bürokratischem Aufwand führen und die Einführung einschränken könnte. Diese Forscher betrachteten Leistungsverbesserungen von CIM-Implantaten, die Designphase und die Nutzungsphase während der Operation als „bewegliches Ziel“, da der Bewertungsprozess Zeit braucht und möglicherweise nicht die neuesten Auswirkungen von Produktmodifikationen auf die Leistung widerspiegelt. OTS-Implantate sind schon seit langem auf dem Markt, und 3D-gedruckte, patientenspezifische chirurgische Anleitungen für OTS-Implantate und robotergestützte Chirurgie haben bis heute zu Verbesserungen geführt; CIM-Implantate wurden erst vor wenigen Jahren eingeführt. Aus diesem Grund schätzten diese Forscher das Verbesserungspotenzial von CIM-Implantaten in der Designphase und der Nutzungsphase während der Operation mit 5 % pro Jahr ein: 2,5 % höher als bei OTS. Um jedoch das Vertrauen in das Modell zu erhöhen, wurden Sensitivitätsanalysen zu den Annahmen zur Leistungsverbesserung für jeden Implantattyp durchgeführt. Den vorgestellten Ergebnissen der Sensitivitätsanalyse zufolge ist das Modell relativ robust gegenüber Änderungen bei Leistungsverbesserungen. Darüber hinaus bietet die Online-Simulatorplattform Entscheidungsträgern die Flexibilität, verschiedene Leistungsverbesserungsraten für jeden Implantattyp (OTS oder CIM) zu Beginn oder in der Mitte des Simulationslaufs einzubeziehen und die Ergebnisse zu beobachten. Die ambulante totale Gelenkendoprothetik ist in den letzten Jahren aufgrund der wirtschaftlichen Vorteile aufgrund der geringeren Kosten, die mit einer geringeren LOS einhergehen, immer beliebter geworden. CMS hat TKA ab Januar 2018 von der Liste der rein stationären Eingriffe gestrichen. Nach Angaben der American Association of Hip and Knee Surgeons (AAHKS) sollte die ambulante TKA jedoch nur bei Patienten eingesetzt werden, die gesund genug sind, um sich einem solchen Eingriff zu unterziehen. Der Patient sollte auch über eine angemessene häusliche Unterstützung verfügen, damit er ohne Krankenhausaufenthalt entlassen werden kann. Ähnlich wie bei jeder anderen Behandlungsepisode gibt es Vor- und Nachteile im Zusammenhang mit der ambulanten TKA, d. h. geringere Kosten und Entlassung am Tag der Operation, was entweder zu Zufriedenheit oder Unzufriedenheit des Patienten führen kann, wenn es zu weiteren Komplikationen wie Implantatversagen, Steifheit usw. kommt. mehr Wiederaufnahmen und möglicherweise Revisionseingriffe. In diesem generischen Modell gingen diese Forscher davon aus, dass OTS- und CIM-Implantate sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich einheitlich eingesetzt werden können. Wenn sich jedoch die Dynamik ändert und sich mehr Patienten für ambulante Eingriffe interessieren, kann das Modell erweitert werden, um zwischen stationären und ambulanten Eingriffen zu unterscheiden Einstellungen.

Prophylaktische Strahlentherapie nach Knieendoprothetik

Chidel und Kollegen (2001) gaben an, dass bei 42 % der Patienten, die sich einer Knieendoprothetik (TKA) unterzogen haben, eine heterotope Ossifikation (HO) auftritt. Die Knochenbildung findet normalerweise in der Erweiterung des Quadrizeps statt und verursacht nur minimale bis gar keine Symptome. Eine spezifische Therapie ist in der Regel nicht erforderlich, es wurden jedoch Fälle gemeldet, in denen eine Manipulation unter Narkose (MUA) oder eine Revisionsarthroplastik erforderlich war. Diese Forscher berichteten über eine kleine Serie von 5 Patienten (6 Knie), die sich einem chirurgischen Eingriff wegen HO des Knies unterzogen hatten, wobei postoperativ eine Strahlentherapie zur Prophylaxe gegen zukünftige HO durchgeführt wurde. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass diese Serie zwar klein war, es jedoch den Anschein hatte, dass der Einsatz prophylaktischer Strahlung das Wiederauftreten nach Resektion symptomatischer HO nach TKA verringern könnte. Darüber hinaus erklärten sie, dass weitere Untersuchungen erforderlich seien, um diese vorläufigen Ergebnisse zu bestätigen.

Farid und Mitarbeiter (2013) stellten fest, dass zu den Therapieoptionen für Arthrofibrose nach TKA MUA, offene oder arthroskopische Arthrolyse und Revisionseingriffe zur Korrektur erkennbarer Probleme gehören. Diese Forscher schlugen eine präoperative Bestrahlung mit niedriger Dosis und eine eingeschränkte Kondylen- oder Rotationsscharnierrevision bei schwerer, idiopathischer Arthrofibrose vor. Die Bestrahlung kann die fibroossäre Proliferation verringern, während eingeschränkte Implantate eine Verkürzung des Femurs und die Freigabe kontrahierter Kollateralbänder ermöglichen. Bei insgesamt 14 Patienten wurden 15 Eingriffe mit einer durchschnittlichen Gesamtbewegung von 46° und einer Flexionskontraktur von 30° durchgeführt; Bei einem Patienten verschlechterte sich der Bewegungsumfang (Rom), während bei 13 Patienten der Bewegungsumfang im Mittel um 57° zunahm (Bereich von 5° bis 90°). Die Beugekontrakturen nahmen im Mittel um 28° ab. Bei einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 34 Monaten (Bereich 24 bis 74 Monate) traten keine signifikanten Komplikationen auf.

Darüber hinaus wird in einer UpToDate-Rezension zum Thema „Totale Knieendoprothetik“ (Martin und Crowley, 2018) die Strahlentherapie/Strahlentherapie für die postoperative Behandlung nicht erwähnt.

Patientenspezifische Implantate/Patientenspezifische Schnittführungen

In einer retrospektiven Studie untersuchten Nunley et al. (2012), ob die mittlere koronale Ausrichtung nach einer TKA mit konventionellen oder patientenspezifischen Instrumenten (PSI0) die mechanischen und kinematischen Achsen besser wiederherstellen würde und ob es bei einer der beiden Methoden mehr Ausreißer gab. Die Forscher untersuchten 150 primäre TKAs, die bei Arthrose (OA) durchgeführt wurden: Gruppe 1 (n = 50) konventionelle Instrumente; Gruppe 2 (n = 50) PSI zur Wiederherstellung der mechanischen Achse; Gruppe 3 (n = 50) PSI zur Wiederherstellung der kinematischen Achse. und gemessener Femorotibialwinkel, Hüft-Knie-Knöchel-Winkel und die Zone der mechanischen Achse anhand von Scout-CT-Bildern, die 0 bis 6 Wochen nach der Operation aufgenommen wurden. Der mittlere Femorotibialwinkel unterschied sich zwischen den Gruppen: Gruppe 1 hatte die größte mittlere Varusausrichtung und die meisten Varus-Ausreißer. Der mittlere Hüft-Knie-Winkel war zwischen den Gruppen 1 und 2 ähnlich, wobei Gruppe 3 eine größere mittlere Valgusausrichtung und die meisten Valgus-Ausreißer aufwies. Für die Zone der mechanischen Achse hatten die Gruppen 1 und 2 ähnliche Prozentsätze an Ausreißern ( 40 % gegenüber 32 %), wohingegen Gruppe 3 eine größere Anzahl von Ausreißern (64 %) aufwies, die Valgus waren. TKAs mit PSI zur Wiederherstellung der mechanischen Achse wiesen eine ähnliche Anzahl von Ausreißern auf wie herkömmliche Instrumente, wobei beide Gruppen mehr Varus-Ausreißer aufwiesen als TKAs mit PSI zur Wiederherstellung der kinematischen Achse, die mehr Valgus-Ausreißer aufwiesen. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass zusätzliche Studien erforderlich sind, um zu untersuchen, ob PSI die klinische Funktion oder die Patientenzufriedenheit verbessern würde und ob ihr routinemäßiger Einsatz bei primärer TKA gerechtfertigt sein kann.

In einer prospektiven, randomisierten Studie zum Vergleich von PSI und konventioneller Instrumentierung berichtete Parratte (2013) über die Ergebnisse von 40 Patienten (20 in jeder Gruppe), die zwischen September 2012 und Januar 2013 in der Einrichtung des Autors operiert wurden. Randomisierung der Patienten in eine der beiden Gruppen wurde von der Abteilung Krankenhausinformatik unter Verwendung einer systematischen Stichprobenmethode durchgeführt. Alle Patienten erhielten die gleiche zementierte High-Flex-Mobillager-TKA. In der PSI-Gruppe wurde die Implantatposition mithilfe zuvor validierter, spezieller Software mit der geplanten Position verglichen. Die Position der Implantate (frontal und sagittal) wurde in den beiden Gruppen auf Standardröntgenaufnahmen verglichen und die Rotationsposition wurde auf dem postoperativen CT-Scan analysiert; Bei 90 % der Patienten ergab sich ein Unterschied von weniger als 2° oder mm zwischen der geplanten Position der Implantate und der erreichten Position, mit Ausnahme der Tibiarotation, wo die Abweichungen viel größer waren. Der mittlere HKA betrug 179° (171 bis 185) in der PSI-Gruppe mit 4 Ausreißern (2 Varus: 171° und 172°: 184° und 185°) und 178,3° mit 2 Ausreißern (171° und 176°) in der Kontrollgruppe . Es wurde kein Unterschied zwischen den beiden Gruppen hinsichtlich der frontalen und sagittalen Position der Implantate auf den ML- und AP-Röntgenaufnahmen beobachtet. Zwischen den beiden Gruppen wurde kein signifikanter Unterschied der Femurrotation beobachtet, mit einem Mittelwert von 0,4° in der PSI-Gruppe und 0,2° in der Kontrollgruppe (p: nicht signifikant). Die mittlere Tibiarotation betrug 8° Innenrotation in der PSI-Gruppe und 15° Innenrotation in der Standardgruppe (p: nicht signifikant). Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass sie aufgrund dieser Ergebnisse ihre Hypothese nicht bestätigen konnten, da PSI die Rotation bei TKA nicht verbessern konnte. Diese Forscher gaben an, dass weitere Untersuchungen erforderlich sind, um den Ort des PSI in der TKA zu definieren, die Genauigkeit des Systems weiter zu verbessern und die einzelnen Ziele in der TKA in Bezug auf die frontale, sagittale und rotatorische Positionierung des Implantats für jeden Patienten besser zu definieren .

In einer prospektiven, doppelblinden, randomisierten kontrollierten Studie (RCT) gingen Boonen et al. (2013) auf die folgenden Fragen ein: Erstens: Gibt es einen signifikanten Unterschied bei den Ausreißern in der Ausrichtung in der Frontal- und Sagittalebene zwischen PSG-TKA und konventioneller TKA? Zweitens: Gibt es einen signifikanten Unterschied in der Operationszeit, dem Blutverlust und der Krankenhausaufenthaltsdauer (LOS) zwischen den beiden Techniken? Diese Forscher stellten die Hypothese auf, dass es bei der PSG-TKA zu weniger Ausreißern kommt und dass die Operationszeit, der Blutverlust und die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus mit der PSG deutlich reduziert werden könnten. Insgesamt 180 Patienten wurden in zwei Zentren für eine PSG-TKA (Gruppe 1) oder eine konventionelle TKA (Gruppe 2) randomisiert; Die Patienten wurden pro Krankenhaus stratifiziert. Die Ausrichtung der mechanischen Achse des Beins und die Flexion/Extension sowie der Varus/Valgus der einzelnen Prothesenkomponenten wurden auf digitalen, Stand-, Langbein- und Standard-Seitenröntgenaufnahmen von zwei unabhängigen Ergebnisprüfern in beiden Zentren gemessen. Es wurden Prozentsätze der Ausreißer (größer als 3°) ermittelt. Die Forscher verglichen Blutverlust, Operationszeit und LOS im Krankenhaus: Es gab keinen statistisch signifikanten Unterschied in der mittleren mechanischen Achse oder Ausreißer in der mechanischen Achse zwischen den Gruppen. Für die Ausrichtung der einzelnen Komponenten in der Frontalebene und auch für die Prozentsätze der Ausreißer konnte kein statistisch signifikanter Unterschied festgestellt werden. Es gab einen statistisch signifikanten Unterschied bei den Ausreißern für die femorale Komponente in der Sagittalebene, wobei der Prozentsatz der Ausreißer in Gruppe 1 höher war (p = 0,017). Für die Tibiakomponente wurde in dieser Ebene kein so signifikantes Ergebnis gefunden. Alle Korrelationskoeffizienten zwischen den Klassen waren gut. Der Blutverlust war in Gruppe 1 um 100 ml geringer (p < 0,001). Die Operationszeit war in Gruppe 1 5 Minuten kürzer (p < 0,001). Die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus war mit einem Mittelwert von 3,6 Tagen identisch (p = 0,657). Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass sich die Ergebnisse hinsichtlich der Erzielung einer neutralen mechanischen Achse und einer korrekten Position der Prothesenkomponenten zwischen den Gruppen nicht unterschieden. Mit dem PSG-System konnte eine geringfügige Reduzierung der Operationszeit und des Blutverlusts festgestellt werden. Diese Forscher gaben an, dass sich die zukünftige Forschung auf die Kostenwirksamkeitsanalyse und das funktionelle Ergebnis der PSG-TKA konzentrieren sollte.

Russell et al. (2014) führten eine Metaanalyse von Level-I- und Level-II-Studien durch, um zu untersuchen, ob PSI die mechanische Ausrichtung des Beins im Vergleich zu herkömmlichen Instrumenten (CI) bei TKA verbessern würde. Insgesamt 7 Studien erfüllten die Einschlusskriterien und untersuchten 559 Patienten, die sich einer TKA unterzogen. Die mittlere koronale Ausrichtung lag in beiden Gruppen innerhalb von 1 Grad der neutralen mechanischen Ausrichtung (PSI: 0,78 Grad; CI: 0,81 Grad). In der PSI-Gruppe gab es weniger Ausreißer (21,1 %) als in der CI-Gruppe (23,2 %); Dies war jedoch statistisch nicht signifikant (p = 0,59). Basierend auf den Daten dieser Analyse kamen die Autoren zu dem Schluss, dass PSI die postoperative mechanische Ausrichtung der Extremität nach TKA nicht signifikant verbesserte; Darüber hinaus verringerte PSI die Anzahl der Ausreißer im Vergleich zu CI nicht.

Marimuthu et al. (2014) beobachteten, dass patientenspezifische Leitlinien (PSGs) postuliert werden, um die Ausrichtung der Komponenten in der TKA zu verbessern. In dieser Studie wurden insgesamt 300 aufeinanderfolgende TKAs, die entweder mit konventionellem (CON) (n = 185) oder Visionaire PSG (n = 115) durchgeführt wurden, mit einem CT-Protokoll auf koronale Extremitätenausrichtung, koronale und sagittale Ausrichtung einzelner Komponenten und untersucht Rotation der femoralen Komponente. Bei keinem der oben genannten Parameter gab es einen statistisch signifikanten Unterschied zwischen den beiden Gruppen. Darüber hinaus wurde kein Unterschied in der gesamten Operationszeit beobachtet. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass PSGs im Hinblick auf die Verbesserung der koronalen Ausrichtung der Extremität oder der Ausrichtung einzelner Komponenten keinen Vorteil gegenüber herkömmlichen Führungen bieten.

In einer retrospektiven Studie verglichen Daniilidis und Tibesku (2014) die Fähigkeit von Standardinstrumenten (SI) und patientenangepassten Schneidblöcken (PMCB), einen Hüft-Knie-Knöchel-Winkel (HKA) innerhalb von ± 3° der idealen Ausrichtung zu erreichen 180°. Zwischen Oktober 2009 und Dezember 2012 wurden insgesamt 170 TKAs bei 166 Patienten (4 bilateral) mit der PMCB-Technologie von VISIONAIRE (Smith & Nephew) durchgeführt. Darüber hinaus wurden 160 TKAs von 160 aufeinanderfolgenden Patienten, die im gleichen Zeitraum eine TKA mit SI erhalten hatten, als Kontrollgruppe verwendet. Alle Operationen wurden vom selben Chirurgen durchgeführt. Zum Vergleich der beiden Patientenkohorten wurden standardisierte prä- und postoperative Standröntgenaufnahmen mit langen Beinen ausgewertet. Für die Analyse standen Röntgenaufnahmen von 156 Knien in der SI-Gruppe und 150 in der PMCB-Gruppe zur Verfügung. Der durchschnittliche postoperative HKA betrug 178,7 ± 2,5 in der SI-Gruppe und 178,4 ± 1,5 in der PMCB-Gruppe. Die Raten von  ± 3°-Ausreißern betrugen jedoch 21,2 % in der SI-Gruppe und 9,3 % in der PMCB-Gruppe. Bei der Verwendung der PMCB-Technologie oder SI kam es zu keinen intraoperativen Komplikationen. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass sich die PMCB-Technologie gegenüber konventionellen Instrumenten bei der Erzielung einer neutralen mechanischen Achse nach einer TKA als überlegen erwiesen hat. Darüber hinaus gaben diese Forscher an, dass weitere Folgeuntersuchungen erforderlich seien, um die langfristigen Auswirkungen dieser Ergebnisse festzustellen.

Die Autoren gaben an, dass diese Analyse mehrere Nachteile hatte. Obwohl zum Vergleich ein Kontrollarm angeboten wurde, gab es zunächst deutliche demografische Unterschiede zwischen den beiden Gruppen (z. B. mehr männliche Patienten in der PMCB-Gruppe). Es war möglich, dass diese Faktoren das Gesamtergebnis beeinflussten. Zweitens befasste sich diese Studie ausschließlich mit radiologischen Ergebnissen. Die Ausweitung der Ergebnisse auf andere wichtige Aspekte der TKA wie Schmerzen, Steifheit und ROM hätte wichtige weitere Daten zum Vergleich dieser beiden separaten Strategien geliefert. Es hat sich auch gezeigt, dass PSI chirurgische Schritte und Operationszeiten verkürzt, die Belastung für chirurgische Instrumente verringert und unerwünschte Folgen wie Blutverlust, Infektionen und systematische Fettembolien verringert. Daher sollte der vorgeschlagene Einsatz dieser Technologie nicht auf radiologische Aspekte beschränkt sein. Drittens ist anzumerken, dass der operierende Chirurg jährlich etwa 550 Kniegelenkersatzoperationen durchführte und dass dieser hohe Erfahrungsgrad die Ergebnisse möglicherweise positiv beeinflusst hat. Es hat sich gezeigt, dass die Lernkurve für angehende Chirurgen bei computergestützten Navigationssystemen akzeptabel niedrig ist, mit Ausnahme einer allgemeinen Verlängerung der Operations- und Tourniquet-Zeiten bei Erstfällen. Viertens führten diese Forscher keine Leistungsanalyse durch. Es bedarf jedoch weiterer Forschung, um zu untersuchen, ob weniger erfahrene Chirurgen mit dieser speziellen PSI-Technologie eine ähnliche Lernkurve erleben würden.

Moubarak und Brilhault (2014) untersuchten den Beitrag von PSI zur postoperativen Ausrichtung der unteren Extremitäten. Im Rahmen dieser Studie wurden zwischen dem 5. Oktober 2010 und dem 3. Mai 2013 primäre TKA-Fälle mit patientenspezifischen Schnittführungen (PSCG) durchgeführt und anschließend prospektiv verfolgt. Die Analyse umfasste die PSCG-Nutzung und die postoperative Messung des HKA des Patienten, des medialen distalen Femurgelenkwinkels (MDFA) und des medialen proximalen Tibiagelenkwinkels (MPTA). Von den 104 förderfähigen Fällen wurden 68 einbezogen; 11 dieser Fälle wurden nicht wie ursprünglich geplant vollständig mit dem PSCG durchgeführt. Daher verglichen diese Forscher diese 11 Fälle mit den 57 Fällen, in denen PSCG verwendet wurde. Der präoperative HKA betrug in den eingeschlossenen Fällen 175,8° ± 7,8; Die postoperativen Winkel betrugen im Durchschnitt 179,2° ± 2,9 für die HKA, 89,9° ± 1,6 für die MDFA und 89,0° ± 2,3 für die MPTA. Die durchschnittliche postoperative Abweichung von den Zielwerten betrug 2,22° ± 2,14 für den HKA-Winkel, 1,07° ± 1,15 für den MDFA und 1,66° ± 1,90 für den MPTA. Bei keiner der Messungen gab es signifikante Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. Das Ziel der Ausrichtung der unteren Gliedmaßen wurde in 50 Fällen (73 %) erreicht, wobei 41 davon mit PSCG (82 %) erreicht wurden. Von den 18 Fällen, in denen das Ziel nicht erreicht wurde, wurde PSCG 16-mal eingesetzt (88 %). Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die Ausrichtung der unteren Gliedmaßen bei der Verwendung von PSCG im Vergleich zu Standardinstrumenten nicht wesentlich näher an einem HKA von 180° lag oder häufiger erreicht wurde. Da die Ergebnisse der beiden Gruppen überlagert werden konnten, fanden die Forscher keine Hinweise darauf, dass der Einsatz von PSCG die postoperative Ausrichtung der unteren Extremitäten verbesserte.

In einer randomisierten klinischen Studie verglichen Pfitzner et al. (2014) die Genauigkeit von MRT- und CT-basierten PSI mit CI und untereinander bei TKAs. Die drei Ansätze wurden auch im Hinblick auf validierte Ergebniswerte und Operationsdauer verglichen. Insgesamt wurden 90 Patienten aufgenommen und in drei Gruppen eingeteilt: CT-basierte, MRT-basierte PSI und CI. Die Gruppen unterschieden sich nicht hinsichtlich Alter, männlicher/weiblicher Geschlechterverteilung und BMI. In allen Gruppen wurden koronale und sagittale Ausrichtungen auf postoperativen Stand-Langbein- und seitlichen Röntgenaufnahmen gemessen. Die Komponentenrotation wurde auf CT-Scans gemessen. Die klinischen Ergebnisse (Knee Society- und WOMAC-Scores) wurden präoperativ und durchschnittlich 3 Monate nach der Operation ausgewertet und die Operationsdauer für jeden Patienten analysiert. MRT- und CT-basierte PSI-Gruppen wurden zunächst mit CI verglichen, die PSI-Gruppen wurden untereinander verglichen und alle drei Ansätze wurden hinsichtlich klinischer Ergebnismessungen und Operationsdauer verglichen. Im Vergleich zu CI zeigte MRT- und CT-basiertes PSI eine höhere Genauigkeit hinsichtlich der koronalen Gliedmaßenachse (MRT im Vergleich zu konventionell, 1,0° [Bereich von 0° bis 4°] gegenüber 4,5° [Bereich von 0° bis 8°], p < 0,001 ; CT versus konventionell, 3,0° [Bereich von 0° bis 5°] versus 4,5° [Bereich von 0° bis 8°], p = 0,02), Femurrotation (MRT versus konventionell, 1,0° [Bereich von 0° bis 2 °] versus 4,0° [Bereich 1° bis 7°], p < 0,001; CT versus konventionell, 1,0° [Bereich 0° bis 2°] versus 4,0° [Bereich 1° bis 7°], p < 0,001 ) und Tibianeigung (MRT versus konventionell, 1,0° [Bereich von 0° bis 2°] versus 3,5° [Bereich von 1° bis 7°], p < 0,001; CT versus konventionell, 1,0° [Bereich von 0° bis 2°] versus 3,5° [Bereich von 1° bis 7°], p < 0,001), aber die Unterschiede waren gering. Darüber hinaus zeigte die MRT-basierte PSI eine geringere Abweichung in der postoperativen koronalen mechanischen Extremitätenachse im Vergleich zur CT-basierten PSI (MRT vs. CT, 1,0° [Bereich von 0° bis 4°] vs. 3,0° [Bereich von 0°). bis 5°], p = 0,03), während es keinen Unterschied in der Femurrotation oder der Tibianeigung gab. Obwohl es in beiden PSI-Gruppen im Vergleich zu CI eine signifikante Verkürzung der Operationsdauer gab (MRT versus konventionell, 58 Minuten [Bereich von 53 bis 67 Minuten] gegenüber 76 Minuten [Bereich von 57 bis 83 Minuten], p < 0,001; CT versus konventionell, 63 Minuten [Bereich von 59 bis 69 Minuten] versus 76 Minuten [Bereich von 57 bis 83 Minuten], p < 0,001), es gab keine Unterschiede in den postoperativen Schmerzen und Funktionen der Knee Society und den WOMAC-Scores zwischen den Patienten Gruppen. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die Ergebnisse dieser Studie zwar belegten, dass PSI im Vergleich zu CI die Genauigkeit steigerte und dass MRT-basierte PSI im Vergleich zu CT-basierter PSI hinsichtlich der koronalen mechanischen Extremitätenachse genauer waren, die Unterschiede jedoch nur geringfügig und von fragwürdiger klinischer Relevanz waren. Darüber hinaus gaben diese Forscher an, dass der weit verbreitete Einsatz dieser Technik nicht empfohlen werden könne, da noch keine Unterschiede im klinischen Langzeitergebnis oder in der Überlebenswahrscheinlichkeit vorliegen.

Abane (2015) randomisierte 140 Patienten, die sich einer primären TKA unterziehen sollten, um den Eingriff entweder mit PSCG oder CI durchführen zu lassen. Das primäre Ergebnismaß war die mechanische Achse, gemessen nach 3 Monaten auf einer stehenden Langbein-Röntgenaufnahme im HKA-Winkel. Dies wurde von einem unabhängigen Beobachter durchgeführt, der für die Instrumentierung blind war. Sekundäre Ergebnismaße waren Komponentenpositionierung, Operationszeit, Knee Society- und Oxford-Kniewerte, Blutverlust und Krankenhaus-LOS. Insgesamt 126 Patienten (67 in der CI-Gruppe und 59 in der PSCG-Gruppe) verfügten über vollständige klinische und radiologische Daten. Es waren 88 Frauen und 52 Männer mit einem Durchschnittsalter von 69,3 Jahren (47 bis 84) und einem mittleren BMI von 28,6 kg/m(2) (20,2 bis 40,8). Der mittlere HKA-Winkel betrug 178,9° (172,5 bis 183,4) in der CI-Gruppe und 178,2° (172,4 bis 183,4) in der PSCG-Gruppe (p = 0,34). Ausreißer wurden in 22 von 67 Knien (32,8 %) in der CI-Gruppe und 19 von 59 Knien (32,2 %) in der PSCG-Gruppe identifiziert (p = 0,99). Es gab keinen signifikanten Unterschied in den klinischen Ergebnissen (p = 0,95 bzw. 0,59). Operationszeit, Blutverlust und LOS im Krankenhaus wurden bei der Verwendung von PSCG nicht signifikant reduziert (p = 0,09, 0,58 bzw. 0,50). Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass der Einsatz von PSCG bei der primären TKA den Anteil der Ausreißer, gemessen anhand der postoperativen koronalen Ausrichtung, nicht verringerte.

Nankivell et al. (2015) untersuchten das patientenspezifische System Visionaire. Die Dicke der tatsächlichen Knochenresektionen wurde mit der vorhergesagten Dicke verglichen (was einen „Resektionsfehler“ ergab). Es wurden auch Daten zur Anzahl der verwendeten Schienen, der Haut-zu-Haut-Operationszeit und der Tourniquet-Zeit erhoben. Insgesamt wurden 41 TKRs bei 33 Frauen (1 bilateral) und 7 Männern durchgeführt. Die durchschnittlichen Resektionsfehler betrugen 0,22 mm medial und 0,05 mm lateral für den distalen Femur, 0,99 mm medial und 0,74 mm lateral für die hinteren Femurkondylen und 0,55 mm medial und 0,71 mm lateral für die proximale Tibia. Es gab keine signifikanten Unterschiede in der Tourniquet-Zeit, der Haut-zu-Haut-Zeit oder der Anzahl der verwendeten Schienen zwischen der patientenspezifischen und der historischen Vergleichsgruppe. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass PSCG genaue Resektionen durchführte. Die Operations- und Tourniquet-Zeiten sowie die Anzahl der verwendeten Tabletts unterschieden sich nicht von Standard-TKRs. Diese Forscher gaben an, dass weitere Untersuchungen erforderlich seien, um zu untersuchen, ob PSCG die postoperative Ausrichtung und die Patientenzufriedenheit verbessern würde.

Schwarzkopf und Kollegen (2015) gaben an, dass sich TKA-Instrumente und Implantatdesigns weiterentwickelt haben, wobei eine der aktuellen Innovationen patientenspezifische Implantate (PSIs) sind. In einer retrospektiven Kohortenstudie untersuchten diese Forscher, ob zwischen PSI und konventioneller TKA ein signifikanter Unterschied in der Operationszeit, dem intraoperativen Blutverlust, dem postoperativen ROM und der LOS besteht. Eine aufeinanderfolgende Serie von 621 TKA-Patienten, 307 mit PSIs und 314 mit konventionellen Implantaten, wurde untersucht. Unterschiede im geschätzten Blutverlust, LOS, ROM und Operationszeit/Tourniquet-Zeit zwischen den beiden Kohorten wurden analysiert. Die lineare Regressionsanalyse zeigte, dass PSI den geschätzten Blutverlust um 44,72 ml verringerte (p < 0,01), die LOS um 0,39 Tage verringerte (p < 0,01), den postoperativen ROM um 3,90° verringerte (p < 0,01) und einen vernachlässigbaren Unterschied aufwies Operations- und Tourniquetzeit. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die Verwendung von PSI mit einem verringerten geschätzten Blutverlust, einem verringerten LOS, einem verringerten ROM und keinem erkennbaren Unterschied in der Operations- oder Tourniquet-Zeit verbunden war, was allesamt wahrscheinlich keine klinisch signifikante Bedeutung hatte. Diese Forscher gaben an, dass zukünftige Studien sich mit der Lebensqualität (QOL) und den von Patienten berichteten funktionellen Ergebnismessungen zwischen den beiden Kohorten befassen müssen. Beweisgrad = III.

Die Autoren gaben an, dass diese Studie mehrere Nachteile hatte. Erstens schränkte der retrospektive Charakter dieser Studie ihre Fähigkeit ein, die Messkriterien der verschiedenen bewerteten Variablen zu vereinheitlichen, was zu einer möglichen Verzerrung führte. In dieser Studie wurden Daten für die beiden Kohorten aus unterschiedlichen Zeiträumen verwendet. Die herkömmlichen Implantate wurden zwischen Januar 2008 und Dezember 2010 durchgeführt, während die PSIs zwischen Januar 2011 und Juni 2013 durchgeführt wurden. Dies könnte eine mögliche Verzerrung aufgrund von Faktoren wie verbessertem Schmerzmanagement und verbesserten Protokollen ermöglichen. Diese Studie konzentrierte sich auf die Interpretation der Unterschiede im ROM als Maß für den Unterschied zwischen dem PSI und herkömmlichen Implantaten. Aufgrund des retrospektiven Charakters der Studie gab es keinen standardisierten Ansatz zur Dokumentation sowohl prä- als auch postoperativer ROM-Messungen. Da kein bestimmtes Protokoll zur Erfassung der ROM-Werte befolgt wurde, kam es möglicherweise zu Abweichungen bei den Messungen, je nachdem, wie und von wem der ROM gemessen wurde. Für zukünftige Studien wäre es sinnvoller, diese Probleme in einer prospektiven Studie anzugehen, um das Ausmaß der Variation zu verringern. In Zukunft wäre es wichtig, Faktoren wie Lebensqualität und vom Patienten berichtete Ergebnismaße zu berücksichtigen. Idealerweise sollte eine Folgestudie diese Messungen prospektiv, randomisiert und kontrolliert behandeln. Diese Forscher stellten fest, dass die Ergebnisse dieser Studie statistisch signifikante Unterschiede im geschätzten Blutverlust und der LOS zeigten; Es zeigte sich jedoch, dass diese Unterschiede möglicherweise keine klinisch signifikanten Unterschiede darstellen. Dies lässt sich am besten durch die vernachlässigbare Änderung des geschätzten Blutverlusts (44,72 ml) und der LOS (0,39 Tage) zwischen den Kohorten erklären. Dennoch muss noch untersucht werden, ob diese intraoperativen und postoperativen Vorteile individualisierter Implantate tatsächlich mit langfristig günstigen Ergebnissen für die Patienten verbunden sind. Dass der postoperative Anstieg des Bewegungsspielraums in der patientenspezifischen Gruppe im Vergleich zur konventionellen Gruppe geringer ausfiel, legt nahe, dass eine weitere Analyse anderer Parameter wie postoperativer Knie-Score, Schmerz-Score und Ausrichtung hilfreich sein wird, um etwaige langfristige Vorteile zu ermitteln von maßgeschneiderten Instrumenten und Implantaten. Bemerkenswert ist, dass herkömmliche Instrumente aufgrund der Abhängigkeit von manuellen intramedullären Ausrichtungsführungen mit längeren Operationszeiten und intraoperativem Blutverlust verbunden sein können. Darüber hinaus sorgten patientenspezifische Implantate für eine größere Knochenabdeckung, wodurch freiliegender Knochen eliminiert wurde, und können im Vergleich zu herkömmlichen Implantaten zu einem geringeren postoperativen Blutverlust beitragen.

In einer RCT untersuchten Huijbregts et al. (2016a) die Genauigkeit der Positionierung und Ausrichtung der Komponenten bei TKA und verglichen diejenigen, die mit standardmäßigen intramedullären Schneidvorrichtungen durchgeführt wurden, und diejenigen mit PSI. Es gab 64 TKAs in der Standardgruppe und 69 in der PSI-Gruppe. Der postoperative HKA-Winkel und die Positionierung wurden mithilfe von CT-Scans untersucht. Als Ausreißer galt eine Abweichung von mehr als 3° von der geplanten Position. Die Operationszeit, der Oxford Knee Score (OKS) und der Short Form-12 (SF-12) wurden aufgezeichnet. Es gab 14 HKA-Winkel-Ausreißer (22 %) in der Standardgruppe und 9 (13 %) in der PSI-Gruppe (p = 0,251). Der mittlere HKA-Winkel betrug 0,5° Varus in der Standardgruppe und 0,2° Varus in der PSI-Gruppe (p = 0,492). Die Genauigkeit der Ausrichtung in der koronalen und axialen Ebene und der Anteil der Ausreißer unterschieden sich in den beiden Gruppen nicht. Die femorale Komponente war stärker gebeugt (p = 0,035) und es gab signifikant mehr Ausreißer der Tibianeigung (29 % gegenüber 13 %) in der PSI-Gruppe (p = 0,032). Die Operationszeit und der mittlere 3-Monats-OKS waren ähnlich (p = 0,218 bzw. p = 0,472). Die körperlichen und geistigen SF-12-Werte unterschieden sich weder 3 Monate (p = 0,418 bzw. p = 0,267) noch 1 Jahr nach der Operation (p = 0,114 bzw. p = 0,569) signifikant. Der mittlere 1-Jahres-OKS war in der PSI-Gruppe um 2 Punkte höher (p = 0,049). Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass der Einsatz von PSI im Vergleich zu standardmäßigen intramedullären Vorrichtungen die Anzahl der Ausreißer oder die mittlere Operationszeit nicht signifikant verringerte und auch die Genauigkeit der Ausrichtung oder den mittleren OKS klinisch nicht verbesserte. Diese Ergebnisse stützten nicht den routinemäßigen Einsatz von PSI bei der Durchführung einer TKA.

Huijbregts et al. (2016b) stellten fest, dass patientenspezifische Instrumente (PSI) für TKA eingeführt wurden, um die Ausrichtung zu verbessern und Ausreißer zu reduzieren, die Effizienz zu steigern und die Operationszeit zu verkürzen. Um das Verständnis der Ergebnisse von PSI zu verbessern, führten diese Forscher eine Metaanalyse durch. Sie identifizierten randomisierte und quasi-randomisierte kontrollierte Studien (RCTs), in denen patientenspezifische und konventionelle Instrumente bei der TKA verglichen wurden. Gewichtete mittlere Differenzen (WMDs) und Risikoverhältnisse (RRs) wurden für radiologische Genauigkeit, Operationszeit, Krankenhausaufenthalt, Blutverlust, Anzahl der erforderlichen chirurgischen Tabletts und vom Patienten berichtete Ergebnismaße ermittelt. Insgesamt wurden 21 RCTs mit 1.587 TKAs eingeschlossen. Die patientenspezifische Instrumentierung führte zu einer etwas genaueren Hüft-Knie-Knöchel-Achse (0,3°), koronaler Femurausrichtung (0,3°), Femurflexion (0,9°), Tibianeigung (0,7°) und Rotation der Femurkomponente (0,5°). Das RR eines Ausreißers der Koronalebene (mehr als 3° Abweichung vom gewählten Ziel) für die Tibiakomponente war in der PSI-Gruppe statistisch signifikant erhöht (RR = 1,64). Für andere radiologische Messungen wurde keine Signifikanz gefunden. Operationszeit, Blutverlust, und Transfusionsrate waren ähnlich. Der Krankenhausaufenthalt wurde deutlich verkürzt, um etwa 8 Stunden, und die Anzahl der verwendeten chirurgischen Tabletts verringerte sich in der PSI-Gruppe um 4. Die Scores der Knee Society und der Oxford Knee Scores waren ähnlich. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass es zu keinem PSI kam Dies führt zu einer klinisch bedeutsamen Verbesserung der Ausrichtung, zu weniger Ausreißern oder zu besseren, vom Patienten berichteten Ergebnismessungen. Die Effizienz wird durch die Reduzierung der Anzahl der verwendeten Tabletts verbessert, aber PSI hat die Operationszeit nicht verkürzt.

Nam et al. (2016a) stellten fest, dass kundenspezifische Schnittführungen (CCGs) bei TKA die präoperative 3D-Bildgebung nutzen, um Schnittblöcke herzustellen, die speziell auf die Anatomie eines Patienten zugeschnitten sind. In einer retrospektiven, multizentrischen Studie untersuchten diese Forscher den Einfluss von CCGs im Vergleich zu standardmäßigen intramedullären und extramedullären Leitfäden auf die vom Patienten berichtete Zufriedenheit und Restsymptome nach einer TKA. In dieser Studie wurde ein MRT-basiertes CCG-System mit Standardinstrumenten verglichen. Alle Patienten erhielten die gleiche zementierte, festsitzende, kreuzbandhaltende Komponente und hatten die primäre Diagnose Arthrose. Die Daten wurden von einem unabhängigen externen Umfragezentrum gesammelt, das keine Kenntnis von der chirurgischen Technik hatte und telefonische Fragebögen zur Beurteilung der Patientenzufriedenheit und Symptome durchführte. Alter, Geschlecht, Minderheitenstatus, Bildungsniveau, Einkommen, Dauer der Nachbeobachtung und präarthritische UCLA-Scores des Patienten wurden als potenzielle Störfaktoren angesehen und mithilfe multivariater logistischer Regressionsanalysen berücksichtigt. Insgesamt wurden 448 Patienten (107 CCGs, 341 Standard) erfolgreich befragt. Bei einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 3 Jahren gab es keinen Unterschied im Prozentsatz der Patienten, die angaben, dass sich ihr Knie „normal“ anfühlte (74 % CCG gegenüber 78 % Standard, p = 0,37). Restsymptome wie Kniesteifheit (37 % CCG gegenüber 28 % Standard, p = 0,08) und Schwierigkeiten beim Ein- und Aussteigen aus dem Auto (34 % CCG gegenüber 30 % Standard, p = 0,40) blieben hoch. Multivariate Regressionsanalysen zeigten keine Unterschiede zwischen den beiden Kohorten sowohl hinsichtlich der vom Patienten berichteten Zufriedenheit als auch der Restsymptome (OR 0,72 bis 1,48; p = 0,10 bis 0,81). Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass bei einer Befragung durch einen unabhängigen, verblindeten Dritten die Verwendung von CCGs bei TKA die vom Patienten berichtete Zufriedenheit oder Restsymptome im Vergleich zur Verwendung von Standard-Ausrichtungsleitfäden nicht verbesserte.

In einer retrospektiven Studie untersuchten Nam et al. (2016b), ob CCGs die klinischen Ergebnisse verbessern würden, gemessen anhand der UCLA-Aktivität, SF-12 und OKS; und bestimmte koronale mechanische Ausrichtung im Vergleich zu Standard-Ausrichtungshilfen. An dieser Studie nahmen Patienten teil, die sich zwischen Januar 2009 und April 2012 einer primären TKA mit demselben kreuzbanderhaltenden, zementierten TKA-System unterzogen. Es wurden Patienten eingeschlossen, die für eine einseitige, kreuzbanderhaltende TKA in Frage kamen und andere vorab festgelegte Kriterien erfüllten; Den Patienten wurde die Möglichkeit gegeben, selbst entweder ein MRT-basiertes CCG-Verfahren oder eine Standard-TKA zu wählen. Für die Analyse standen 97 von 120 (80,8 %) Patienten in der Standard- und 104 von 124 (83,9 %, p = 0,5) in der CCG-Kohorte mit einer Nachbeobachtungszeit von mindestens einem Jahr zur Verfügung. Die ersten 95 Patienten in der Standardkohorte (durchschnittliche Nachbeobachtungszeit von 3 Jahren; Bereich von 1 bis 4 Jahren) und der CCG-Kohorte (mittlere Nachbeobachtungszeit von 2 Jahren; Bereich von 1 bis 4 Jahren) wurden verglichen. Das Ausrichtungsziel für alle TKAs war ein HKA-Winkel von 0°. UCLA, SF-12 und OKS wurden präoperativ und bei der letzten Nachuntersuchung jedes Patienten erhoben. Postoperativ wurden rotationskontrollierte koronale Scout-CT-Scans verwendet, um die HKA-Ausrichtung zu messen. Für Vergleiche mit einem als signifikant angesehenen p-Wert ≤ 0,05 wurden t-Tests unabhängiger Stichproben und Chi-Quadrat-Tests verwendet. Bei der letzten Nachuntersuchung gab es keine Unterschiede zwischen den beiden Kohorten für ROM (114° ± 14° im CCG gegenüber 115° ± 15° im Standard, p = 0,7), UCLA (6 ± 2 im CCG gegenüber 6 ±). 2 im Standard, p = 0,7), SF-12 physikalisch (44 ± 12 im CCG gegenüber 41 ± 12 im Standard, p = 0,07) oder OKS (39 ± 9 im CCG gegenüber 37 ± 10 im Standard, p = 0,1) . Es gab keine Unterschiede für die inkrementelle Verbesserung im UCLA (1 ± 4 im CCG gegenüber 1 ± 3 im Standard, p = 0,5), bei SF-12 physikalisch (12 ± 20 im CCG gegenüber 11 ± 21, p = 0,8) oder OKS (16 ± 9 im CCG gegenüber 19 ± 10 im Standard, p = 0,1) von präoperativ bis postoperativ. Es gab keinen Unterschied im Prozentsatz der Ausreißer für die Ausrichtung (23 % im Standard versus 31 % im CCG mit HKA außerhalb von 0° ± 3°; p = 0,2) zwischen den beiden Kohorten. Bei einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von mehr als zwei Jahren zeigten CCGs keine Vorteile bei validierten Knie-Outcome-Scores oder bei der mittels CT-Scan gemessenen koronalen Ausrichtung gegenüber der Verwendung von Standardinstrumenten bei der TKA. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass der klinische Nutzen von CCGs nachgewiesen werden muss, bevor diese Technologie weiter implementiert wird.

Pourgiezis et al. (2016) verglichen patientenangepasste Instrumente (PMI) mit CI-TKA im Hinblick auf die Ausrichtung der Gliedmaßen und die Position der Komponenten. Insgesamt 9 Männer und 36 Frauen (Durchschnittsalter 69,5 Jahre), die sich einer PMI-TKA unterzogen, wurden mit 20 Männern und 25 Frauen (Durchschnittsalter 69,3 Jahre) verglichen, die sich einer CI-TKA durch dasselbe Chirurgenteam mit derselben Prothese und denselben Protokollen unterzogen hatten in Bezug auf die Ausrichtung der Gliedmaßen und die Position der Komponenten mithilfe der Perth-Protokoll-CT sowie Knochenresektionsmessungen, Operationszeit und die Anzahl der verwendeten Tabletts. Die PMI- und CI-TKA-Gruppen waren hinsichtlich Alter, BMI, Tourniquet-Zeit, Operationszeit und Anzahl der verwendeten Schienen vergleichbar. Bei der Ausrichtung der Gliedmaßen und der Komponentenposition unterschieden sich die beiden Gruppen deutlich in der sagittalen Position der Femurkomponente (2,4° gegenüber 0,9°, p = 0,0008) und im Prozentsatz der Knie, bei denen die Femurkomponente um 1° oder mehr in Bezug auf die transepikondyläre Achse nach innen gedreht war (20 % vs. 55 %, p = 0,001). Der Unterschied war hinsichtlich der Ausrichtung der Gliedmaßen, der koronalen und rotatorischen Position der Femurkomponente oder der koronalen und sagittalen Position der Tibiakomponente nicht signifikant. Intraoperativ zeigten alle auf den Patienten abgestimmten Schnittblöcke eine akzeptable Passform und Stabilität. Es traten keine instrumentenbedingten Nebenwirkungen oder Komplikationen auf; 1 (2,2 %) Femur und 6 (13,3 %) Tibia wurden zur optimalen Bänderbalance um 2 mm nachgeschnitten; Zwei Femurkomponenten wurden auf die nächste Größe vergrößert und zwei Tibiakomponenten wurden auf die nächste Größe vergrößert und zwei verkleinert. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass der PMI bei TKA genauso genau war wie der CI. Es gab keinen signifikanten Unterschied in der Ausrichtung der Gliedmaßen oder der Position der Femur- und Tibiakomponenten in der Koronal- und Sagittalebene zwischen PMI und CI TKA; PMI hatte eine höhere Tendenz, eine korrekte Rotation der Femurkomponente zu erreichen.

Predescu et al. (2017) berichteten über ihre Erfahrungen beim Vergleich zweier verschiedener TKA-Techniken unter Verwendung von PSI mit dem Visionaire-Knie und CI aus demselben System (Genesis II Smith & Nephew). Insgesamt 80 Knie wurden in zwei gleiche Gruppen, 40 PSI bzw. 40 CI, aufgeteilt und zwischen April 2013 und August 2014 operiert. Eine Patientin hatte in diesem Zeitraum im Abstand von 6 Monaten eine bilaterale TKR, beide mit PSI. Alle operierten Knie hatten eine Varusdeformität mit einem mittleren HKA von 168° (PSI) gegenüber 163° (CI). Diese Forscher verwendeten Tranexamsäure (Doppeldosisschema) und Saugdrainagen für 48 Stunden, mit einem durchschnittlichen Blutabfluss in der PSI-Gruppe von 185 ml und Hb-Werten von 11,2 g/dl am 3. Tag danach, verglichen mit 260 ml und 10,7 g /dL im CI. Der mittlere Blutverlust betrug 3,5 g/dl im PSI und 4,2 g/dl im CI. Auf der Röntgenaufnahme des langen Standbeins nach 6 Wochen waren alle Knie in der Frontalebene ausgerichtet, mit ähnlichen HKA-Werten (178,9° PSI gegenüber 178,6° CI). Die intraoperativ gemessenen Knochenschnitte erwiesen sich als genau innerhalb einer 1-mm-Grenze. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass sie PSI-TKR für ein besseres Ergebnis nicht empfehlen können. Es war eine Alternative zur herkömmlichen und computergestützten TKR; Es sind jedoch weitere Studien erforderlich, um zu untersuchen, ob durch die Wahl maßgeschneiderter Instrumente chirurgische oder wirtschaftliche Vorteile erzielt werden können.

In einem RCT gingen Young et al. (2017) auf drei Forschungsfragen ein. Erstens: Würden sich die vom Patienten berichteten Ergebniswerte nach 2 Jahren bei Patienten mit kinematischer Ausrichtung (KA) im Vergleich zu einer mechanischen Ausrichtungstechnik (MA) verbessern? Zweitens, wenn die Ausrichtung der postoperativen Komponenten zwischen den Techniken unterschiedlich wäre? Drittens: Ist der Anteil der Patienten, die sich nach zwei Jahren einer erneuten Operation unterziehen, bei den verschiedenen Techniken unterschiedlich? Insgesamt 99 primäre TKAs bei 95 Patienten wurden randomisiert entweder der MA-Gruppe (n = 50) oder der KA-Gruppe (n = 49) zugeteilt. Vor diesem Versuch wurde eine Pilotstudie mit 20 TKAs durchgeführt, bei der dieselben patientenspezifischen Führungen zur Positionierung in KA verwendet wurden. In der KA-Gruppe wurden PSCGs anhand individueller präoperativer MRT-Daten hergestellt. In der MA-Gruppe wurde Computernavigation eingesetzt, um eine neutrale MA-Genauigkeit sicherzustellen. Die postoperative Ausrichtung wurde mittels CT-Scan beurteilt, und die funktionellen Scores (einschließlich PKS, WOMAC und Forgotten Joint Score) wurden präoperativ sowie 6 Wochen, 6 Monate und 1 und 2 Jahre postoperativ beurteilt. Es gingen keine Patienten für die Nachsorge verloren. Die Forscher legten die Stichprobengröße auf mindestens 45 Patienten pro Behandlungsarm fest, basierend auf einer 5-Punkte-Verbesserung des mittleren OKS; der zuvor gemeldete minimale klinisch signifikante Unterschied für das OKS bei TKA, eine gepoolte SD von 8,3, eine Trennschärfe von 80 % und ein zweiseitiges Signifikanzniveau von 5 %. Diese Forscher beobachteten keinen Unterschied in den 2-Jahres-Veränderungswerten (postoperativ minus präoperativer Wert) bei KA- und MA-Patienten für das OKS (Mittelwert von 21, SD 8 gegenüber 20, SD 8, kleinstes Quadratmittel 1,0, 95 %-KI). : -1,4 bis 3,4, p = 0,4), WOMAC-Score (Mittelwert von 38, SD 18 gegenüber 35, SD 8, kleinstes Quadrat bedeutet 3, 95 %-KI: -3,2 bis 8,9, p = 0,3) oder Forgotten-Joint-Score ( 28 SD 37 versus 28, SD 28, Kleinste-Quadrat-Mittel 0,8, 95 %-KI: -9,1 bis 10,7, p = 0,8). Die postoperative HKA-Achse unterschied sich nicht zwischen den Gruppen (mittlerer KA 0,4° Varus SD 3,5 gegenüber MA 0,7° Varus SD 2,0). Allerdings wies die tibiale Komponente in der KA-Gruppe im Mittel 1,9° mehr Varus auf als in der MA-Gruppe (95 %-KI: 0,8° bis 3,0°, p = 0,003) und die femorale Komponente wies 1,6° mehr Valgus auf (95 %-KI: -2,5° bis -0,7°, p = 0,003). Die Komplikationsraten unterschieden sich nicht zwischen den Gruppen. Die Forscher fanden keinen Unterschied in den vom Patienten berichteten 2-Jahres-Ergebniswerten bei TKAs, die mit der KA-Technik implantiert wurden, im Vergleich zu einer MA-Technik. Die theoretischen Vorteile einer verbesserten Schmerz- und Funktionsverbesserung, die die Grundlage für das Designprinzip von KA bildeten, wurden in dieser Studie nicht beobachtet. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass unklar sei, ob die bei KA beobachteten Veränderungen in der Komponentenausrichtung das langfristige Überleben der TKA beeinträchtigen würden. In dieser Studie konnten diese Forscher keinen Vorteil von KA in Bezug auf Schmerzen oder Funktion nachweisen, der dieses Risiko rechtfertigen würde.

In einer RCT verglichen Vide et al. (2017) PSI mit Standardinstrumenten hinsichtlich der Wirksamkeit zur Erzielung einer guten koronalen Ausrichtung und der Unterschiede in der Operationszeit, dem Blutverlust und der LOS. Insgesamt wurden 95 von 100 randomisierten Patienten, die für eine TKA in Frage kamen, analysiert. Bei 47 Patienten wurden PSI mit MRT und Langbeinröntgen durchgeführt, während 48 Patienten Standardinstrumente erhielten. Primärer Endpunkt war die koronale Ausrichtung, ausgewertet mittels Langbein-Röntgenaufnahme. Als Ausreißer galt eine Abweichung von mehr als 3° Varus/Valgus. Die Operationszeit wurde von Haut zu Haut verglichen; LOS war eine Post-hoc-Analyse. Der Blutverlust wurde anhand der Anzahl der verbrauchten Blutkonserven sowie des Abfalls der Hämoglobin- (Hb) und Hämatokritwerte (Hct) bewertet. Standardinstrumente hatten im Vergleich zu PSI eine höhere Anzahl von Ausreißern in der koronalen Ausrichtung mit einem RR von 3,015. Die Operationszeit wurde sowohl mit dem PSI als auch mit dem LOS um 18 Minuten (24,8 %) verkürzt, mit einer Verkürzung um einen halben Tag. Die Anzahl der ausgegebenen Blutkonserven war in der PSI-Gruppe deutlich geringer. Das relative Transfusionsrisiko betrug 7,09 für Patienten in der Standardinstrumentierungsgruppe. Der Unterschied in den Hb- und Hct-Werten war nicht signifikant. Kein Patient musste die PSI abbrechen. Bei 14,9 % der Patienten kam es zu geringfügigen Änderungen am präoperativen Plan: Bei 4,3 % kam es zu einer Schnittüberprüfung und bei 10,6 % zu einer Änderung des Einsatzes. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass PSI gegenüber der Standardinstrumentierung bei TKA wichtige Vorteile bieten konnte: Es verringerte das Risiko von Ausreißern und Transfusionen, war ein schnelleres Verfahren und ermöglichte eine kürzere LOS mit einer geringen Rate an intraoperativen Anpassungen.

In einer Metaanalyse verglichen Thienpont et al. (2017) PSI und Standardinstrumentierung bei TKA im Hinblick auf radiologische und klinische Ergebnisse sowie Operationszeit und Blutverlust. Diese Metaanalyse wurde gemäß der PRISMA-Erklärung (Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses) durchgeführt. PubMed und Embase wurden von 2011 bis 2015 durchsucht. Zu diesen Forschern gehörten RCTs und Kohortenstudien, die über die Wirkung von PSI auf die oben genannten Ergebnisse berichteten. Der primäre Endpunkt war eine Abweichung von der mechanischen Achse um mehr als 3°. Zur Analyse wurden Zufalls- und Fixed-Effect-Modelle verwendet. Insgesamt wurden 44 Studien ausgewertet, darunter 2.866 Knie, die mit PSI operiert wurden, und 2.956 Knie, die mit Standardinstrumenten operiert wurden. Das Risiko einer Fehlausrichtung der mechanischen Achse war bei PSI deutlich geringer, mit einem gepoolten RR von 0,79 (p = 0,013). Das Risiko einer Fehlausrichtung der tibialen Sagittalebene war bei PSI höher als bei der Standardinstrumentierung (RR = 1,32, p = 0,001), wohingegen das Risiko einer Fehlausrichtung der femoralen Koronarebene signifikant geringer war (RR = 0,74, p = 0,043). Das Risiko einer Fehlausrichtung der tibialen Koronarebene war bei PSI nur dann signifikant höher, wenn eine Fixed-Effect-Metaanalyse angewendet wurde (RR = 1,33, p = 0,042). Bei PSI wurden geringfügige Reduzierungen der gesamten Operationszeit (-4,4 Minuten, p = 0,002) und des Blutverlusts (-37,9 ml, p = 0,015) festgestellt. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass PSI die Genauigkeit der Ausrichtung der femoralen Komponente und der globalen mechanischen Ausrichtung verbesserte, allerdings auf Kosten eines erhöhten Risikos von Ausreißern bei der Ausrichtung der tibialen Komponente. Welchen Einfluss die erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Fehlstellung der Tibiakomponente auf die Langlebigkeit des Implantats hat, muss noch ermittelt werden. Metaanalysen zeigten signifikante Unterschiede hinsichtlich Operationszeit und Blutverlust zugunsten der PSI. Diese Unterschiede waren jedoch minimal und allein keine wesentliche Rechtfertigung für den routinemäßigen Einsatz der Technologie.

Alvand und Kollegen (2018) stellten fest, dass patientenspezifische Instrumente (PSI) als Mittel zur Verbesserung der chirurgischen Genauigkeit und der Einfachheit der Implantation bei technisch anspruchsvollen Eingriffen wie UKA vorgeschlagen wurden. In einer prospektiven RCT verglichen diese Forscher die Genauigkeit der Implantation und das funktionelle Ergebnis mobiler medialer UKAs, die von erfahrenen UKA-Chirurgen mit und ohne PSI implantiert wurden. Mobile tragende mediale UKAs wurden bei 43 Patienten entweder unter Verwendung von PSI-Führungen oder konventionellen Instrumenten (CI) implantiert. Zur Beurteilung der Komponentenpositionierung wurden intraoperative Messungen, die Größe des implantierten Meniskuslagers und postoperative Röntgenanalysen durchgeführt. Das funktionelle Ergebnis wurde mithilfe des Oxford Knee Score (OKS) bestimmt. In drei Fällen konnten PSI-Führungen nicht verwendet werden, da Bedenken hinsichtlich der Genauigkeit und der Ausrichtung auf die natürliche Anatomie, insbesondere auf der Tibiaseite, bestehen. Im Allgemeinen wurde mit den beiden Systemen eine ähnliche Ausrichtung und Positionierung der Komponenten erreicht (nicht signifikant für die koronale/sagittale Ausrichtung und die Tibiaabdeckung). Die PSI-Gruppe hatte eine größere Tibianeigung (p = 0,029); während in der Kontrollgruppe mehr Meniskuslager in optimaler Größe eingesetzt wurden (95 % gegenüber 52 %; p = 0,001). Es gab keine signifikanten Unterschiede bei den OKS-Verbesserungen. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die Komponentenpositionierung für die beiden Gruppen für den Femur ähnlich war, auf der Tibiaseite jedoch unter Verwendung von PSI weniger genau war, was häufig zu einigen unnötig tiefen Resektionen des Tibiaplateaus führte. Diese Forscher gaben an, dass PSI zwar mit CI aufgrund der OKS-Verbesserungen nach 12 Monaten vergleichbar war, sie jedoch weiterhin CI für UKA an ihrer Einrichtung verwendeten, bis weitere Verbesserungen der PSI-Leitfäden nachgewiesen werden konnten. Evidenzgrad = I.

Die Autoren gaben an, dass diese Studie mehrere Nachteile hatte. Erstens handelte es sich bei den Chirurgen, die die Fälle durchführten, um sehr erfahrene Chirurgen der Oxford UKA (OUKA) mit umfangreicher Vorerfahrung im CI. Diese Experten hatten daher bei Verwendung des CI wahrscheinlich nur eine sehr geringe Anzahl (wenn überhaupt) chirurgischer Ausreißer. Diese potenzielle Verzerrung wurde durch die chirurgische Lernkurve im Zusammenhang mit der Verwendung des PSI noch verstärkt. Die Chirurgen unternahmen konzertierte Anstrengungen, um dieses Problem anzugehen, indem sie sich in einer früheren Pilotstudie mit dem PSI vertraut machten. Dennoch war es sehr wahrscheinlich, dass die bisherigen Erfahrungen der Chirurgen mit dem CI zugunsten der CI-Gruppe ausfielen; und daher wäre es schwierig gewesen, mit PSI eine höhere chirurgische Genauigkeit zu demonstrieren. Zweitens basierte die radiologische Beurteilung auf der koronalen und sagittalen Ausrichtung. Eine weitere Auswertung der Komponentenrotation mithilfe von CT-Scans wäre wünschenswert gewesen, war jedoch durch die Ressourcen begrenzt. Dennoch entsprachen die Röntgenparameter denen, die von den Designern des OUKA empfohlen wurden, und frühere Studien haben ihre Verwendung bestätigt. Ziel dieser Studie war es, wichtige Unterschiede in der Ausrichtung und Positionierung von Komponenten festzustellen. Es war wahrscheinlich nicht ausreichend, um klinisch wichtige Veränderungen im OKS zu erkennen. Die Begründung für die vorliegende Studie könnte jedoch auf der Grundlage von Faktoren der Patientensicherheit gerechtfertigt sein. Schließlich untersuchte diese Studie nicht das langfristige Überleben des Implantats und das Risiko einer Revisionsoperation – ein Faktor, der für die Wirksamkeit der PSI-Technologie von entscheidender Bedeutung war. Diese Forscher gaben an, dass die PSI-Technologie eine spannende Entwicklung sei, die in den letzten 10 Jahren große Aufmerksamkeit erhalten habe. Allerdings bedarf es einer weiteren Evaluierung und Verbesserung der in dieser Studie verwendeten PSI-Leitfäden, bevor sie regelmäßig im klinischen Alltag eingesetzt werden können.

In einer RCT verglichen Tammachote et al. (2018) individuelle Schnittblöcke (CCB) mit einer herkömmlichen Schnittführung. Insgesamt 108 Patienten mit Knie-Arthrose, die sich einer TKA durch einen erfahrenen Chirurgen unterzogen, wurden randomisiert einer CCB-Operation (n = 54) oder einer konventionellen Schneideinstrumentenoperation (CCI) (n = 54) zugeteilt. Die primären Ergebnisse waren die Ausrichtung der Gliedmaßen, die Position der Prothesen und die Operationszeit. Die sekundären Ergebnisse waren hämodynamische Veränderungen nach der Operation, funktionelle Ergebnisse (modifiziertes WOMAC) und ROM 2 Jahre nach der Operation. Der mittlere HKA-Winkel in der CCB-Gruppe betrug 179,4° ± 1,8° gegenüber 179,1° ± 2,4° in der CCI-Gruppe, Δ = 0 (95 %-KI: -0,6 bis 1,1, p = 0,55). Die mittlere Operationszeit war im CCB-Arm kürzer: 93 ± 12 Minuten gegenüber 104 ± 12 Minuten, Δ = 11 (95 %-KI: -16,7 bis -7,2, p < 0,0001). Es gab keine Unterschiede in den hämodynamischen Parametern, dem mittleren Blutverlust (446 [CCB] gegenüber 514 ml [CCI], Δ = -68 [95 % KI: -138 bis 31 ml, p = 0,21]), postoperativen Hb-Änderungen, Inzidenz von Hypotonie (systolisch unter 90 mm Hg), Oligurie und Bluttransfusionsraten. Funktionelle Ergebnisse und ROM waren ebenfalls ähnlich. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass es keine Verbesserung der Ausrichtung, der hämodynamischen Veränderungen, des Blutverlusts und der Kniefunktionsergebnisse gab; CCB verkürzte die Operationszeit in dieser Kohorte um 11 Minuten. Die Forscher gaben an, dass die Kostenwirksamkeit von CCB weiter untersucht werden sollte.

In einer retrospektiven Studie untersuchten Stone et al. (2018) die Ausrichtungsgenauigkeit und die funktionellen Ergebnisse von PSI im Vergleich zu Standardinstrumenten (SIs). Die Forscher untersuchten eine aufeinanderfolgende Reihe von TKA-Eingriffen mittels PSI. Insgesamt wurden 85 PSI-Verfahren identifiziert und diese mit einer entsprechenden Kohorte von 85 TKAs unter Verwendung von SI verglichen. Intraoperative Entscheidungsfindung, EBL, Effizienz, Knee Society Scores und postoperative Röntgenaufnahmen wurden ausgewertet. Insgesamt wurden 170 Patienten mit vergleichbaren Patientendaten untersucht; 81 % der PSI-Eingriffe lagen innerhalb der Zielebene (180 ± 3°) MA, während die SI-Gruppe 70 % der Fälle innerhalb der Zielebene aufwies (p = 0,132). Die mittlere Zielausrichtung (2,0° PSI gegenüber 2,2° SI, p = 0,477) war zwischen den Gruppen ähnlich; Bei 27 % der Patienten in der PSI-Gruppe wurden vom Chirurgen intraoperative Nachschnitte vorgenommen, um die wahrgenommene koronale Ausrichtung zu verbessern. Die Veränderung des Hkt war in der PSI-Gruppe reduziert (8,89 gegenüber 7,21, p = 0,000). Die Eingriffszeit und die Gesamtzeit im Operationssaal waren gleichwertig. Die Knee Society Scores unterschieden sich zwischen den Gruppen weder nach 6 Monaten noch nach 1 Jahr. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass PSI die Veränderung des Hkt verringerte, obwohl koronale Ausrichtung und Effizienz zwischen den Gruppen gleich waren. Diese Forscher gaben an, dass Chirurgen die Schnitte intraoperativ beurteilen müssen, um die Ausrichtung zu bestätigen; Die funktionellen Ergebnisse waren für die PSI- und SI-Gruppen gleichwertig.

In einer prospektiven RCT untersuchten Kosse et al. (2018) die Stabilität und Ausrichtung nach TKA mittels PSI und CI. Diese Forscher stellten die Hypothese auf, dass Stabilität und Ausrichtung 12 Monate nach der Operation mit PSI besser wären als mit CI. Das sekundäre Ziel umfasste die Bewertung der klinischen Ergebnisse nach TKA. Diese Studie umfasste 42 Patienten mit Knie-OA, die eine Genesis II PS-Prothese mit entweder PSI oder CI erhielten. Die Patienten besuchten das Krankenhaus präoperativ und postoperativ nach 6 Wochen sowie 3 und 12 Monaten. Zur Beurteilung der Stabilität wurde 12 Monate nach der Operation die Varus-Valgus-Laxität in Streckung und Beugung anhand von Belastungsröntgenaufnahmen bestimmt. Drei Monate nach der Operation wurden eine Röntgenaufnahme des langen Beins und ein CT-Scan angefertigt, um die HKA-Ausrichtung und Komponentenrotation zu messen. Darüber hinaus wurden die frontale und sagittale Ausrichtung der Komponenten, der Knee Society Score, der VAS-Schmerz, die VAS-Zufriedenheit, der Outcome-Score für Knieverletzungen und Osteoarthritis, der Patella-Score (Kujala), der UCLA-Aktivitäts-Score, die anterior-posteriore Laxität und (schwerwiegende) nachteilige Geräte-Scores berücksichtigt. Begleitende Ereignisse und intraoperative Komplikationen wurden gemeldet. Die klinischen Ergebnisse wurden mithilfe unabhängiger t-Tests oder nichtparametrischer Alternativen sowie wiederholter ANOVA-Messungen mit einem Signifikanzniveau von p < 0,05 verglichen. Es wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen hinsichtlich Stabilität, HKA-Winkel und Rotationsausrichtung festgestellt. Bei 4 Patienten passte der PSI nicht richtig auf die Tibia und/oder den Femur und musste intraoperativ angepasst werden. Beide Gruppen verbesserten sich im Laufe der Zeit bei allen klinischen Ergebnissen deutlich, wobei es 12 Monate nach der Operation keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen gab. Die PSI-Gruppe zeigte eine geringere Tibianeigung als die Patienten in der CI-Gruppe [PSI 2,6° gegenüber CI 4,8° (p = 0,02)]. Schließlich erhielt die PSI-Gruppe häufiger eine dünnere Einlagengröße als die CI-Gruppe (p = 0,03). Patienten, die mit PSI operiert wurden, unterschieden sich hinsichtlich Stabilität und Ausrichtung nicht von denen mit CI. Allerdings waren in der PSI-Gruppe intraoperativ häufiger Bandentlastungen erforderlich. Darüber hinaus zeigten die beiden Methoden keine unterschiedlichen klinischen Ergebnisse. Es schien, dass die präoperative Planung für die PSI konservativere Knochenschnitte ermöglichte als die CI; Ob dies jedoch klinisch relevant war, sollte weiter untersucht werden. Diese Forscher gaben an, dass PSI teurer und zeitaufwändiger sei als CI; und CI hinsichtlich der klinischen Ergebnisse nicht übertraf, empfahlen sie die Verwendung von CI bei TKA.

Stolarczyk et al. (2018) verglichen die Rotationsausrichtung der femoralen und tibialen Komponenten bei TKA-Patienten, wenn sie entweder mit CI oder PSI durchgeführt wurden. Insgesamt 60 Patienten mit primärer Knie-Arthrose wurden nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt, die chirurgisch mit TKA behandelt wurden: eine mit CI und die andere mit dem Visionaire PSI-System. Computertomographie und Röntgenbildgebung wurden präoperativ und 12 Wochen nach der Operation durchgeführt. Die Rotationsausrichtung der Femur- und Tibiakomponente wurde bei allen Patienten postoperativ mittels CT-Bildgebung gemäß dem Berger-Protokoll beurteilt. Beide Gruppen wurden verblindet mit dem Knee Society Score (KSS) und einem VAS klinisch untersucht. Insgesamt wurden 58 Patienten prospektiv untersucht. Die mittlere Nachbeobachtungszeit nach der Operation betrug 3,0 ± 0,4 Monate. CT-Bilder zeigten keine signifikante Verbesserung der Rotationsausrichtung der Implantatkomponenten zwischen den Gruppen. Röntgenaufnahmen zeigten in beiden Gruppen eine deutliche Verbesserung der Abweichung vom optimalen Ausrichtungsbereich der Femurkomponente in der Koronarebene. Patienten, die mit Visionaire PSI-Unterstützung operiert wurden, hatten schlechtere funktionelle Ergebnisse. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass es bei Patienten, die mit PSI behandelt wurden, im Vergleich zu denen, die mit CI behandelt wurden, keine Verbesserungen der klinischen Ergebnisse oder der Ausrichtung der Kniekomponenten gab. Darüber hinaus ergab die klinische und funktionelle Beurteilung schlechtere Ergebnisse hinsichtlich der KSS- und VAS-Scores bei der mittelfristigen Nachuntersuchung bei Patienten, die mit PSI behandelt wurden.

Woon et al. (2018) kombinierten Rohdaten aus RCTs mit dem Ziel, die funktionellen Ergebnisse zwischen KA mit PSI und MA zu vergleichen und zu prüfen, ob Patientenuntergruppen möglicherweise stärker von der KA-Technik profitieren könnten. Diese Forscher führten eine Literaturrecherche in den Datenbanken PubMed, Embase und Cochrane durch; Sie identifizierten 4 RCTs, in denen Patienten, die sich einer TKA unterzogen, mit PSI-KA und MA verglichen wurden. Unveröffentlichte Daten, einschließlich WOMAC und KSS, wurden von Studienautoren erhalten. In der Metaanalyse wurden die MA- und KA-Änderungswerte (postoperativ minus präoperativ) verglichen. Bei der Untergruppenanalyse von KA-Patienten wurde nach Untergruppen gesucht, die mit größerer Wahrscheinlichkeit von KA und den Auswirkungen der PSI-Genauigkeit profitieren. Metaanalysen der Veränderungswerte bei 229 KA-Patienten im Vergleich zu 229 MA-Patienten unterschieden sich nicht von WOMAC (MD von 3,4; 95 % KI: - 0,5 bis 7,3), KSS-Funktion (1,3, - 3,9 bis 6,4) oder KSS kombiniert (7,2, - 0,8 bis 15,2). Ein kleiner Vorteil wurde für KSS-Schmerzen in der KA-Gruppe beobachtet (3,6, 95 %-KI: 0,2 bis 7,1). Die Subgruppenanalyse zeigte keinen Unterschied zwischen Varus-, Valgus- und neutralen präoperativen Ausrichtungsgruppen und denen, die KA-Pläne erreichten und nicht erreichten. Bei schmerzfreien Patienten nach einem Jahr war es wahrscheinlicher, dass sie die KA-Pläne erreichten. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die vom Patienten berichteten Ergebniswerte nach einer TKA mit PSI-KA denen einer MA ähnelten. Keine identifizierbaren Untergruppen profitierten stärker von KA und langfristige Ergebnisse sind weiterhin unbekannt. Eine Ungenauigkeit des bei KA-Patienten verwendeten PSI-Systems könnte sich möglicherweise auf das Ergebnis auswirken.

In einer prospektiven RCT untersuchten Randelli et al. (2019), ob PSI die Rotationsausrichtung der Femurkomponente im Vergleich zu CI TKA verbessern würde. Diese Forscher untersuchten 133 aufeinanderfolgende Patienten auf ihre Eignung. Die Block-Randomisierung wurde für zugeordnete Patienten in der Behandlungs- (PSI) oder Kontrollgruppe durchgeführt. Während des Krankenhausaufenthalts wurden die Operationszeiten aufgezeichnet und der Gesamtblutvolumenverlust sowie die geschätzten roten Blutkörperchen berechnet. Zwei Monate nach der Operation wurde ein CT des Knies angefertigt, um die Rotation der Femurkomponente zur transepikondylären Achse und die Neigung der Tibiakomponente zu messen. Die Forscher rekrutierten 69 Patienten. PSI führte im Vergleich zu CI weder zu einer signifikanten Verbesserung der Rotation der Femurkomponente noch zu einer Reduzierung der Ausreißer. Es konnte keine signifikante Verbesserung hinsichtlich der Tibianeigung, des Blutverlusts, der gesamten Operationszeit und der Ischämiezeit festgestellt werden. Die Anzahl der erforderlichen Tibia-Nachschnitte war in der PSI-Gruppe signifikant höher als in der Kontrollgruppe (p = 0,0003). Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass PSI die Genauigkeit der Rotation der Femurkomponente bei TKA im Vergleich zu CI nicht verbesserte. Darüber hinaus schien PSI keine der anderen Variablen zu beeinflussen, die in dieser Studie als sekundäre Ziele untersucht wurden. Die Ergebnisse dieser Studie unterstützten nicht den routinemäßigen Einsatz von PSI während der Standard-TKA.

In einer prospektiven RCT verglichen Teeter et al. (2019) PSI und CI für TKA im Hinblick auf frühe Implantatmigration, Ausrichtung, chirurgische Ressourcen, Patientenergebnisse und Kosten. Diese Studie umfasste 50 Patienten, die sich einer TKA unterzogen. Es gab jeweils 25 Patienten in der PSI- und CSI-Gruppe. Es gab 12 männliche Patienten in der PSI-Gruppe und 7 männliche Patienten in der CSI-Gruppe. Die Patienten hatten ein Durchschnittsalter von 69,0 Jahren (SD von 8,4) in der PSI-Gruppe und von 69,4 Jahren (SD von 8,4) in der CSI-Gruppe. Alle Patienten erhielten das gleiche TKA-Implantat. Die intraoperativen chirurgischen Ressourcen und der anfallende chirurgische Abfall wurden erfasst. Die Patienten wurden radiostereometrischen Analysestudien (RSA) unterzogen, um die Migration femoraler und tibialer Komponenten über einen Zeitraum von zwei Jahren zu messen. Ergebnismessungen wurden prä- und postoperativ aufgezeichnet. Für jede Gruppe wurden die Gesamtkosten berechnet. Es gab keine Unterschiede (p > 0,05) bei der Migrationsmessung nach 2 Jahren, weder für die Tibia- noch für die Femurkomponente. Die Bewegung zwischen 1 und 2 Jahren betrug weniger als 0,2 mm, was auf eine stabile Fixierung hinweist. Es gab keine Unterschiede in der koronalen oder sagittalen Ausrichtung zwischen den beiden Gruppen. Die PSI-Gruppe brauchte durchschnittlich 6,1 Minuten länger (p = 0,04) und verwendete durchschnittlich 3,4 Tabletts weniger (p < 0,0001). Die Gesamtmenge an erzeugtem Abfall war bei beiden Gruppen ähnlich (10 kg). Die PSI-Gruppe kostete durchschnittlich 1.787 CAD mehr pro Fall (p < 0,01). Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die RSA-Kriterien nahelegen, dass beide Gruppen nach 5 Jahren Revisionsraten von etwa 3 % aufweisen würden. Die Vorteile von PSI waren minimal oder gar nicht vorhanden, was den Einsatz chirurgischer Ressourcen und die Eliminierung von Abfall sowie die Einhaltung der Zielausrichtung betrifft, war jedoch mit deutlich höheren Kosten verbunden. Daher stellten diese Forscher fest, dass PSI bei routinemäßigen primären TKA-Fällen möglicherweise keinen Vorteil gegenüber CI bietet.

In einer doppelblinden RCT verglichen Turgeon et al. (2019) die Wirksamkeit von PSI und CI bei der Erzielung einer neutralen Ausrichtung und einer genauen Komponentenpositionierung bei TKA. Die Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip einer Behandlung mit PSI oder CI zugeteilt. Insgesamt wurden 54 Patienten in die Studie eingeschlossen. Zwischen der PSI- und der CI-Gruppe wurde mit einer Post-hoc-Leistung von 0,91 keine relevante Verbesserung der koronaren Ausrichtung festgestellt. Es wurde festgestellt, dass die Tibianeigung mit PSI dem präoperativen Ziel von 3° genauer entspricht als mit CI (3,8° ± 3,1° gegenüber 7,7° ± 3,6°, p < 0,001). Es wurden keine Unterschiede bei den vom Patienten berichteten Ergebnismaßen, der Operationszeit oder der Krankenhaus-Lokalisationsdauer festgestellt. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass angesichts der zusätzlichen Kosten der PSI-Technik ihre Verwendung angesichts der geringen Verbesserung nur eines einzigen Ausrichtungsparameters schwer zu rechtfertigen sei.

Meier und Kollegen (2019) stellten fest, dass frühere Studien zur Analyse femoraler Komponenten von TKAs gezeigt haben, dass diese Komponenten nur begrenzt in der Lage sind, bei der Patientenpopulation beobachtete Größenschwankungen, insbesondere Breite und femoraler Versatz, auszugleichen. Diese Forscher verwendeten einen großen Datensatz von Knie-CT-Scans, um die Variationen in der distalen und hinteren Femurgeometrie zu bestimmen und zu untersuchen, ob eine Korrelation zwischen dem distalen Kondylenversatz und dem hinteren Femurversatz als potenzieller Parameter für Symmetrie/Asymmetrie besteht. und um zu bewerten, bei welchem ​​Anteil der Knie ein erhebliches Missverhältnis zwischen der Größe oder Form des Implantats und der Anatomie des Patienten bestehen würde, wenn eine femorale Komponente eines modernen Standard-TKA mit symmetrischem (sTKA) oder asymmetrischem (asTKA) Design verwendet würde. Diese Forscher führten eine retrospektive Studie mit 24.042 Datensätzen durch, die während der Entwurfsphase für ein maßgeschneidertes TKA-Implantat generiert wurden. Diese Datensätze stammen von europäischen und US-amerikanischen Patienten. Zu den für den Femur aufgezeichneten Messungen gehörten die gesamte AP- und mediolaterale (ML) Breite, die Breite des lateralen Kondylus und des medialen Kondylus, der distale Kondylenversatz (DCO) zwischen den lateralen und medialen Kondylen in der supero-inferioren Richtung und die posteriorer Femurversatz (PFO) als Differenz zwischen dem medialen und lateralen hinteren Kondylenversatz (PCO), gemessen in AP-Richtung. Eine nacheinander gesammelte Teilmenge von 2.367 Datensätzen wurde weiter ausgewertet, um den Unterschied zwischen den einzelnen AP- und ML-Abmessungen des Femurs und denen moderner TKA-Designs unter Verwendung zweier im Handel erhältlicher Implantate verschiedener Anbieter zu bestimmen. Diese Forscher beobachteten ein hohes Maß an Variabilität bei den AP- und ML-Breiten sowie bei DCO und PFO. Darüber hinaus fanden sie keine Korrelation zwischen DCO und PCO der untersuchten Knie. Es kam häufig vor, dass ein Patient einen kleinen DCO und einen höheren PCO aufwies. Die Analyse der DFOs ergab, dass insgesamt 62 % (14.906 von 24.042) der Knie einen DCO von mehr als 1 mm aufwiesen und 83 % (19.955 von 24.042) der Femuren einen Unterschied von mehr als 2 mm zwischen dem lateralen und medialen PCO aufwiesen. Bei den AP- und ML-Messungen hätten 23 % (544 von 2.367) und 25 % (592 von 2.367) eine Diskrepanz zwischen der knöchernen Anatomie des Patienten und den Abmessungen der femoralen Komponente von ± 3 mm, wenn sie sich einer modernen Standard-sTKA unterzogen hätten bzw. alsTKA-Design. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die Analyse einer großen Anzahl von CT-Scans des Knies zeigte, dass ein hohes Maß an Variabilität bei den AP- und ML-Breiten sowie bei DCO und PFO besteht. Die Forscher gaben an, dass diese Ergebnisse darauf hindeuten, dass ein größerer Grad an Individualisierung möglicherweise dazu führen könnte, dass Chirurgen weniger Weichgewebeentnahmen und mediale Resektionen durchführen, als dies derzeit der Fall ist, um ein Implantat mit fester Geometrie in eine sehr variable Patientenpopulation einzupassen. Da es sich jedoch um eine bildgebende Studie handelte, konnte sie nicht einen TKA-Ansatz gegenüber einem anderen unterstützen; Es sind vergleichende Studien erforderlich, die von Patienten berichtete Ergebnisse und Überlebensraten bewerten, um Chirurgen bei der Entscheidung zwischen sTKA, asTKA und maßgeschneiderter TKA (cTKA) zu helfen.

Die Autoren gaben an, dass diese Studie mehrere Nachteile hatte. Erstens und am wichtigsten war die virtuelle Natur der Messungen, die nicht direkt auf die intraoperative Situation übertragen werden konnte und möglicherweise nicht mit Unterschieden im Schmerz oder in der Funktion nach in der klinischen Praxis durchgeführten TKAs verbunden ist. Ein weiterer Nachteil der vorliegenden Studie bestand darin, dass die CT keine Knorpeldicke anzeigte, die zwischen 0 und 5 mm schwankte; Clarke gab einen Mittelwert von 2 mm für den hinteren Kondylus an, was die präoperative Messung des PCO ungenau macht. Wenn außerdem die hinteren Kondylen in Knien mit Varusausrichtung betrachtet werden, ist die Knorpeldicke des medialen Kondylus normalerweise geringer als die Knorpeldicke des lateralen Kondylus. Infolgedessen kann es zu einer Überresektion des medialen hinteren Kondylus und einer Unterresektion des lateralen hinteren Kondylus kommen. Eine weitere Konsequenz können zusätzliche Rotationsanforderungen und Auswuchtungen sein. Allerdings ermöglichte keine Standard-TKA-Instrumentierung eine Knorpelschätzung, sondern konzentrierte sich auf knöcherne Orientierungspunkte, Schnitte und das Bandgleichgewicht. Vor diesem Hintergrund waren die Autoren der Ansicht, dass ihr Messansatz zwar Mängel aufweisen könnte, diese Mängel jedoch direkt denen entsprechen, die in der klinischen Praxis häufig verwendet werden, da ihre auf Knorpel basierenden Messansätze den bei der TKA verwendeten Ausrichtungshilfen ähnelten. Dennoch sollte dieses Problem durch zukünftige Studien und möglicherweise zukünftige Instrumentensysteme berücksichtigt werden – und die Autoren hoffen, dass es behoben wird. Darüber hinaus könnten Knorpel- und Knochenschwund das Gleichgewicht und die Laxität der Bänder beeinflussen, und diese Faktoren unterscheiden sich von Patient zu Patient; Ebenso können sich Chirurgen hinsichtlich der Art und Weise, wie sie das Gleichgewicht der Bänder erreichen, unterscheiden, was die Sache noch komplizierter macht. Um dies zu mildern, schlossen die Autoren Knie mit Varus- oder Valgusdeformitäten von mehr als 15° aus, da diese Unterschiede bei Knien mit großen Deformitäten wahrscheinlich schwerwiegender waren. Die Autoren stellten außerdem fest, dass dieser Datensatz Implantatabmessungen umfasste, die aus dem Designprozess eines cTKA generiert wurden, jedoch keine demografischen Informationen des Patienten enthielten; Daher konnten sie nicht davon ausgehen, dass diese Ergebnisse gleichermaßen auf Männer und Frauen oder unterschiedliche Ethnien zutrafen. Da es außerdem beim Vergleich von sTKA und asTKA unerschwinglich war, die gesamte Datenbank der Implantatabmessungen abzubilden, wurde eine große aufeinanderfolgende Serie ausgewählt, um den Effekt der Selektionsverzerrung zu begrenzen. Da sich die gezogenen Schlussfolgerungen auf Fälle beschränkten, die in den durch die gesammelten Daten unterstützten Größenbereich fielen, sollten die Schlussfolgerungen für Patienten gelten, deren Kniegrößen in den FDA-Zulassungsbereich von cTKA fallen. Daher galten diese Schlussfolgerungen nicht für kleine Knie mit Abmessungen, die nicht im Abstandsbereich lagen, wodurch wahrscheinlich Teile der asiatischen Bevölkerung ausgeschlossen wurden. Nach bestem Wissen der Autoren handelte es sich jedoch um den bislang umfangreichsten ausgewerteten Datensatz, der einen großen Querschnitt europäischer und US-amerikanischer Patienten abbildet und deutlich macht, dass sich Chirurgen intraoperativ mit individuellen anatomischen Geometrien auseinandersetzen mussten. Schließlich wurden die Vergleiche mit drei modernen TKA-Designs durchgeführt, darunter symmetrische und asymmetrische Designs; Daher gelten diese Erkenntnisse möglicherweise nicht für jedes verfügbare kommerzielle Implantat. Allerdings sind diese modernen Standard-TKA-Designs von besonderem Interesse, da sie weltweit häufig verwendet werden.

Namin et al. (2019) gaben an, dass im Jahr 2017 in den USA mehr als 6 Millionen Menschen mit Kniegelenkersatzimplantaten lebten. Es wird erwartet, dass diese Zahl bis 2030 auf mehr als 3,5 Millionen pro Jahr ansteigt. Die Kosteneffizienz des vollständigen Gelenkersatzes Verfahren wurden umfassend untersucht; Es besteht jedoch ein zwingender Bedarf an Verbesserungen, die über den Wert handelsüblicher Knieimplantate hinausgehen. Diese Forscher untersuchten die Auswirkungen des Versicherungsschutzes auf die Einführung individuell angefertigter (CIM) Knieimplantate und verglichen die Patientenergebnisse und die Kosteneffizienz von handelsüblichen und CIM-Implantaten. Zu den Nachteilen von CIM-Implantaten zählen (in der Regel) höhere Kosten als bei OTS-Implantaten, das Fehlen langfristiger Beweise für klinische Ergebnisse, die Notwendigkeit maßgeschneiderter Instrumente, eine höhere Strahlenbelastung bei der axialen Bildgebung wie Computertomographie (CT) und eine erhöhte Strahlenbelastung Komplexität des Implantat-Bestellsystems. Diese Forscher entwickelten ein Systemdynamikmodell, um die historischen Daten zu Primär- und Revisionsknieersatzimplantaten aus der Literatur und der landesweiten Stichprobe stationärer Patienten zu reproduzieren. In Simulationsanalysen wurden die Rate der 90-tägigen Wiederaufnahme, der 3-Jahres-Revisionseingriffe, der Krankenhausaufenthalt und der Erholungsphase, die Zeitersparnis in Operationssälen (OPs) und die damit verbundenen Kosten innerhalb von 3 Jahren nach primären Kniegelenkersatzimplantaten als Vergleichsindikatoren verwendet . Die Ergebnisse verglichen die Einführung von CIM und ihre wirtschaftlichen und patientenbezogenen Auswirkungen mit handelsüblichen Implantaten unter unterschiedlichem Versicherungsschutz für CIM-Implantate. Die Simulationsergebnisse zeigten, dass eine Akzeptanzrate von 90 % für CIM-Implantate bis 2025 die Zahl der Wiederaufnahmen und Revisionseingriffe um 62 % bzw. 39 % reduzieren und Krankenhäuser und Chirurgen 6 % an Eingriffszeit einsparen wird zu kumulierten Einsparungen von rund 40 Milliarden US-Dollar an Gesundheitskosten. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass CIM-Implantate das Potenzial haben, eine qualitativ hochwertige Versorgung zu bieten und gleichzeitig die Gesamtkosten zu senken. Ihre Einführung erfordert jedoch eine Ausweitung des aktuellen Versicherungsschutzes.

Die Autoren gaben an, dass das Ziel der vorliegenden Studie darin bestand, einen systematischen Blick auf die Einführung von CIM-Knieimplantaten zu werfen. Das Ziel bestand nicht darin, herauszufinden, wie die Behandlung verbessert werden kann, sondern darin, Was-wäre-wenn-Analysen durchzuführen. Der flexible Charakter des Modells eignet sich für die Ausweitung auf die Untersuchung innovativer Richtlinien und Interventionen, die sich auf die wirtschaftliche Belastung und die Patientenergebnisse konzentrieren, sobald neue Informationen verfügbar sind. Das Modell ermöglicht es Entscheidungsträgern und politischen Entscheidungsträgern, verschiedene Versicherungspolicen auf der Grundlage ihrer Präferenzen zu testen. Sie können beispielsweise ein dynamisches Szenario für ihre Abdeckungsrate für CIM-Verfahren auf der Grundlage ihrer Anfangsinvestition und Einsparungen während der Simulationszeit in Betracht ziehen. Sie können auch die Auswirkungen von Zeitverzögerungen auf die Vorbereitung der Infrastruktur testen. Diese Forscher gaben an, dass diese Ergebnisse politischen Entscheidungsträgern helfen könnten, CIM-Implantate als eine attraktive Option zur Verbesserung der Patientenergebnisse zu betrachten und gleichzeitig die Gesamtkosten der mit TKA verbundenen Gesundheitsversorgung zu senken. Das Ergebnis könnte die Entscheidungsfindung der Centers for Medicare & Medicaid Services, privater Versicherungsanbieter und Krankenhäuser beeinflussen und sie dazu anregen, die Einführung von CIM-Implantaten in Betracht zu ziehen und alternative Zahlungsmethoden anzubieten, die den weit verbreiteten Einsatz von CIM-Knieimplantaten fördern würden.

Wheatley et al. (2019) stellten fest, dass patientenspezifische Implantate mit Steifheit verbunden sind. Diese Forscher bewerteten die Ergebnisse bei patientenspezifischen Implantaten. Sie führten eine retrospektive Überprüfung mit dem primären Ergebnis „Manipulation unter Narkose“ (MUA) durch; Zu den sekundären Endpunkten gehörten Knee Society Scores (KSS), Knee Society Functional Scores (KSFS), Range of Motion (ROM) und Forgotten Joint Scores (FJS). Die präoperativen Messungen waren in beiden Gruppen ähnlich. Es gab 1 MUA in der individuell patientenspezifischen Gruppe (CPS) und 2 in der Standardgruppe (OTS). Es gab keinen Unterschied in den postoperativen Ergebnissen. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die Ergebnisse dieser Studie darauf hindeuten, dass patientenspezifische Implantate vergleichbare MUA-Raten und funktionelle Ergebnisse aufwiesen wie herkömmliche Implantate. Diese Forscher gaben an, dass zukünftige Studien die Einbeziehung zusätzlicher Ergebnismessungen und eine längerfristige Nachbeobachtung berücksichtigen sollten.

Die Autoren gaben an, dass diese Studie mehrere Nachteile hatte. Erstens birgt sein retrospektiver Charakter ein inhärentes Potenzial für eine Selektionsverzerrung bei potenziell motivierteren Patienten, die die CPS-TKA anfordern. Da der Hauptchirurg darüber hinaus auch eine Steigerung der Manipulationsrate seiner maßgeschneiderten CR-Implantate feststellte, könnte eine Abnahme der Steifheit eine Lernkurve bei der Implantation der CPS-Knieendoprothetik darstellen. Die CPS-Gruppe umfasste jedoch seine erste CPS-Implantation, sodass die Autoren davon ausgingen, dass der fehlende Unterschied in den Manipulationsraten wahrscheinlich ein echter Befund war. Ein weiterer Nachteil bestand darin, dass es aufgrund der relativ hohen Knee-Society-Scores in der Standardgruppe schwierig sein würde, einen signifikanten Anstieg der funktionellen Scores der CPS-Gruppe nachzuweisen. Darüber hinaus haben weniger als 50 % der in der ursprünglichen Kohorte enthaltenen Patienten die FJS-Umfrage nach der Kontaktaufnahme abgeschlossen. Die relativ niedrige Rücklaufquote von 43 % könnte als potenzielle Quelle von Verzerrungen angesehen werden. Aufgrund des geringen Ansprechens und der relativ guten Funktionswerte in beiden Gruppen reichte die Studie nicht aus, um einen kleinen, aber möglicherweise signifikanten Unterschied in den FJS-Werten festzustellen. Darüber hinaus waren 3 Monate ein kurzer Zeitraum für die Nachuntersuchung, um die Ergebnisse nach einer Knieendoprothetik zu untersuchen. Allerdings waren die Autoren der Ansicht, dass diese Nachbeobachtungszeit ausreichte, um das primäre Ergebnis der Manipulationsraten zu untersuchen, da die meisten Manipulationen typischerweise innerhalb der ersten 6 bis 12 Wochen nach der Operation durchgeführt wurden. Da das Hauptziel dieser Studie jedoch darin bestand, die Manipulationsraten zu vergleichen, glaubten sie, dass die Ergebnisse dennoch wertvoll seien.

Freigang et al. (2020) stellten fest, dass die unikondyläre Knieendoprothetik Ende der 1960er Jahre eingeführt wurde und weiterhin kontrovers diskutiert wird; PSI und patientenspezifische Implantate sind noch nicht der Standard der Versorgung. Es bleibt die Frage, ob diese zeitaufwändige und kostspielige Technik für den Patienten von Nutzen sein kann. In einer retrospektiven Studie untersuchten diese Forscher, ob eine maßgeschneiderte unikondyläre Knieendoprothetik zu einem verbesserten, vom Patienten berichteten Ergebnis führen würde. In dieser Studie wurden die von Patienten berichteten Ergebnisse nach einer maßgeschneiderten unikondylären Knieendoprothetik (CM-UKA; ConforMIS™ iUni® G2) untersucht. Diese Forscher untersuchten 29 Patienten (31 Knie) durchschnittlich 2,4 Jahre (Bereich 1,2 bis 3,6 Jahre) nach der Operation wegen unikondylärer Arthrose des Knies. Die Zielzone für die postoperative Beinachse war eine leichte Unterkorrektur von 0 bis 2° Varus. Die Nachuntersuchung umfasste den Forgotten Joint Score (FJS), den KSS, eine visuelle Analogskala (VAS) und eine radiologische Auswertung einschließlich einer Röntgenaufnahme des langen Beins. Primäres Ergebnismaß war die Patientenzufriedenheit basierend auf dem FJS. Diese Forscher fanden eine ausgezeichnete postoperative gesundheitsbezogene Lebensqualität mit einem mittleren FJS von 76,8 (SD 17,9), was auf ein geringes Maß an Gelenkbewusstsein nach CM-UKA hinweist. Der mittlere präoperative KSS betrug 66,0 (SD 13,71) und der KSS-Funktionsscore 59,4 (17,9). Der Anstieg betrug 22,8 Punkte für den KSS-Knie-Score (p < 0,0001) und 34,8 Punkte für den KSS-Funktions-Score (p < 0,0001). Die VAS für Schmerzen sank von durchschnittlich 5,4 (SD 1,8) auf 1,1 (SD 1,2) (p < 0,0001). Die Fehlstellungsrate mit einer postoperativen Abweichung von mehr als 2° in der Beinachse betrug 29 %. Nach einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 2,4 Jahren gab es keine Hinweise auf eine Lockerung der Komponenten. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass CM-UKA verbesserte klinische und funktionelle Ergebnisse für Patienten mit isolierter Kniearthrose des medialen Kompartiments liefern könnte. Sie fanden hervorragende Ergebnisse hinsichtlich der Patientenzufriedenheit und einer niedrigen Fehlstellungsrate für CM-UKA. Darüber hinaus gaben diese Forscher an, dass weitere Studien erforderlich seien, um die langfristige Überlebensfähigkeit des Implantats zu untersuchen. Evidenzniveau = IV.

Die Autoren gaben an, dass diese Studie mehrere Nachteile hatte. Der Hauptnachteil war das nicht kontrollierte Design der Studie. Da es sich bei UKA um ein gut etabliertes Verfahren handelt, wurden eine Reihe von Studien zu FJS nach UKA veröffentlicht, da diese Forscher ihre Daten mit der Literatur verglichen haben. Aus wissenschaftlicher Sicht hätte eine postoperative Beurteilung per CT eine höhere Genauigkeit erbracht als radiologische Messungen. Da es sich jedoch um eine klinische Studie mit Patienten handelte, wäre dies nicht den Anforderungen der Ethikkommission an die Patientensicherheit entsprochen worden. Darüber hinaus erstreckte sich die Nachbereitung aus logistischen Gründen über einen längeren Zeitraum. Das Verfahren individuell angefertigter Implantate und Instrumente ist zeitaufwändig und kostspielig; Somit betrug der Rekrutierungszeitraum zwei Jahre, was sich auch auf den Umfang der Nachbeobachtung auswirkte. Schließlich ließ die Nachbeobachtungszeit keinen Rückschluss auf die langfristigen Ergebnisse zu.

Kalache et al. (2020) gaben an, dass PSI möglicherweise die Positionierung und Ausrichtung des UKA-Implantats verbessern kann. In einer retrospektiven Studie verglichen diese Forscher die frühe radiologische koronale Ausrichtung der medialen UKA, die mit PSI durchgeführt wurde, mit CI für Tibiaresektionen. Eine aufeinanderfolgende Serie von 47 Knien (47 Patienten) erhielt eine mediale UKA, wobei die Tibiaresektionen mit CI (erste 22 Knie) oder PSI (nächste 25 Knie) durchgeführt wurden, während Femurresektionen in beiden Gruppen mit CI durchgeführt wurden. Der angestrebte mechanische mediale proximale Tibiawinkel (mMPTA) betrug 87° ± 3° und der angestrebte Hüft-Knie-Knöchel-Winkel (HKA) betrug 177° ± 2°. Die postoperative mMPTA und HKA wurden anhand postoperativer Röntgenaufnahmen nach einer Nachbeobachtungszeit von 2 Monaten bewertet. Unterschiede in der postoperativen mMPTA (p = 0,509) und HKA (p = 0,298) zwischen den beiden Gruppen waren statistisch nicht signifikant. Beim mMPTA-Ziel waren 24 % der Knie in der PSI-Gruppe (85,6° ± 2,1°) und 32 % der CI-Gruppe (85,0° ± 3,6°) Ausreißer. Beim HKA-Ziel waren 44 % der Knie in der PSI-Gruppe (176,3° ± 2,8°) und 18 % der CI-Gruppe (177,1° ± 2,3°) Ausreißer. Unter gleichzeitiger Berücksichtigung der beiden Kriterien lagen 60 % der Knie in der PSI-Gruppe und 45 % der Knie in der CI-Gruppe außerhalb der Zielzone (p = 0,324), wohingegen 28 % der Knie in der PSI-Gruppe und 41 % der Knie in der CI-Gruppe lagen Die CI-Gruppe lag um mehr als 1° außerhalb der Zielzone (p = 0,357). Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die Ergebnisse dieser Studie keinen statistisch signifikanten Unterschied in der radiologischen koronalen Ausrichtung von UKA zeigten, die mit PSI im Vergleich zu CI für Tibiaresektionen durchgeführt wurde.

Die Autoren gaben an, dass diese Studie mehrere Einschränkungen aufwies. Erstens handelte es sich um eine retrospektive Studie ohne jegliche Randomisierung. Allerdings wurden die Röntgenaufnahmen systematisch im Rahmen der normalen UKA-Nachsorge angefertigt; und vor der Messung der Röntgenergebnisse verblindet. Zweitens unterschied sich die präoperative mMPTA statistisch zwischen den beiden Gruppen, was jedoch zufällig war, da CI an den ersten 22 Knien und PSI an den nächsten 25 Knien verwendet wurde. Darüber hinaus war ein mittlerer Unterschied von 1,6° zwar statistisch signifikant, jedoch nicht klinisch relevant. Drittens wurden keine klinischen Ergebnisse aufgezeichnet und es war unklar, ob die radiologischen Ergebnisse mit den klinischen Ergebnissen in Zusammenhang standen. Viertens könnte die Studie aufgrund der relativ geringen Anzahl von Knien in den beiden Gruppen (n = 25 für die PSI-Gruppe und n = 2 2 für die CI-Gruppe) unzureichend aussagekräftig sein. Fünftens wurden 2 Monate später Röntgenmessungen durchgeführt, und einige Knie konnten immer noch eine Reststeifheit mit einem gewissen Maß an Beugekontraktur aufweisen. Dies könnte sich auf die radiologische Analyse auswirken und die Messungen verändern, obwohl alle Patienten das gleiche Rehabilitationsprotokoll befolgten.

In einer prospektiven Studie teilten Zahn et al. (2020) 300 Patienten mithilfe eines Randomisierungsprozesses (2 innovative und 2 konventionelle) Techniken der Tibia-Instrumentierung (konventionell: extramedullär, intramedullär; innovativ: Navigation und PSI) 4 verschiedenen Gruppen zu. n = 75 für jede Gruppe). Ziel war es, den medialen proximalen Tibiawinkel (MPTA) auf 90° und die mechanische Tibio-Femoral-Achse (mTFA) auf 0° zu rekonstruieren. Beide Winkel wurden 3 Monate nach der Operation bewertet und zwischen allen Gruppen verglichen. Patienten mit einem postoperativen mTFA von mehr als 3° wurden als Ausreißer eingestuft. Sowohl die Navigations- als auch die intramedulläre Technik zeigten, dass sie im Vergleich zu den beiden anderen Techniken deutlich präziser bei der Rekonstruktion eines neutralen mTFA und MPTA waren. Der OR für die Erzeugung von Ausreißern war für die PSI-Methode am höchsten (PSI OR = 5,5, p < 0,05; extramedulläre Positionierung OR = 3,7, p > 0,05; intramedulläre Positionierung OR = 1,7, p > 0,05; Navigation OR = 0,04, p < 0,05). Diese Forscher gaben an, dass sie nur in der Navigations- und intramedullären Gruppe signifikante Unterschiede zwischen prä- und postoperativer MPTA beobachten konnten. Die MPTA zeigte eine signifikante negative Korrelation mit der mTFA in allen Gruppen präoperativ und im extramedullären, intramedullären und PSI postoperativ. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass Navigation und intramedulläre Instrumentierung die präzise Positionierung der Tibiakomponente ermöglichten. Ausreißer traten am häufigsten bei der PSI- und extramedullären Technik auf. Die optimale Ausrichtung hing von der Technik der Tibiainstrumentierung ab und die Positionierung der Tibiakomponente bestimmte die Genauigkeit der TKA, da mTFA prä- und postoperativ mit MPTA korrelierte.

In einer Netzwerk-Metaanalyse untersuchten Bouche et al. (2020), ob neuartige Ansätze zur Implantatausrichtung, wie PSI, Navigation, beschleunigungsmesserbasierte Navigation und Roboterführung, im Hinblick auf die HKA-Ausrichtung einen Vorteil gegenüber Standard-Schnittführungen bieten würden Ausreißer größer als ± 3°; Ergebniswerte (1989 – Knee Society Score und WOMAC Score), gemessen 6 Monate nach der Operation; oder Fehlausrichtung des Femur- und Tibiaimplantats (mehr als ± 3°), getrennt betrachtet, in der Frontal- und Sagittalebene, sowie andere sekundäre Ergebnisse, einschließlich validierter Ergebniswerte 1 und 2 Jahre nach der Operation. Zu diesen Forschern gehörten RCTs, in denen die verschiedenen Schnittführungen unter Verwendung von mindestens einem der zuvor festgelegten Kriterien verglichen wurden, ohne Einschränkungen hinsichtlich der Sprache oder des Veröffentlichungsdatums. Sie durchsuchten bis zum 1. Oktober 2018 elektronische Datenbanken, große orthopädische Fachzeitschriften, Protokolle wichtiger orthopädischer Tagungen, ClinicalTrials.gov und die International Clinical Trials Registry Platform der Weltgesundheitsorganisation. Sie identifizierten 90 RCTs mit 9.389 Patienten (Durchschnittsalter 68,8 Jahre). 10.336 TKAs. Zwei Gutachter wählten unabhängig voneinander Studien aus und extrahierten Daten. Die primären Ergebnisse waren der Anteil der Patienten mit einer Fehlausrichtung des HKA-Winkels (definiert als HKA größer als 3° vom neutralen Winkel) und die KSS- und WOMAC-Scores 6 Monate nach der Operation. Sie kombinierten direkte und indirekte Vergleiche mithilfe eines Bayes'schen Netzwerk-Metaanalyse-Frameworks, um die Wirkung verschiedener Schnittführungen auf die Ergebnisse zu bewerten und zu vergleichen. Bayesianische Schätzungen basierten auf der posterioren Verteilung eines Endpunkts und wurden als CIs bezeichnet. Normalerweise wurde das 95 %-KI berechnet, was einer A-posteriori-Wahrscheinlichkeit von 0,95 entspricht, dass der Endpunkt im Intervall liegt. Im Gegensatz zum frequentistischen Ansatz ermöglicht der Bayes'sche Ansatz keine Berechnung des p-Werts. Der Anteil der HKA-Ausreißer war bei Navigation geringer als bei PSI (RR 0,46; 95 %-KI: 0,34 bis 0,63) und Standard-Schnittführungen (RR 0,45; 95 %-KI: 0,37 bis 0,53); Dies entsprach jedoch einem tatsächlichen Unterschied von nur 12 % der Patienten für Navigation gegenüber 21 % der Patienten für PSI und 12 % der Patienten für Navigation gegenüber 25 % für Standard-Schnittführungen. Sie fanden keine Unterschiede bei anderen Vergleichen zwischen verschiedenen Schnittführungen, einschließlich Robotik und Beschleunigungsmesser. Sie fanden nach 6 Monaten keine Unterschiede im KSS- oder WOMAC-Score zwischen den verschiedenen Schnittführungen. Hinsichtlich der sekundären Ergebnisse reduzierte die Navigation das Risiko frontaler und sagittaler Fehlstellungen der femoralen und tibialen Komponenten im Vergleich zu den Standard-Schnittführungen, aber keine der anderen Schnittführungen zeigte bei den anderen sekundären Ergebnissen eine Überlegenheit. Die Navigation führte zu etwa 10 % weniger Patienten mit HKA-Ausreißern von mehr als 3°, ohne dass es zu einer entsprechenden Verbesserung der validierten Ergebniswerte kam. Es war unklar, ob diese schrittweise Reduzierung des Anteils der Patienten, deren Ausrichtung außerhalb eines selbst in Frage gestellten Fensters erfolgte, die mit dem Ansatz verbundenen erhöhten Kosten und Operationszeiten rechtfertigen würde. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass sie davon überzeugt sind, dass Chirurgen und Krankenhäuser diese Ansätze nicht verwenden sollten, solange diese neuen Ansätze nicht überzeugend eine überlegene Überlebenswahrscheinlichkeit oder überlegene Ergebnisse belegen, da sie zusätzliche Kosten verursachen und eine Lernkurve durchlaufen (in der sich einige Patienten möglicherweise befinden). geschädigt) und bergen die Risiken, die mit der Unsicherheit neuer chirurgischer Ansätze verbunden sind.

Wang et al. (2021) überprüften systematisch die Literatur zu PSI für die Sprunggelenk-Totalendoprothetik (TAA). Die Datenbanken PubMed, Embase, Web of Science und Cochrane Library wurden systematisch gemäß den PRISMA-Richtlinien für PSI TAA überprüft. Die Qualität der eingeschlossenen Studien wurde anhand des Methodological Index for Non-Randomized Studies (MINORS) bewertet. Insgesamt wurden 9 Studien in die systematische Überprüfung einbezogen. Die Implantatposition und das Funktionsergebnis von TAA waren bei PSI und SI ähnlich. Bei der Vorhersagegenauigkeit der Implantatgröße blieb ein großer Unterschied bestehen. PSI könnte die Operationszeit und die Durchleuchtungszeit verkürzen. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die Qualität der aktuellen Studien zu PSI TAA nicht ausreichte, um hochwertige Beweise zu liefern. PSI könnte bei TAA eine ähnliche Implantatposition und ein ähnliches klinisches Ergebnis erzielen wie SI; Allerdings sind die aktuellen Erkenntnisse nicht stark genug, um PSI TAA zu bewerten.

ALShammari et al. (2021) untersuchten den Vorteil der Verwendung von PSI gegenüber herkömmlichen intermedullären (IM) Führungen für primäre TKA mit bilateraler schwerer Femurverbiegung (mehr als  5°). Es wurde ein paralleles Versuchsdesign mit 1:1-Zuteilung verwendet. Diese Forscher stellten die Hypothese auf, dass PSI im Vergleich zu herkömmlichen IM-Führungen eine genauere Ausrichtung der Komponenten und der Unterschenkelachse bei TKA mit starker Femurverkrümmung unterstützen würde. Unter 336 Patienten, die sich aufgrund einer Knie-Arthrose einer bilateralen TKA unterzogen, wurden 29 Patienten mit einer bilateralen lateralen Femurverkrümmung von mehr als 5° in diese Studie einbezogen. Jeder Patient wurde nach dem Zufallsprinzip auf einer Seite dem PSI und auf der anderen Seite dem CI zugeordnet. Die Lateralisierung des Eintrittspunkts der femoralen IM-Führung wurde mit dem Ziel einer neutralen mechanischen Ausrichtung durchgeführt. Die Beurteilung der koronalen Ausrichtung wurde durch Messung des HKA-Winkels auf präoperativen und postoperativen Langzeit-Röntgenaufnahmen vervollständigt. Koronale und sagittale Ausrichtungen der femoralen und tibialen Komponenten wurden anhand von Röntgenaufnahmen unter Belastung beurteilt. Die Rotationsausrichtung der Femurkomponente wurde mittels CT beurteilt. Der postoperative mittlere  ± (SD) HKA-Winkel betrug Varus 4,0° (± 2,7°) für die konventionelle Technik und Varus 4,1° (± 3,1°) für PSI, ohne Unterschiede zwischen den beiden Gruppen (p = 0,459). Die Komponentenausrichtung zeigte keine signifikanten Unterschiede, außer in Bezug auf die sagittale Ausrichtung der Femurkomponente (p = 0,001), mit einer PSI-Mittelwert ± SD-Flexion von 5,8° (± 3,7°) und einem konventionellen Methodenmittelwert ± SD-Flexion von 3,2° (± 2,5°), aufgrund der absichtlichen 3°-Flexion in der Sagittalebene, um ein Einkerben des Femurs bei der PSI-Planung zu verhindern. Die computertomographische Beurteilung der Rotationsausrichtung der femoralen Komponenten zeigte keinen Unterschied zwischen den beiden Gruppen hinsichtlich der transepikondylären Achse (p = 0,485) mit einem PSI-Mittelwert ± SD-Außenrotation von 1,5° (± 1,3°) und einem konventionellen Mittelwert ± SD-Außenrotation Drehung um 1,5° (± 1,6°). Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die PSI für die IM-Führung keinen Vorteil gegenüber der Lateralisierung des femoralen Eintritts aufweist.

Meier und Mitarbeiter (2021) gaben an, dass die unikondyläre Knieendoprothetik den Vorteil bietet, dass partielle degenerative Veränderungen mit teilprothetischen Lösungen behandelt werden können; Dadurch wird so viel wie möglich vom natürlichen Gelenk erhalten, einschließlich der Kreuzbänder. Andererseits ist die Zahl der Revisionen immer noch höher als bei der Knieendoprothetik; Die Ursachen liegen in einer unzureichenden Passung der Komponenten sowie in Operationsfehlern. Daher stellt der Einsatz neuer Technologien zur Erzielung einer besseren Passform sowie einer höheren chirurgischen Präzision und Reproduzierbarkeit einen vielversprechenden Ansatz dar. Die individuelle Endoprothetik bietet den Vorteil, dass die Prothese an die individuelle Anatomie jedes Patienten angepasst wird und nicht wie bei Standardprothesen die Anatomie des Patienten an die Prothese. Dies ermöglicht einen optimalen Sitz der Prothese und vermeidet gleichzeitig übermäßige Knochenresektionen und Weichteilfreisetzungen. Die Autoren gaben an, dass der Einsatz von Robotik in der Endoprothetik die korrekte Durchführung von Knochenresektionen und die Ausrichtung von Komponenten erleichtert; Dadurch wird eine hohe und reproduzierbare Präzision auch für weniger erfahrene Chirurgen gewährleistet. Darüber hinaus gaben diese Forscher an, dass Studien zur individuellen unikondylären Endoprothetik und Robotik vielversprechende Ergebnisse liefern; Für eine wissenschaftlich fundierte Aussage werden jedoch Langzeitergebnisse qualitativ hochwertiger randomisierter Studien abgewartet.

Merle und Mitarbeiter (2021) gaben an, dass viele Langzeitergebnisse sowohl für mediale als auch laterale UKA zeigten, dass UKA eine zuverlässige und erfolgreiche Behandlung für isolierte anteromediale oder laterale Arthrose des Knies ist, wenn die richtigen Indikationen verwendet werden. Der Zusammenhang zwischen Operationsvolumen und Implantatleistung wurde anhand aktueller Studien und Registerdaten eindeutig nachgewiesen. Der Einsatz neuartiger Technologien ermöglicht eine Verbesserung der Genauigkeit der Implantatpositionierung mit weniger Ausreißern; Evidenzbasierte Zielzonen für die Positionierung verfügbarer Implantate sind jedoch nicht ausreichend etabliert. Aktuelle Daten unterstützen nicht den routinemäßigen Einsatz von PSI oder maßgeschneiderten Implantaten. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass robotergestützte Verfahren als vielversprechender Ansatz für die Zukunft angesehen werden müssen. Bisher gibt es keine ausreichenden Belege dafür, dass roboterassistierte Operationstechniken die Implantatleistung verbessern oder zu besseren funktionellen Ergebnissen aus Patientensicht führen.

Beyer et al. (2022) verglichen TKA mit PSI und CI im Hinblick auf den Ressourceneinsatz im Operationssaal (OP), die Ausrichtung und das vom Patienten berichtete Ergebnis. Insgesamt wurden 139 TKA mit PSI oder CI in 3 Zentren eingeschlossen. Ökonomische Variablen der Operation (Anzahl der Instrumententabletts, Einrichtungs- und Schnitt-/Nähzeit), radiologische Ausrichtung und vom Patienten berichtete Ergebnisse (VAS-Schmerzskala, OKS, EQ-5D) wurden nach 6 Wochen, 6 und 12 Monaten bewertet. In der PSI-Gruppe kam es zu einer deutlichen Reduzierung der Instrumententabletts und der Zeit im OP. Der Rückgang variierte zwischen den Zentren. Durch eine konsequente Neuorganisation könnten durch den Einsatz von PSI mehr als 50 % der Instrumentenkörbe eingespart werden. Es gab keine signifikanten Unterschiede in der Schnitt-/Nähzeit, der Implantatposition, der Beinachse, den Schmerzen und der Funktion. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass der Einsatz von PSI mit deutlich geringeren OP-Ressourcen verbunden war; Allerdings konnten die Einsparungen die Kosten für diese Technologie nicht ausgleichen.

Rudran et al. (2022) führten am 16. Mai 2021 eine Literaturrecherche in den elektronischen Datenbanken Embase, Medline und Registerplattformportalen durch. Die Suche wurde mithilfe einer vorgefertigten Suchstrategie durchgeführt. Geeignete Studien wurden kritisch hinsichtlich ihrer methodischen Qualität beurteilt. Das primäre Ergebnismaß war der Knee Society Function Score. Es wurden auch funktionelle Scores für die sekundären Ergebnismaße erhoben: OKS, WOMAC, KOOS und VAS für Schmerzen. Für die gesamte Datensynthese und -analyse wurde Review Manager 5.3 verwendet. Insgesamt wurden 23 Studien für die Einbeziehung in diese Studie identifiziert; In die Metaanalyse wurden 22 Studien (18 RCTs und 4 prospektive Studien) mit insgesamt 2.277 TKAs einbezogen. Es gab 1.154 PSI TKA und 1.123 CI TKA. Die meisten Ergebnisse nach 3 Monaten, 6 Monaten und 12 Monaten zeigen keinen statistischen Unterschied. Nach 24 Monaten gab es eine statistische Signifikanz zugunsten der PSI-Gruppe hinsichtlich der KSS-Funktion (mittlere Differenz 4,36, 95 %-KI: 1,83 bis 6,89). Der MD hat den MCID von 6,4 nicht überschritten. Die KSS-Kniewerte zeigten nach 24 Monaten statistische Signifikanz (MD 2,37, 95 %-KI: 0,42 bis 4,31) mit einem MCID von 5,9. Es wurde festgestellt, dass die WOMAC-Werte nach 12 Monaten (MD -3,47, 95 %-KI: -6,57 bis -0,36) und nach 24 Monaten (MD -0,65, 95 %-KI: -1,28 bis -0,03) statistisch signifikant zugunsten der PSI-Gruppe ausfielen, mit hohen Werten Grad der in den Studien festgestellten Verzerrung und ein MCID von 10. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass diese Metaanalyse der Evidenz der Ebenen 1 und 2 zeigte, dass es beim Vergleich der PSI- und CI-KSS-Funktionswerte für TKA zum definitiven postoperativen Zeitpunkt keinen klinischen Unterschied gab -Punkte (3 Monate, 6 Monate, 12 Monate und 24 Monate). Innerhalb der sekundären Ergebnisse dieser Studie gab es keinen klinischen Unterschied zwischen PSI und CI für TKA. Obwohl es keinen klinischen Unterschied zwischen PSI und CI für TKA gab, wurde nach 24 Monaten eine statistische Signifikanz zugunsten von PSI im Vergleich zu CI für TKA festgestellt, wenn man die KSS-Funktion, die KSS-Knie-Scores und die WOMAC-Scores berücksichtigte. Darüber hinaus gaben diese Forscher an, dass die in diese Metaanalyse einbezogenen Studien eine begrenzte Kohortengröße aufwiesen und prospektive Studien anfällig für methodische Verzerrungen waren. Die aktuelle Literatur ist begrenzt und nicht ausreichend robust, um explizite Schlussfolgerungen zu ziehen. Daher sind zu bestimmten Zeitpunkten weitere leistungsstarke robuste RCTs erforderlich.

Unikompartimenteller versus totaler Knieersatz

In einer systematischen Überprüfung und Metaanalyse präsentierten Wilson und Kollegen (2019) eine umfassende Zusammenfassung der veröffentlichten Daten zu UKA oder TKA und verglichen Ergebnisbereiche, die sich nachweislich für Patienten und Kliniker als wichtig erwiesen haben, um eine fundierte Entscheidungsfindung zu ermöglichen. Diese Forscher führten die C-Überprüfung anhand von Daten aus RCTs, landesweiten Datenbanken oder gemeinsamen Registern sowie großen Kohortenstudien durch. Medline, Embase, Cochrane Controlled Register of Trials (CENTRAL) und Clinical Trials.gov wurden zwischen dem 1. Januar 1997 und dem 31. Dezember 2018 durchsucht. In den letzten 20 Jahren veröffentlichte Studien, in denen die Ergebnisse der primären UKA mit der TKA bei erwachsenen Patienten verglichen wurden . Studien wurden ausgeschlossen, wenn sie weniger als 50 Probanden umfassten oder wenn keine Übersetzung ins Englische verfügbar war. Insgesamt 60 förderfähige Studien wurden in drei methodische Gruppen unterteilt: 7 Veröffentlichungen aus 6 RCTs, 17 nationale gemeinsame Register und nationale Datenbankstudien sowie 36 Kohortenstudien. Die Ergebnisse für jeden Ergebnisbereich variierten je nach Datenebene und die Ergebnisse waren nicht immer signifikant. Die Analyse der drei Studiengruppen ergab signifikant kürzere Krankenhausaufenthalte nach UKA als nach TKA (-1,20 Tage (95 %-KI: -1,67 bis -0,73), -1,43 (-1,53 bis -1,33) und -1,73 (-2,30 bis). -1,16). Es gab keinen signifikanten Unterschied bei den Schmerzen, basierend auf den vom Patienten berichteten Ergebnismaßen (PROMs), aber signifikant bessere funktionelle PROM-Werte für UKA als für TKA in beiden Nicht-Studiengruppen (MD -0,58 (-0,88 bis -0,27) und -0,32 ( -0,48 bis -0,15). Studien und Kohortenstudien lieferten hinsichtlich schwerwiegender Komplikationen nicht signifikante Ergebnisse, die Mortalität nach TKA war jedoch in Register- und großen Datenbankstudien signifikant höher (RR 0,27 (0,16 bis 0,45)), ebenso wie venöse thromboembolische Ereignisse (VTE; 0,39 (0,27 bis 0,57). )) und schwerwiegende kardiale Ereignisse (0,22 (0,06 bis 0,86)). Frühe Reoperationen aus irgendeinem Grund waren nach TKA höher als nach UKA, aber die Revisionsraten nach 5 Jahren blieben bei UKA in allen drei Studiengruppen höher (RR 5,95 (1,29 bis 27,59), 2,50 (1,77 bis 3,54) und 3,13 (1,89). bis 5.17). Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass TKA und UKA beide praktikable Optionen für die Behandlung isolierter unikompartimenteller Arthrose sind. Durch den direkten Vergleich der beiden Behandlungen zeigte diese Studie bessere Ergebnisse für UKA in mehreren Ergebnisbereichen. Allerdings war das Risiko einer Revisionsoperation bei TKA geringer. Diese Informationen sollten den Patienten im Rahmen des gemeinsamen Entscheidungsprozesses bei der Wahl der Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen.

Keramische Femurprothese in der totalen Knieendoprothetik

In einer prospektiven Vergleichsstudie untersuchten Bergschmidt und Mitarbeiter (2016) die klinischen und radiologischen Ergebnisse eines TKA-Systems und verglichen eine keramische (BIOLOX delta) und metallische (Co28Cr6Mo) Femurkomponente über einen Nachbeobachtungszeitraum von 5 Jahren. Insgesamt wurden 43 TKA-Patienten (17 metallische und 26 keramische Femurkomponenten) in die Studie aufgenommen. Klinische und radiologische Untersuchungen wurden präoperativ und 3, 12, 24 und 60 Monate nach der Operation unter Verwendung des Hospital for Special Surgery (HSS) Knee Score, der WOMAC-Funktionsskala und des Short Form-36 (SF-36) Score durchgeführt. zusätzlich zu standardisiertem Röntgen. Der HSS-Score verbesserte sich deutlich von 58,7 ± 12,7 Punkten präoperativ auf 88,5 ± 12,3 Punkte 5 Jahre nach der Operation in der Keramikgruppe und von 60,8 ± 7,7 auf 86,2 ± 9,4 Punkte in der Metallgruppe. WOMAC- und SF-36-Scores zeigten in beiden Gruppen eine signifikante Verbesserung im Laufe der Zeit. Bei keiner Nachuntersuchung gab es signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen hinsichtlich HSS-, WOMAC- und SF-36-Scores oder ROM (p ≤ 0,897). Darüber hinaus ergab die radiologische Untersuchung in keiner der Gruppen eine Lockerung oder Migration des Implantats. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die mittelfristigen Ergebnisse für die keramischen Femurkomponenten gute klinische und radiologische Ergebnisse sowie eine vergleichbare Überlebensrate mit der metallischen Femurkomponente desselben Totalkniesystems und anderen häufig verwendeten metallischen Totalkniesystemen zeigten. Daher können Keramik-Knieimplantate eine vielversprechende Lösung für Patienten mit Arthrose und Metallempfindlichkeit sein. Diese Forscher gaben an, dass Langzeitstudien erforderlich seien, um die positiven mittelfristigen Ergebnisse zu bestätigen und die Überlebensrate der Implantate im Hinblick auf die verbesserte Verschleißfestigkeit von Keramikimplantaten zu verfolgen.

Nakamura und Mitarbeiter (2017) gaben an, dass Keramiklager bei TKA nicht häufig verwendet werden. Derzeit liegen nur wenige Informationen darüber vor, ob mit Keramik-Knieimplantaten ein langfristiges Überleben und gute klinische Ergebnisse gewährleistet werden können. Diese Forscher untersuchten die klinischen und radiologischen Ergebnisse und bewerteten die Langzeithaltbarkeit eines trikondylären Keramikimplantats. Insgesamt wurden 507 aufeinanderfolgende TKAs mit einem trikondylären Femurimplantat aus Keramik durchgeführt. Das hintere Kreuzband wurde geopfert und alle Komponenten mit Knochenzement fixiert. Die klinischen Ergebnisse wurden retrospektiv mit dem Bewertungssystem der Knee Society bewertet. Zur Bestimmung der kumulativen Überlebensrate wurde die Kaplan-Meier-Überlebensrate berechnet. Für die klinischen Ergebnisse standen insgesamt 167 Knie (114 Patienten) zur Verfügung. Der durchschnittliche Flexionsbereich verbesserte sich von 118,1° präoperativ auf 123,7° nach mindestens 15 Jahren Nachuntersuchung (p < 0,001). Der durchschnittliche Knie-Score der Knee Society verbesserte sich von 39,1 auf 92,8 (p < 0,001). Auch der funktionelle Score verbesserte sich von 36,0 auf 47,0 (p < 0,001). Unter Berücksichtigung etwaiger chirurgischer Eingriffe oder radiologischer Versagen als Endpunkt betrug die Kaplan-Meier-Überlebensrate nach 15 Jahren 94,0 %. Mit der Revision einer beliebigen Komponente als Endpunkt betrug die entsprechende Überlebenswahrscheinlichkeit 96,2 %. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass der postoperative Kniebeugungsbereich und die Knee-Society-Scores nach der Langzeitbeobachtung klinisch gut waren. Die Überlebensrate des Keramik-Knieimplantats war über die 15-jährige Nachuntersuchung hervorragend und es wurde eine langfristige Haltbarkeit erreicht, was Keramik zu einem vielversprechenden Alternativmaterial für die Femurkomponente bei TKA macht.

Xiang und Kollegen (2019) stellten fest, dass Keramiklager in der totalen Hüftendoprothetik (THA) weit verbreitet sind, was aufgrund der hervorragenden tribologischen Eigenschaften der Implantate zu zufriedenstellenden klinischen Ergebnissen führte. Aufgrund der Sprödigkeit werden Keramikkomponenten jedoch in der TKA nicht häufig verwendet. Diese Forscher analysierten Informationen zu den klinischen Ergebnissen (einschließlich Überleben ohne Revision, Revisionsursachen, funktionellem Ergebnis und Häufigkeit von Lockerungen) und gelangten zu einer endgültigen Schlussfolgerung über die Verwendung keramischer Femurkomponenten bei TKA. Die Datenbanken Medline, Embase, Cochrane und ClinicalTrials.gov wurden nach Studien durchsucht, die die klinischen und/oder radiologischen Ergebnisse mit oder ohne Überlebensdaten von Keramik-TKA-Implantaten berichteten und die mehr als 10 Patienten mit einer Nachbeobachtungszeit von mindestens einem Jahr umfassten. Aus einer anfänglichen Stichprobe von 147 entsprachen 14 Studien den Einschlusskriterien. Insgesamt kam es nach dem Eingriff zu einer bemerkenswerten Verbesserung der Gelenkfunktion, wobei die Keramikkomponenten mittel- und langfristig zufriedenstellende Überlebenschancen hatten, die mit denen der zuvor berichteten herkömmlichen Legierungskomponenten vergleichbar sind. Darüber hinaus wurde gemäß den eingeschlossenen Studien eine Revisionsrate zwischen 0 % und 14,37 % angegeben. Revisionen aufgrund von aseptischer Lockerung, Verschleiß und Komponentenbrüchen schienen jedoch selten vorzukommen, was die Sicherheit der In-vivo-Verwendung von Keramiklagern im TKA-Verfahren belegt. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass TKA-Implantate aus Keramik im Vergleich zu ihren herkömmlichen Gegenstücken aus Metall ähnliche postoperative klinische Ergebnisse und eine ähnliche Überlebensrate zeigten. Diese Ergebnisse bestätigten die Sicherheit der In-vivo-Verwendung von Keramikgleitpaarungen bei TKA, wobei Implantatbrüche und aseptische Lockerungen selten vorkamen. Sie gaben an, dass angesichts der hervorragenden Eigenschaften der Tribologie von Keramik der klinische Einsatz von Keramikprothesen bei TKA vielversprechend sein könnte.

Die Autoren gaben an, dass sie durch die systematische Durchsicht dieser einarmigen Studien herausgefunden hätten, dass Keramikkomponenten im TKA-Verfahren verwendet werden könnten und eine hervorragende langfristige Gelenkfunktion und Überlebensrate erzielt werden könne. Aufgrund der begrenzten Verwendung keramischer TKA-Komponenten weltweit waren jedoch keine RCTs und Kohortenstudien verfügbar, in denen die klinischen Langzeitergebnisse und das Überleben zwischen keramischen TKA-Komponenten und herkömmlichen Kobalt-Chrom-Prothesen verglichen wurden. Dies könnte die Aussagekraft dieser Schlussfolgerung gefährden. Diese Forscher gaben an, dass weitere Untersuchungen zu keramischen TKA-Komponenten, insbesondere Vergleichsstudien mit einem höheren Grad an Evidenz, erforderlich sind, um die Verwendung von Keramikkomponenten im TKA-Verfahren zu unterstützen.

MAKOplastik des Knies

Kouk et al. (2018) gaben an, dass es sich bei der totalen Patellektomie um seltene Eingriffe handelt, die der Bergungsbehandlung für stark zertrümmerte Patellafrakturen vorbehalten sind. Aufgrund der Veränderung der normalen Gelenkmechanik zeigten diese Patienten im späteren Leben einen degenerativen Knorpelschaden am Femoro-Tibia-Gelenk und einen veränderten Streckmechanismus. Es gibt nur sehr wenige Berichte über unikondyläre Knieendoprothesen nach vorheriger Patellektomie und keine, die sich speziell mit der robotergestützten unikompartimentellen Knieendoprothetik (UKA) befassen. Ein aktueller Fallbericht von Pang et al. beschrieb den Einsatz einer minimalinvasiven unikondylären Knieendoprothetik mit festem Lager bei einem patellektomierten Patienten mit mittelschwerer Osteoarthritis (OA) im medialen Kompartiment. In diesem Bericht wurde ein Fall mit einem größeren Knorpelverlust und einer Subluxation der Patellasehne detailliert beschrieben. Hierbei handelte es sich um den Fallbericht eines Patienten mit schwerer Arthrose des medialen Kompartiments nach einer Patellektomie nach einem Autounfall. Nachdem die konservative Behandlung fehlgeschlagen war, unterzog sich der Patient einer medialen MAKOplastik mit vollständiger Beseitigung der arthritischen Schmerzen. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass mit dem partiellen Knieoberflächenersatzsystem MAKOPlasty bei einem zuvor patellektomierten Patienten mit schwerer Arthrose im medialen Kompartiment eine deutliche Schmerzlinderung und eine verbesserte Kniefunktion erreicht werden könnten. Darüber hinaus war dieser Fallbericht durch die Dauer der Nachbeobachtung (5 Wochen) und die anschließende Bewertung der Wirksamkeit der Behandlung begrenzt. Um die Behandlung vollständig zu bewerten, sollte der Patient in Längsrichtung beobachtet und weitere Patienten hinzugefügt werden. Diese Forscher gaben an, dass die robotergestützte unikondyläre Arthroplastik eine potenzielle Therapieoption bei einem Patienten mit schwerer, isolierter Arthrose im medialen Kompartiment nach einer Fernpatellektomie sein könnte.

Deese et al. (2018) gaben an, dass UKA in den 1950er Jahren entstand. Es wurden zahlreiche Verbesserungen an den Implantaten und der Technik vorgenommen, wodurch die Präzision und Genauigkeit dieser anspruchsvollen Operation verbessert wurde. Speziell für das Robotic Arm Interactive Orthopaedic System (Rio; Mako Stryker, Fort Lauderdale, FL) gibt es viele Studien, die über klinische Ergebnisse berichten, diese Suche ergab jedoch nichts über von Patienten berichtete Ergebnisse anhand validierter Umfragen. Patienten mit Onlay-Tibiakomponenten, die sich zur routinemäßigen Nachuntersuchung einer zwischen Mai 2009 und September 2013 durchgeführten roboterarmgestützten UKA vorstellten, wurden zur Teilnahme eingeladen; Bei 4 Gelenken erfolgte gleichzeitig eine Oberflächenerneuerung der Patella-Femur. Es wurden der Knee Injury and Osteoarthritis Outcomes Score (KOOS) und der Knee Society Score 2011 erhoben. Es wurden radiologische Hinweise auf Arthrose in den nicht-operativen Kniekompartimenten dokumentiert. Insgesamt 81 Patienten stellten sich zur Nachuntersuchung vor und stimmten der Teilnahme zu. Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 54 Monate; Der durchschnittliche Patient berichtete über KOOS-Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL) und einen Schmerzwert von jeweils 90. Der mittlere objektive Wert der Knee Society 2011 betrug 96 und der mittlere Funktionswert 81. 40 Monate nach der Operation gab es eine Revision des gesamten Knies wegen Schmerzen nach einer Verletzung; 77 % gaben an, dass sich ihr Knie immer „normal“ anfühlte, 20 % manchmal und nur 3 % gaben an, dass es sich nie normal anfühlte. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die Literatur zu UKA-Versagensraten darauf hindeutet, dass UKA ein weniger fehlerverzeihender Eingriff sein könnte als die Knieendoprothetik (TKA). Berichten zufolge verbessert die roboterarmgestützte Chirurgie die Genauigkeit der Implantatinsertion. Basierend auf den prospektiv gesammelten positiven Patientenergebnissen der Autoren haben sie bei der Durchführung einer roboterarmgestützten UKA bei ausgewählten Patienten gute Ergebnisse erzielt.

Die Autoren gaben an, dass diese Studie mehrere Nachteile hatte. Einer davon war die Anzahl der Probanden – nur 54 % der möglichen Teilnehmer, die zur Nachuntersuchung vorgestellt wurden, stimmten der Teilnahme zu. Die Patienten wurden zum Zeitpunkt der routinemäßigen jährlichen Nachuntersuchung eingewilligt und aufgenommen. Daher konnten die Autoren keine Patienten einschreiben, die nicht erschienen waren und ihren Termin nicht verschoben hatten. 46 % waren im erwerbsfähigen Alter von 65 Jahren oder jünger, was nach Ansicht der Forscher zu einer schlechten Compliance bei der Nachsorge beitrug. Die unmittelbare Nähe zur Militärbasis könnte die hohe Zahl der verlorenen Personen erklären, da diese Bevölkerung dazu neigte, häufig umzuziehen, was es schwierig machte, mit den Kontaktinformationen Schritt zu halten. Die Einrichtung der Autoren war die erste Einrichtung in der Region, die diese Technik anbot, und viele Patienten kamen aus dem Ausland, was es für sie schwierig machte, in die Klinik zurückzukehren. Leider hatten diese Forscher keine aufeinanderfolgenden Serien und führten daher zu einer Selektionsverzerrung. Es wurden keine Ergebnisscores erhoben oder die dokumentierten Schmerzen oder Funktionsniveaus waren vor der Operation konsistent. Daher hatten diese Forscher keine Vergleichsbasis mit den Follow-up-Ergebnissen.

Kim et al. (2020) gaben an, dass die robotergestützte Knie-Totalendoprothetik (TKA) eingeführt wurde, um die Präzision der Knochenpräparation und Komponentenausrichtung zu verbessern, mit dem Ziel, die klinischen Ergebnisse und die Überlebensrate der TKA zu verbessern. Obwohl zahlreiche Berichte darauf hindeuten, dass die Knochenpräparation und die Ausrichtung der Kniekomponenten durch Roboterunterstützung verbessert werden könnten, haben keine randomisierten Langzeitstudien mit robotergestützter TKA gezeigt, ob dies zu einer verbesserten klinischen Funktion oder Überlebensrate der TKA führt. In einer prospektiven, randomisierten, kontrollierten Studie (RCT) verglichen diese Forscher robotergestützte TKA mit manuellen Ausrichtungstechniken bei der Langzeitnachbeobachtung im Hinblick auf (i) funktionelle Ergebnisse basierend auf Knee Society-, WOMAC- und UCLA-Aktivitätsscores ; (ii) zahlreiche radiologische Parameter, einschließlich der Ausrichtung von Komponenten und Gliedmaßen; (iii) Kaplan-Meier-Überlebensrate; und (iv) Komplikationen, die für die Roboterunterstützung spezifisch sind, einschließlich Pin-Trakt-Infektion, Peroneusparese, Pin-Site-Fraktur oder Patellakomplikationen. Von Januar 2002 bis Februar 2008 führte ein Chirurg 975 robotergestützte TKAs bei 850 Patienten und 990 konventionelle TKAs bei 849 Patienten durch. Von diesen Patienten waren 1.406 Patienten aufgrund vorab festgelegter Einschlusskriterien für die Teilnahme an dieser Studie geeignet. Davon stimmten 100 % (1.406) der Teilnahme zu und wurden randomisiert, wobei 700 Patienten (750 Knie) eine robotergestützte TKA und 706 Patienten (766 Knie) eine konventionelle TKA erhielten. Davon waren 96 % (674 Patienten) in der robotergestützten TKA-Gruppe und 95 % (674 Patienten) in der konventionellen TKA-Gruppe nach durchschnittlich 13 (± 5) Jahren für eine Nachuntersuchung verfügbar. In beiden Gruppen wurde kein Patient, der älter als 65 Jahre war, randomisiert, da die Autoren eine langfristige Nachbeobachtung erwarteten. Diese Forscher untersuchten 674 Patienten (724 Knie) in jeder Gruppe auf klinische und radiologische Ergebnisse und untersuchten die Überlebenswahrscheinlichkeit nach Kaplan-Meier im Hinblick auf den Endpunkt der aseptischen Lockerung oder Revision. Die klinische Bewertung erfolgte präoperativ und bei der letzten Nachuntersuchung anhand des Original-Knie-Scores der Knee Society, des WOMAC-Scores und des UCLA-Aktivitäts-Scores. Sie bewerteten außerdem die Lockerung (definiert als Positionsänderung der Komponenten) anhand einfacher Röntgenaufnahmen, die Osteolyse mithilfe von CT-Scans beim letzten Nachuntersuchungsbesuch sowie die Ausrichtung der Komponenten und Gliedmaßen auf Röntgenaufnahmen der mechanischen Achse. Um das Risiko eines Typ-2-Fehlers zu minimieren und die Aussagekraft dieser Studie zu erhöhen, gingen diese Forscher davon aus, dass der Unterschied im Knee Society-Score 5 Punkte beträgt, um dem MCID der Knee Society mit einer Power von 0,99 zu entsprechen In jeder Gruppe würden 628 Patienten benötigt.

Klinische Parameter bei der letzten Nachuntersuchung, einschließlich der Knie-Scores der Knee Society (93 ± 5 Punkte in der robotergestützten TKA-Gruppe gegenüber 92 ± 6 Punkten in der konventionellen TKA-Gruppe (95 %-Konfidenzintervall [KI]: 90 bis 98); p = 0,321) und Knee Society-Kniefunktionswerte (83 ± 7 Punkte in der robotergestützten TKA-Gruppe gegenüber 85 ± 6 Punkten in der konventionellen TKA-Gruppe (95 % KI: 75 bis 88); p = 0,992), WOMAC-Werte ( 18 ± 14 Punkte in der robotergestützten TKA-Gruppe gegenüber 19 ± 15 Punkten in der konventionellen TKA-Gruppe (95 %-KI: 16 bis 22); p = 0,981), Kniebewegungsbereich (125 ± 6° in der robotergestützten TKA-Gruppe). TKA-Gruppe gegenüber 128 ± 7° in der konventionellen TKA-Gruppe (95 %-KI: 121 bis 135); p = 0,321) und UCLA-Patientenaktivitätswerte (7 Punkte gegenüber 7 Punkten in jeder Gruppe (95 %-KI: 5 bis 10)) ; p = 1.000) unterschieden sich bei einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 13 Jahren nicht zwischen den beiden Gruppen. Radiologische Parameter wie der femoro-tibiale Winkel (durchschnittlich 2° ± 2° Valgus in der robotergestützten TKA-Gruppe gegenüber 3° ± 3° Valgus in der konventionellen TKA-Gruppe (95 % KI: 1 bis 5); p = 0,897) , Position der Femurkomponente (Koronalebene: Mittelwert 98° in der robotergestützten TKA-Gruppe gegenüber 97° in der konventionellen TKA-Gruppe (95 %-KI: 96 bis 99); p = 0,953; Sagittalebene: Mittelwert 3° in der Roboter-TKA-Gruppe assistierte TKA-Gruppe im Vergleich zu 2° in der konventionellen TKA-Gruppe (95 % KI: 1 bis 4); p = 0,612) und Position der Tibiakomponente (Koronalebene: Mittelwert 90° in der robotergestützten TKA-Gruppe gegenüber 89° in der konventionellen TKA-Gruppe). Gruppe (95 % KI: 87 bis 92); p = 0,721; Sagittalebene: 87° in der robotergestützten TKA-Gruppe gegenüber 86° in der konventionellen TKA-Gruppe (95 % KI: 84 bis 89); p = 0,792), Gelenklinie (16 mm in der robotergestützten TKA-Gruppe gegenüber 16 mm in der konventionellen TKA-Gruppe (95 % KI: 14 bis 18); p = 0,512) und posteriorer femoraler Kondylenversatz (24 mm in der robotergestützten TKA-Gruppe). im Vergleich zu 24 mm in der konventionellen TKA-Gruppe (95 %-KI: 21 bis 27); p = 0,817) unterschieden sich ebenfalls nicht zwischen den beiden Gruppen (p > 0,05). Die aseptische Lockerungsrate betrug in jeder Gruppe 2 % und unterschied sich zwischen den beiden Gruppen nicht. Mit dem Endpunkt der Revision oder aseptischen Lockerung der Komponenten betrug die Kaplan-Meier-Überlebensrate der TKA-Komponenten nach 15 Jahren in beiden Gruppen 98 % (95 %-KI: 94 bis 100) (p = 0,972). Hinsichtlich der Häufigkeit, mit der Komplikationen auftraten, gab es keine Unterschiede zwischen den Gruppen. In jeder Gruppe hatten 2 % der Knie (n = 15) eine oberflächliche Infektion, die 2 Wochen lang mit intravenösen Antibiotika behandelt wurde. In diesen Knien trat keine tiefe Infektion auf. In der konventionellen TKA-Gruppe wiesen 0,8 % der Knie (n = 6) eine Bewegungseinschränkung auf (weniger als 60°).

Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass diese Forscher bei einer Nachbeobachtungszeit von mindestens 10 Jahren keine Unterschiede zwischen der robotergestützten TKA und der konventionellen TKA hinsichtlich der funktionellen Ergebniswerte, der aseptischen Lockerung, der Gesamtüberlebensrate und der Komplikationen fanden. Angesichts des zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwands, der mit der robotergestützten TKA verbunden ist, können diese Forscher ihren weit verbreiteten Einsatz nicht empfehlen. Evidenzgrad = I.

Prophylaktische Verwendung von Tranexamsäure bei der Knieendoprothetik

Alshryda et al. (2011) führten eine systematische Überprüfung und Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien (RCTs) durch, in denen die Wirkung von Tranexamsäure (TXA) auf Blutverlust und Transfusionen beim primären Knie-Totalersatz (TKR) untersucht wurde. Bei der Überprüfung wurde das von der Cochrane Bone, Joint and Muscle Trauma Group entwickelte generische Bewertungstool verwendet. Insgesamt waren 19 Studien förderfähig: 18 verwendeten die intravenöse Verabreichung, 1 untersuchte auch die orale Dosierung und 1 Studie untersuchte die topische Anwendung. TXA führte zu einer signifikanten Verringerung des Anteils der Patienten, die eine Bluttransfusion benötigten (Risikoverhältnis (RR) 2,56, 95 % Konfidenzintervall (KI): 2,1 bis 3,1, p < 0,001; Heterogenität I(2) = 75 %; 14 Studien, 824 Patienten). Die Verwendung von TXA reduzierte auch den Gesamtblutverlust um durchschnittlich 591 ml (95 % KI: 536 bis 647, p < 0,001; I(2) = 78 %; 9 Studien, 763 Patienten). Die klinische Interpretation dieser Ergebnisse war durch die erhebliche Heterogenität eingeschränkt. Allerdings zeigte die Subgruppenanalyse von hochdosiertem (mehr als 4 g) TXA eine plausible konsistente Reduzierung des Bluttransfusionsbedarfs (RR 5,33; 95 % KI: 2,44 bis 11,65, p < 0,001; I(2) = 0 %), a Diese Feststellung sollte durch eine weitere gut konzipierte Studie bestätigt werden. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die aktuellen Erkenntnisse aus Studien kein erhöhtes Risiko für tiefe Venenthrombose (DVT) (13 Studien, 801 Patienten) oder Lungenembolie (LE) (18 Studien, 971 Patienten) aufgrund der TXA-Verabreichung belegen.

In einer systematischen Überprüfung und Metaanalyse untersuchten Panteli et al. (2013) die Sicherheit und Wirksamkeit der topischen Anwendung von TXA bei der Knieendoprothetik (TKA). Diese Forscher führten eine elektronische Literatursuche in PubMed Medline durch; Ovid Medline; Embase; und die Cochrane Library, die Studien identifiziert, die zwischen 1966 und Februar 2013 in einer beliebigen Sprache veröffentlicht wurden. An den Studien nahmen Erwachsene teil, die sich einer primären TKA unterzogen, bei der topisches TXA verwendet wurde. Es wurden die Methode der inversen Varianzstatistik und je nach Fehlen oder Vorhandensein statistischer Heterogenität entweder ein Modell mit festem oder zufälligem Effekt verwendet. Wenn möglich, wurde eine Untergruppenanalyse durchgeführt. Sie identifizierten insgesamt 7 geeignete Berichte für die Analyse. Die Metaanalyse ergab, dass die topische Anwendung von TA im Vergleich zur Kontrollgruppe den postoperativen Drainageausstoß (mittlere Differenz [MD]: -268,36 ml), den Gesamtblutverlust (MD = -220,08 ml) und den Hb-Abfall ( MD = -0,94 g/dL) und senkte das Risiko eines Transfusionsbedarfs (RR = 0,47, 95 %-KI: 0,26 bis 0,84), ohne dass das Risiko thromboembolischer Ereignisse zunahm. Eine Untergruppenanalyse ergab, dass eine höhere Dosis von topischem TXA (mehr als 2 g) den Transfusionsbedarf deutlich reduzierte. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die vorliegende Metaanalyse zwar eine statistisch signifikante Verringerung des postoperativen Blutverlusts und des Transfusionsbedarfs durch die topische Anwendung von TXA bei TKA bewies, die klinische Bedeutung der jeweiligen Schätzungen der Effektgröße jedoch mit Vorsicht interpretiert werden sollte. Evidenzgrad = I, II.

Wang et al. (2015) stellten fest, dass es viele Debatten und Kontroversen über die Sicherheit und Wirksamkeit der topischen Anwendung von TXA bei primärer TKA gegeben hat. Diese Forscher führten eine Metaanalyse durch, um zu untersuchen, ob es nach topischer TXA-Verabreichung bei primärer TKA zu einem geringeren Blutverlust und niedrigeren Transfusionsraten kommt. Sie führten eine systematische Überprüfung der elektronischen Datenbanken PubMed, CENTRAL, Web of Science und Embase durch. Alle RCTs und prospektiven Kohortenstudien zur Bewertung der Wirksamkeit von topischem TXA während der primären TKA wurden einbezogen. Der Schwerpunkt der Analyse lag auf den Ergebnissen der Blutverlustergebnisse, der Transfusionsrate und thromboembolischen Komplikationen. Wenn möglich, wurde eine Untergruppenanalyse durchgeführt. Von den 387 identifizierten Studien kamen 16 mit 1.421 Patienten (1.481 Knie) für die Datenextraktion und Metaanalyse infrage. Diese Studie zeigte, dass die topische Anwendung von TXA im Vergleich zur Kontrollgruppe die gesamte Drainageleistung (MD, -227,20; 95 % KI: -347,11 bis -107,30; p < 0,00001), den gesamten Blutverlust (MD, -311,28; 95 %-KI: -404,94 bis -217,62; p < 0,00001), maximale postoperative Hb-Abnahme (MD, -0,73; 95 %-KI: -0,96 bis -0,50; p < 0,00001) und Bluttransfusionsbedarf (RRs, 0,33). ; 95 % KI: 0,24 bis 0,43; p = 0,14). Die Autoren fanden eine statistisch signifikante Verringerung des Blutverlusts und der Transfusionsraten bei der Verwendung von topischem TXA bei primärer TKA. Darüber hinaus belegen die derzeit verfügbaren Erkenntnisse kein erhöhtes Risiko einer TVT oder LE aufgrund der Verabreichung von TXA. Diese Forscher gaben an, dass topisches TXA den postoperativen Blutverlust und den Transfusionsbedarf wirksam reduzierte, ohne die Prävalenz thromboembolischer Komplikationen zu erhöhen.

In einer Metaanalyse untersuchten Meena et al. (2017) die Sicherheit und Wirksamkeit von intraartikulärem TXA im Vergleich zur intravenösen (IV) Verabreichung. Diese Forscher führten eine Literatursuche mit PubMed, Cochrane Library, Medline, Embase und China National Knowledge Infrastructure (CNKI) durch. Alle RCTs, die die Wirksamkeit der topischen und intravenösen Verabreichung von TXA bewerten, wurden einbezogen. Insgesamt wurden 8 RCTs mit 857 Patienten in diese Analyse einbezogen. Diese Forscher fanden keinen statistisch signifikanten Unterschied in Bezug auf Gesamtblutverlust, Drainageleistung, Transfusionsbedarf, thromboembolische Komplikationen, Tourniquet-Zeit und Operationsdauer. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass topisches TXA eine ähnliche Wirksamkeit wie IV-TXA bei der Reduzierung des Gesamtblutverlusts, der Drainageleistung, der Transfusionsrate und des Hb-Abfalls aufweist, ohne dass es zu einer Zunahme thromboembolischer Komplikationen kommt.

In einer systematischen Überprüfung und Metaanalyse bewerteten Guo et al. (2018) die Sicherheit und Wirksamkeit von oralem TXA im Vergleich zur Kontrolle des Blutverlusts nach TKA. Diese Forscher durchsuchten die Datenbanken von PubMed, Embase, Medline, Web of Science und Cochrane Library bis August 2017 nach relevanten Studien. Die MD des Gesamtblutverlusts, des Hb-Abfalls, des Hämatokrits (Hct), der Drainageleistung und der Risikodifferenz (RD) einer Transfusion Die Häufigkeit und thromboembolische Komplikationen in der TXA- und der Kontrollgruppe wurden während der gesamten Studie zusammengefasst. Die Ergebnisse wurden von Stata 12.0 zusammengefasst. Insgesamt wurden 5 RCTs (608 Patienten) in diese Studie einbezogen. Alle eingeschlossenen Studien waren randomisiert; und die Qualität der eingeschlossenen Studien war relativ hoch. Die gepoolten Ergebnisse zeigten, dass die Gruppe mit oralem TXA einen deutlich geringeren Hb-Abfall (standardisierter MD [SMD], -0,936; 95 %-KI: -1,118 bis -0,754) und Hct-Abfall (SMD, -0,693; 95 %-KI: -1,113 bis) aufwies -0,274) und Drain-Output (SMD, -0,793; 95 %-KI: -0,959 bis -0,628) als die Kontrollgruppe. Es wurden keine statistisch signifikanten Unterschiede in der Transfusionsrate und der Häufigkeit thromboembolischer Komplikationen zwischen den beiden Gruppen festgestellt. Der Gesamtblutverlust konnte aufgrund des unzureichenden Datums nicht bewertet werden. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass diese Metaanalyse darauf hindeutet, dass die Verabreichung von oralem TXA deutlich bessere Ergebnisse in Bezug auf Hb-Abfall, Hkt-Abfall und Drainageausstoß lieferte, ohne die Transfusionsrate und das Risiko thromboembolischer Komplikationen nach TKA zu erhöhen. Dennoch lieferte die aktuelle Studie mit einigen Einschränkungen, wie z. B. der geringen Stichprobengröße, nur eine begrenzte Evidenzqualität. Eine Bestätigung durch weitere Metaanalysen mit groß angelegten, gut konzipierten RCTs ist erforderlich.

In einer systematischen Überprüfung und Metaanalyse verglichen Liu et al. (2018) die Sicherheit und Wirksamkeit von TXA und Epsilon-Aminocapronsäure (EACA) zur Reduzierung des Blutverlusts und des Transfusionsbedarfs nach TKA und totaler Hüftendoprothetik (THA). Diese Forscher führten elektronische Suchen in Medline (1966 bis November 2017), PubMed (1966 bis November 2017), Embase (1980 bis November 2017), ScienceDirect (1985 bis November 2017) und der Cochrane Library (1900 bis November 2017) durch. Zu den primären Endpunkten gehörten der Gesamtblutverlust, der Hb-Rückgang und der Transfusionsbedarf; Zu den sekundären Endpunkten gehörten die Dauer des Krankenhausaufenthalts (LOS) und postoperative Komplikationen wie das Auftreten von TVT und LE. Jedes Ergebnis wurde mit der Statistiksoftware STATA 12.0 kombiniert und berechnet. Basierend auf der durch die I2-Statistik getesteten Heterogenität wurde ein Modell mit festem/zufälligem Effekt übernommen. Insgesamt wurden 1.714 Patienten in 3 RCTs und 1 Nicht-RCT analysiert. Die vorliegende Metaanalyse ergab, dass TXA im Vergleich zu EACA mit einer signifikanten Verringerung des Gesamtblutverlusts und des postoperativen Hb-Abfalls verbunden war. Es wurden keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Transfusionsraten, der LOS und der Häufigkeit postoperativer Komplikationen festgestellt. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass der Gesamtblutverlust und der postoperative Hb-Abfall zwar in den EACA-Gruppen signifikant höher waren, es jedoch keinen signifikanten Unterschied zwischen den TXA- und EACA-Gruppen hinsichtlich der Transfusionsraten gab. Diese Forscher gaben an, dass basierend auf den derzeit verfügbaren Erkenntnissen noch qualitativ hochwertigere RCTs für die weitere Forschung erforderlich seien.

In einer systematischen Überprüfung und Metaanalyse untersuchten Xu et al. (2019) die Sicherheit und Wirksamkeit verschiedener Verabreichungswege von TXA bei der Reduzierung von Bluttransfusionen nach THA und TKA. Das sekundäre Ziel bestand darin, den sichersten und wirksamsten Weg und die sicherste Dosis von TXA zu finden. PubMed, Embase, Cochrane Library, China National Knowledge Infrastructure und OpenGrey wurden systematisch nach RCTs durchsucht, die die Sicherheit und/oder Wirksamkeit von TXA für THA und/oder TKA untersuchen. Eine Netzwerk-Metaanalyse, bei der die Anzahl der Transfusionen und TVT zwischen verschiedenen Interventionen verglichen wurde, wurde unter Verwendung eines multivariaten Meta-Regressionsmodells mit zufälligen Effekten und unter Verwendung eines frequentistischen Ansatzes durchgeführt. Insgesamt wurden 211 Publikationen (20.639 Personen) einbezogen. Beim Ergebnis der Transfusion zeigten alle Interventionen im Vergleich zu Placebo signifikant niedrigere Transfusionsraten. Im Vergleich zu Placebo zeigte TXA intravenös und topisch das statistisch signifikant niedrigste Risikoverhältnis (RR=0,11, 95 %-KI: 0,03 bis 0,41). Aus Sicherheitsgründen wies TXA über die topische Anwendung das relativ niedrigste Risikoverhältnis auf (RR = 0,75, 95 %-KI: 0,44 bis 1,30). Die topische und intraartikuläre TXA hatte die höchste, aber statistisch nicht signifikante RR (RR=1,10, 95 %-KI: 0,51 bis 2,38). Daher haben aktuelle Studien keine signifikanten Sicherheitsprobleme bei der Verwendung von TXA ergeben. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass alle Formen der TXA-Verabreichung im Vergleich zur Kontrolle eine deutlich geringere Transfusionsrate aufwiesen. Es besteht ein Trend zu einer besseren Wirksamkeit bei intravenöser und topischer Anwendung. Bei Patienten mit einem höheren Thromboserisiko können Ärzte aufgrund des besten Sicherheitsprofils die alleinige topische Anwendung in Betracht ziehen.

In einer systematischen Überprüfung und Metaanalyse verglichen Chen et al. (2019) die Sicherheit und Wirksamkeit von oralem TXA mit intravenösem TXA bei der Reduzierung des perioperativen Blutverlusts bei TKA und THA. PubMed, Web of Science, Embase und Cochrane Library wurden vollständig nach relevanten Studien durchsucht. In diese Untersuchung wurden Studien einbezogen, in denen die Sicherheit und Wirksamkeit von oralem TXA mit intravenösem TXA bei TKA und THA verglichen wurde. Odds Ratio (OR) oder RD wurde zum Vergleich dichotomer Variablen angewendet, während MD zum Vergleich kontinuierlicher Variablen verwendet wurde. Insgesamt wurden 7 Studien (5 RCTs und 2 retrospektive Studien) in diese Studie einbezogen. Bei Patienten, die sich einer TKA oder THA unterzogen, gab es keine offensichtlichen Unterschiede zwischen der Gruppe mit oraler TXA und der Gruppe mit intravenöser TXA im Hinblick auf den Hb-Abfall (MD = 0,06, 95 %-KI: -0,01 bis 0,13, p = 0,09), die Transfusionsrate (OR = 0,78, 95 % KI: 0,54 bis 1,13, p = 0,19), Gesamtblutverlust (MD = 16,31, 95 % KI: -69,85 bis 102,46, p = 0,71), Gesamt-Hb-Verlust (MD = 5,18, 95 % KI: -12,65 bis 23,02, p = 0,57), LOS (MD = -0,06, 95 %-KI: -0,30 bis 0,18, p = 0,63), Drain-out (MD = 21,04, 95 %-KI: -15,81 bis 57,88, p = 0,26), Inzidenz von TVT (RD = 0,00, 95 %-KI: -0,01 bis 0,01, p = 0,82) oder PE (RD = 0,00, 95 %-KI: -0,01 bis 0,01, p = 0,91). Die Stichprobengröße dieser Studie war klein; und mehrere eingeschlossene Studien waren von relativ geringer Qualität. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass orales TXA bei der Verringerung des perioperativen Blutverlusts dem intraoperativen TXA gleichwertig ist und bei TKA und THA empfohlen werden sollte; Diese Forscher gaben jedoch an, dass weitere qualitativ hochwertige Studien erforderlich seien, um dieses Problem zu klären.

In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie untersuchten Wang et al. (2019) die Sicherheit und Wirksamkeit von intravenöser und anschließender langfristiger oraler TXA nach TKA ohne Tourniquet. Insgesamt 118 Patienten, die sich einer primären TKA unterzogen, wurden in zwei Gruppen randomisiert: Die Patienten in Gruppe A erhielten 10 Minuten vor der Operation und 3 Stunden nach der Operation i.v. TXA mit 20 mg/kg und nach der Operation oral 1 g TXA Tag (POD) 1 bis POD 14, und die Patienten in Gruppe B erhielten IV TXA mit 20 mg/kg 10 Minuten vor der Operation und 3 Stunden nach der Operation und dann oral 1 g Placebo von POD 1 bis POD 14. Die primäre Das Ergebnis war ein vollständiger Blutverlust. Zu den sekundären Ergebnissen gehörten Ekchymosebereich und Morbidität, postoperative Transfusion, postoperative Laborwerte, postoperative Kniefunktion und LOS. Komplikationen und Patientenzufriedenheit wurden ebenfalls erfasst. Der mittlere Gesamtblutverlust war in Gruppe A geringer als in Gruppe B (671,7 ml gegenüber 915,8 ml, p = 0,001). Es gab keinen signifikanten Unterschied in der Transfusionsrate zwischen den beiden Gruppen. Gruppe A hatte an POD 3 einen höheren Hb-Wert als Gruppe B (106,0 g/L gegenüber 99,7 g/L, p = 0,001). Es wurde jedoch kein signifikanter Unterschied für Hb oder Hct an POD 1 oder POD 14 zwischen den beiden Gruppen festgestellt. Patienten in Gruppe A hatten eine geringere Ekchymose-Morbidität (7 gegenüber 38, p = 0,001) und eine kleinere Ekchymosefläche (1,6 gegenüber 3,0, p = 0,001) als Gruppe B. Der Blutgerinnungsgrad, gemessen durch Fibrinolyse (D-Dimer), war niedriger Gruppe A als in Gruppe B bei POD 1 und POD 3 (4,6 mg/L vs. 8,4 mg/L, p = 0,001; 1,5 mg/L vs. 3,3 mg/L, p = 0,001). Bei POD 14 gab es jedoch keinen signifikanten Unterschied, und die Fibrinabbauprodukte zeigten den gleichen Trend. Patienten in Gruppe A hatten weniger Schwellungen als diejenigen in Gruppe B an POD 3 und POD 14. Der Umfang des Knies betrug 43,1 cm gegenüber 46,1 cm (POD 3, p = 0,001) und 41,4 cm gegenüber 44,9 cm (POD 14, p = 0,001) in Gruppe A bzw. Gruppe B. Dennoch war der Umfang des Knies in den beiden Gruppen bei POD 1 und POD 3 M ähnlich. Es wurden keine signifikanten Unterschiede in der Kniefunktion, dem Schmerzscore oder der LOS festgestellt. Zwischen den beiden Gruppen wurden keine signifikanten Unterschiede bei thromboembolischen Komplikationen, Infektionen, Hämatomen, Wundheilung und Patientenzufriedenheit festgestellt. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass intravenöse und anschließende langfristige orale TXA im Vergleich zu kurzfristiger TXA zu weniger Blutverlust und weniger Schwellungen und Ekchymosen führten, ohne das Risiko von Komplikationen zu erhöhen.

Balachandar und Abuzakuk (2019) gaben an, dass es keinen Konsens über den optimalen Zeitpunkt der Verabreichung von TXA bei bilateraler TKA gibt. Diese Forscher untersuchten, ob der Zeitpunkt der Verabreichung einer Einzeldosis IV TXA (entweder präoperativ oder intraoperativ verabreicht) einen signifikanten Einfluss auf die Reduzierung des Blutverlusts hat. Sie verglichen zwei Kohorten von Patienten mit Arthritis im Kniegelenk im Endstadium, die sich einer bilateralen Knie-TEP unterzogen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten während der Operation eine Einzeldosis TXA i.v. (1 g oder 15 mg/kg) erhielten. Die retrospektive Kohortengruppe bestehend aus 40 Patienten (präoperative (PO)-Gruppe) erhielt TXA vor dem Hautschnitt. Die prospektive Kohorte bestehend aus 40 Patienten (intraoperative (IO)-Gruppe) erhielt TXA 10 Minuten vor dem Entleeren des Tourniquets am ersten Knie. Primäre Ergebnismaße waren die mittlere Hb-Differenz A (zwischen PO und dem Hb am ersten Tag nach der Operation), die mittlere Hb-Differenz B (zwischen PO und dem niedrigsten Hb nach der Operation) und die Rate allogener Bluttransfusionen. Sekundäre Maßnahme war der Blutverlust im Abfluss. Beide Kohorten waren hinsichtlich Alter, Geschlecht, Operationsdauer und LOS gut aufeinander abgestimmt. Der Hb-Abfall in der IO-Gruppe war beim ersten POD deutlich geringer als in der PO-Gruppe (2 gegenüber 2,9 g/dl, p < 0,001). Obwohl statistisch unbedeutend, erhielten die Patienten in der IO-Gruppe weniger allogene Transfusionen gepackter Zelleinheiten als in der PO-Gruppe (11/40, 27,5 % gegenüber 14/40, 35 %). Die mittlere Hb-Differenz, B und der sekundäre Drainageverlust waren in beiden Gruppen vergleichbar. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass eine vor Beginn der Operation verabreichte Einzeldosis IV TXA bei der Reduzierung des Blutverlusts bei bilateraler TKA genauso wirksam war wie eine Dosis, die während der Endoprothetik des ersten Knies verabreicht wurde.

In einer randomisierten, doppelblinden, kontrollierten Studie verglichen Jules-Elysee et al. (2019) lokale und systemische Werte von thrombogenen Markern, Interleukin (IL)-6 und TXA zwischen Patienten, die IV TXA erhielten, und solchen, die topisches TXA erhielten. Insgesamt wurden 76 Patienten, bei denen eine TKA geplant war, in diese Studie aufgenommen. Die IV-Gruppe erhielt 1,0 g IV TXA vor dem Aufblasen des Tourniquets und erneut 3 Stunden später; Anschließend wurde 5 Minuten vor der endgültigen Freigabe des Tourniquets ein topisches Placebo verabreicht. Die topische Gruppe erhielt ein intravenöses Placebo vor dem Aufblasen des Tourniquets und noch einmal 3 Stunden später; 3,0 g TXA wurden 5 Minuten vor der endgültigen Freigabe des Tourniquets topisch verabreicht. Es wurden periphere Blutproben und Wundblutproben entnommen, um die Konzentrationen von Plasmin-Anti-Plasmin (PAP, ein Maß für die Fibrinolyse), Prothrombinfragment 1.2 (PF1.2, ein Marker für die Thrombinbildung), IL-6 und TXA zu messen. Eine Stunde nach der Freigabe des Tourniquets waren die systemischen PAP-Werte zwischen der IV-Gruppe (nach einer Einzeldosis IV TXA) und der topischen Gruppe vergleichbar. 4 Stunden nach der Freisetzung des Tourniquets hatte die IV-Gruppe niedrigere systemische PAP-Werte als die topische Gruppe (Mittelwert und Standardabweichung 1.117,8 ± 478,9 µg/L gegenüber 1.280,7 ± 646,5 µg/L; p = 0,049), was auf eine höhere antifibrinolytische Wirkung hinweist Aktivität nach der 2. Dosis. Es gab keinen Unterschied in den PF1.2-Werten zwischen den Gruppen, was darauf hindeutet, dass es keinen Anstieg der Thrombinbildung gab. Die IV-Gruppe hatte zu allen Zeitpunkten höhere TXA-Werte (p < 0,001); 4 Stunden nach der Freigabe des Tourniquets waren die IL-6- und TXA-Spiegel im Wundblut in beiden Gruppen höher als die systemischen Werte (p < 0,001). Therapeutische systemische TXA-Spiegel (Mittelwert 7,2 ± 7,4 mg/L) wurden in der topischen Gruppe festgestellt. Der berechnete Blutverlust und die LOS waren in der IV-Gruppe niedriger (p = 0,026 und p = 0,025). Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass angesichts der Tatsache, dass mit topischem TXA therapeutische Werte erreicht wurden und kein wesentlicher Unterschied im Wirkungsmechanismus, der Gerinnung und dem fibrinolytischen Profil zwischen topischem TXA und einer Einzeldosis iv TXA besteht, es sich möglicherweise um ein einfacheres Protokoll für Institutionen handelt die Verwendung einer Einzeldosis IV TXA zu übernehmen, wenn die Sicherheit ein Problem darstellt. Evidenzgrad = I.

Anhang

Kellgren-Lawrence-Klassifizierungssystem

Das Kellgren-Lawrence-Klassifizierungssystem verwendet eine Bewertungsmethode von 0 bis 4 zur Klassifizierung des Schweregrads der Arthrose (OA) auf der Grundlage von Röntgenbildern.

Tabelle: Kellgren-Lawrence-Klassifikationssystem für Arthrose
GradBeschreibung
Note 0 (keine)Definitiv keine röntgenologischen Veränderungen einer Arthrose.
Note 1 (zweifelhaft)Zweifelhafte Verengung des Gelenkraums mit möglicher osteophytischer Lippe.
Note 2 (mindestens)Deutliche Osteophytenbildung und mögliche Gelenkspaltverengung.
Note 3 (mittel)Mäßige Bildung mehrerer Osteophyten, deutliche Verengung des Gelenkraums, etwas Sklerose und mögliche Deformation der Knochenenden.
Grad 4 (schwer)Große Osteophytenbildung, starke Verengung des Gelenkraums mit deutlicher Sklerose und deutlicher Deformierung der Knochenenden.

Quelle: Kohn, Sassoon, Fernando (2016) und Knipe et al. (2020)

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FAQs

Wie viel Grad Beugung nach Knie-TEP? ›

Sie sollten in den ersten 12 Tagen eine Kniebeugung von 90 Grad (rechter Winkel) erreichen, und diese bis zur fünften Woche nicht überschreiten.

Wie lange hält eine Schlittenprothese im Knie? ›

Die Haltbarkeit der Schlittenprothese entspricht bei korrekter Operationstechnik im Allgemeinen jener der Totalprothese. Eine schwedische Studie hat gezeigt, dass nach 20 Jahren noch 95 von 100 Prothesen intakt waren.

Wie lange ist man krank wenn man ein neues Knie bekommt? ›

Die Arbeitsunfähigkeit beträgt je nach Tätigkeit zwischen sechs Wochen (Büroarbeit) und drei Monaten (starke körperliche Arbeit).

Wann kann man nach Knie-TEP wieder knien? ›

In den ersten drei Monaten nach der OP sollten sie für die Knie-TEP Pflege auf knien und hocken verzichten. Überkreuzen der Beine oder schweres Heben und Tragen sind ebenfalls nicht angesagt. Stoßbelastungen und Stürze müssen Sie unbedingt vermeiden.

Was darf man nach einer Knie TEP nicht machen? ›

Vermeiden Sie: übermäßiges Knien und Hocken, Stoss- und Überbelastungen, Bewegungen mit abruptem Richtungswechsel, schwere körperliche Tätigkeiten mit häufigem Heben und Tragen von schweren Lasten, Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, Gewichtszunahme. 10.

Ist eine Knie TEP eine schwere OP? ›

Schwere Komplikationen sind nach Implantation einer Knie-TEP selten. Laut internationalen Daten liegt die intrahospitale Ereignisrate nach endoprothetischer Versorgung des Kniegelenks zwischen 1,5 % und 3,9 % (3). Gefäßverletzungen treten mit einer Häufigkeit von 0,08 % bzw.

Was ist besser Knieprothese oder Schlitten? ›

Schlittenprothesen bieten im Vergleich zur Vollprothese häufig eine bessere Beweglichkeit und ein natürlicheres Kniegefühl. Die Operation ist weniger belastend, da alle Bandstrukturen und die noch gesunden Gelenkteile erhalten bleiben.

Wo werden die besten Knie Ops gemacht? ›

Die besten Kliniken für Kniegelenkersatz in Deutschland
PlatzKlinikum
Platz 1Westfälisches Gelenk- u. Endoprothesenzentrum Klinik für Orthopädie Unna christliches-klinikum.de
Platz 2Universitätsklinikum Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Heidelberg klinikum.uni-heidelberg.de
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Wie lange Reha nach Schlittenprothese? ›

Bis zur vollständigen Schmerzfreiheit und zur Rückkehr aller Funktionen des Kniegelenks vergehen im Allgemeinen mindestens 6 Monate. Eine Schlittenprothese erlaubt prinzipiell durchaus körperliche Aktivität und auch Sportausübung, ohne dass es zu einer Lockerung oder einem Verschleiss kommt.

Wann ist die beste Zeit für eine Knie OP? ›

Urte Jacoby entschied sich, die OP in der kalten Jahreszeit anzugehen. „Denn das Bein schwillt nach einem solchen Eingriff an, das ist normal. Es wird komplett gewickelt, um Stabilität zu schaffen und die Thrombosegefahr kleinzuhalten“, sagt sie. Im Herbst 2012 war es dann soweit, sie bekam ihren Gelenkersatz.

Ist Reha nach Knie OP notwendig? ›

Nach der Implantation einer Knieprothese (TEP) ist die Reha für den Patienten verpflichtend, da ein Erfolg der Operation maßgeblich von einer behutsamen und kontrollierten Mobilisierung abhängig ist. Auch nach einer Meniskus-OP oder einer Umstellungsosteotomie empfiehlt sich eine Knie-Reha.

Wie viel Prozent bekommt man für ein künstliches Knie? ›

bei einseitiger Hüftgelenksprothese mindestens 20, bei beidseitigen Hüftgelenksprothesen mindestens 40, bei einseitiger Knieprothese mindestens 30 und bei beidseitigen Knieendoprothesen mindestens 50 GdS angemessen seien.

Wie weit kann man ein künstliches Knie beugen? ›

Wichtig ist auch, dass der Bewegungsumfang zurückgewonnen werden kann. Wir streben eine Beugung von über 110° an, meist werden aber 110°–130° problemlos erreicht. Ein mehr oder weniger definitives Heilergebnis ist allerdings erst nach zwölf bis achtzehn Monaten nach der Operation gegeben.

Warum schmerzt mein künstliches Kniegelenk? ›

Der bewegungsabhängige Schmerz nimmt in der Regel zu, weil das einklemmende Narbengewebe zwischen der künstlichen Oberschenkelkomponente und der Kunststoffscheibe (Inlay) immer wieder bei jeder Bewegung aufs Neue einklemmt und dadurch verletzt wird. Dabei blutet es ins Gewebe ein und es kommt so zu einer Entzündung.

Wie lange muss man nach einer Knie OP thrombosestrümpfe tragen? ›

Thrombosespritzen und Kompressionsstrümpfe erhalten Sie zur Verhinderung einer Thrombose. Die Hautfäden werden nach 10 Tagen entfernt. In der Regel sollten Sie 10 - 14 Tage die Gehstützen verwenden.

Warum nicht auf der Seite schlafen nach Knie TEP? ›

Das operierte Knie sollte immer oben liegen, um zusätzlichen Druck darauf zu vermeiden. Sonst können auch verstärkte postoperative Schmerzen auftreten. Wichtig: Drainagen (Schläuche) im Kniegelenk dürfen in der Seitenlage nicht abgeknickt werden.

Wann kann man nach Knie OP wieder normal Treppensteigen? ›

2 Wochen nach Operation kann das Bein in Streckstellung voll belastet werden. Nach 6 Wochen kann mit Treppensteigen und Kniebeuge begonnen werden.

Wie viel kostet eine Knieprothese? ›

Die Kosten für eine Knieprothese-OP hängen von vielen verschiedenen Faktoren ab. Sie liegen zwischen 7 000 und 16 000 Euro. Wenn der Arzt eine eindeutige medizinische Indikation stellt, werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen.

Was passiert mit der Kniescheibe bei Knie TEP? ›

Anschließend wird das Gelenk freigelegt, indem die Kapsel auf der Innenseite der Kniescheibe durchtrennt wird und dieser Schnitt in die Sehne des Oberschenkelmuskels (Quadrizepssehne) erweitert wird. Dann wird der gesamte Streckapparat (Oberschenkelmuskel, Kniescheibe, Kniescheibensehne) nach außen weggehalten.

Wie oft zur Kontrolle nach Knie TEP? ›

In der Regel werden Nachuntersuchungen mit Röntgen drei Monate, sowie ein Jahr nach der Operation und dann regelmäßig alle drei bis fünf Jahre empfohlen.

Welcher Grad der Behinderung bei künstlichem Kniegelenk? ›

Bei Knieprothesen ist der GdS abhängig von der verbliebenen Bewegungseinschränkung und Belastbarkeit. Die Mindest-GdS für eine einseitige Knieprothese beträgt 30, für den Kniegelenkersatz beider Beine 50. Eine Schwerbehinderung liegt ab einem GdS von 50 vor und wird daher mit dem Kniegelenkersatz beider Beine erreicht.

Hat ein künstliches Kniegelenk eine Kniescheibe? ›

Das Prinzip des am häufigsten eingesetzten künstlichen Kniegelenkes (sog. Oberflächenersatz) besteht aus der weiterbestehenden Stabilität durch die Seitenbänder (Innen- und Außenband) sowie der Gelenkkapsel und des Streckapparates (vordere Oberschenkelmuskulatur mit der Kniescheibe und Patellasehne).

Wie oft kann man ein künstliches Knie wechseln? ›

Durchschnittlich alle zehn bis 15 Jahre nach der Implantation einer Knieprothese ist eine Knierevision, also ein Wechsel des künstlichen Knies, angezeigt. Bei diesem Eingriff werden einzelne Anteile einer Prothese oder die gesamte Prothese im Kniegelenk ausgetauscht.

Wie lange hält ein künstliches Knie? ›

Statistisch betrachtet sind nach 10 Jahren 95 von 100 künstlichen Kniegelenken noch nicht gewechselt. Anders formuliert, mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% wird die Prothese über 10 Jahre halten, wobei auch längere Standzeiten möglich sind.

Kann man mit einem künstlichen Knie Knien? ›

In den ersten zwölf Wochen nach der Operation sollten Sie Stoßbelastungen, Hocken oder Knien, stauchende Belastungen, Heben und Tragen von schweren Lasten, große Kraftanstrengungen bzw. schwere körperliche Arbeit vermeiden.

Wie am besten Kniemuskulatur stärken? ›

Eine leichte Gewichtsmanschette am Unterschenkel (oberhalb des Fußgelenks) anbringen. Ein Bein langsam durchstrecken und anheben, für 5 Sekunden so halten, danach langsam wieder beugen und absenken. 8- bis 12-mal wiederholen, dasselbe mit dem anderen Bein. Etwa eine Minute pausieren, weitere 2 bis 3 Sätze anschließen.

Wie lange Thrombosespritzen nach Schlittenprothese? ›

Thrombosespritzen (Clexane 40 mg) sollten während drei Wochen nach dem OP-Datum täglich einmal – am besten immer in etwa zur gleichen Uhrzeit – appliziert werden. Für die Entfernung der Hautklammern müssen Sie mit Ihrer Hausärztin bzw.

Wie lange braucht man Krücken nach Knieprothese? ›

Krücken benötigen die Patienten in der Regel zwischen drei und fünf Wochen, wobei auch dies sehr individuell zu betrachten ist. Realistisch ist nach ungefähr einem halben Jahr die endgültige Genesung des Eingriffs erreicht.

Wann wieder Fahrradfahren nach Knieprothese? ›

Patienten mit Knieprothese können häufig nach sechs Monaten wieder mit dem Training beginnen. Insgesamt gilt Radfahren als gelenkschonend. Man sollte auch mit einem künstlichen Kniegelenk genau das machen, was schmerzfrei möglich ist.

Wie lange spazieren nach Knie TEP? ›

Mit gut funktionierenden, künstlichen Kniegelenken kann man später unbegrenzt spazieren gehen und wandern. Auch Bergwanderungen sind gut möglich, allerdings ohne aktives Klettern.

Wann beginnt die Reha nach Knie OP? ›

Für eine Reha des Kniegelenks müssen Sie mit 17 bis 21 Tagen rechnen. In dieser Zeit werden Sie in der Regel fit genug, um für den Alltag zu Hause gewappnet zu sein.

Wann beginnt die Reha nach einer Knie OP? ›

Im Mittel dauert es meist 8-10 Tage nach der OP, bis der Patient zur Reha in die Rehaklinik entlassen wird. Das bedeutet aber nicht, dass die Mobilisation und Rehabilitation nicht schon begonnen wird. Möglichst bald, oftmals schon am Tag nach der Operation wird der Patient aufgefordert erste Schritte zu gehen.

Wie viel Bewegung nach Knie OP? ›

Physiotherapie ist nach der Hospitalisation zwei- bis dreimal wöchentlich notwendig. Wichtig ist, dass eine Streckung und eine stetige Verbesserung der Beugung des Kniegelenks unmittelbar nach der Operation erreicht werden. Die Intensität der Therapie vereinbaren Sie mit Ihrem Physiotherapeuten.

Welche Schuhe bei künstlichem Kniegelenk? ›

Schuhe zum Binden oder mit Klettverschluss eignen sich nur bedingt, da die Beugefähigkeit des Beines in den ersten drei Monaten nach der Knie OP stark eingeschränkt ist. Das Hinabbeugen zum Schuh schmerzt. Gleichzeitig ist es sinnvoll auf gut sitzende, rutschfeste Schuhe ohne Absätze zu tragen um Stürzen vorzubeugen.

Wie oft trainieren nach Knie OP? ›

Pauschal kann man das nicht beantworten. Zu Beginn empfehle ich Patienten die Übungen 2-3 Mal am Tag zu absolvieren. Frisch nach einer Operation ist es noch eine ziemliche Herausforderung und bedarf viel Konzentration. Später wird jedoch die Ansteuerung zunehmend leichter.

Welcher Promi hat ein künstliches Kniegelenk? ›

Aerobic-Ikone Jane Fonda setzt auf künstliche Knie, Hüften und Schultern. Prinz Charles sieht die britische Küche auf dem Weg der Besserung. Und Wigald Boning will in Stöckelschuhen auf die Zugspitze. Jane Fonda, 84, US-Schauspielerin, akzeptiert ihre künstlichen Gelenke.

Kann man beide Knie auf einmal operieren lassen? ›

Bei einer Operation an beiden Kniegelenken gleichzeitig ist das Risiko für den Patienten etwas erhöht. Daher hat Prof. Arnold eine bessere Lösung gefunden, die sich in den letzten Jahren sehr gut bewährt hat. Bei fitten, gesunden Patienten, die nicht älter als 75 Jahre sind, operiert er die schmerzhaftere Seite zuerst.

Wird ein künstliches Knie von der Krankenkasse bezahlt? ›

Die Kosten für die Implantation des künstlichen Kniegelenks werden von den privaten und gesetzlichen Krankenkassen bei ärztlich attestierter Notwendigkeit in voller Höhe getragen.

Wie viel Grad Beugung braucht man zum Fahrradfahren? ›

Man braucht zum Rennradfahren die volle Streckung des Kniegelenks und eine Beugung von etwa 110 Grad. Mit Ihrer Fitness und Muskulatur bringen Sie jedoch gute Voraussetzungen mit.

Wann 90 Grad nach Knie TEP? ›

Die Beweglichkeit wird in Grad gemessen: Bei einem durchgestreckten Bein liegt die Beugung bei 0 Grad, bei einem im rechten Winkel angewinkelten Bein bei 90 Grad. Durchschnittlich erreichen Menschen nach einer Knie-TEP langfristig einen Bewegungsumfang von 100 bis 110 Grad oder mehr.

Wie erkennt man Verklebungen im Knie? ›

Zunächst treten Schmerzen bei der Bewegung des Gelenks und Schwellungen auf. Das Gelenk fühlt sich überwärmt an. Die Gelenkbeweglichkeit ist eingeschränkt und eine Beugung des Gelenks über 90 Grad ist nicht mehr möglich. Man spricht auch von einem “Schraubstockgefühl”.

Kann sich ein künstliches Kniegelenk entzünden? ›

Davor graut es jedem Patienten, der ein Kunstgelenk an Knie oder Hüfte eingesetzt bekommen hat: Keime nisten sich ein und sorgen am Implantat für eine derart heftige Infektion, dass die Prothese ausgetauscht werden muss. Bundesweit kommt es in zirka 0,5 bis 1,5 Prozent aller Gelenkersatz-Operationen zu einer Infektion.

Wie macht sich ein Keim im Knie bemerkbar? ›

Der erste Hinweis auf eine Infektion ist in der Regel ein anhaltender Schmerz im Bereich des Gelenkes. Neben einer Schwellung, Rötung und Überwärmung kann es auch zu nässende Wunden kommen. Eine Röntgenuntersuchung kann Lockerungszeichen oder eine Auflösung des Knochens (Osteolyse) sichtbar machen.

Wie lange muss man Thrombosespritzen nehmen nach Knie OP? ›

Eine Thromboseprophylaxe empfehlen wir bis zur Vollbelastung, mindestens jedoch 1 Woche nach OP. Bei Arthrose empfehlen wir ggf. eine Entlastung der operierten Knieseite mit Schuhranderhöhungen und ggf. eine Hyaluronsäuretherapie im späteren Verlauf.

Wie lange besteht die Gefahr einer Thrombose nach einer OP? ›

Selbst sechs Wochen nach einer OP ist das Thromboembolie-Risiko noch um das 70-fach erhöht, nach 12 Wochen um das 20-fache. Danach nimmt es zwar stetig ab, ist aber trotzdem selbst nach 12 Monaten noch um das 4-fache erhöht.

Wie viel Stunden am Tag darf man Kompressionsstrümpfe tragen? ›

Tragen Sie Ihre Strümpfe den ganzen Tag, bis Sie sich abends ausziehen, um ins Bett zu gehen. Wenn Sie die Strümpfe die ganze Zeit tragen, kann Ihre Haut leicht austrocknen. Daher ist es wichtig diese regelmäßig mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme einzucremen.

Kann Knie nicht mehr als 90 Grad beugen? ›

Eine Arthrofibrose macht sich zunächst durch typische Entzündungsreaktionen wie Rötung und Schwellung bemerkbar. Im Laufe der Zeit lässt sich das erkrankte Gelenk immer weniger beugen oder strecken. Eine Beugung des Gelenks über 90 Grad ist nicht mehr möglich.

Wie viel Grad kniebeugung braucht man zum Fahrradfahren? ›

Man braucht zum Rennradfahren die volle Streckung des Kniegelenks und eine Beugung von etwa 110 Grad. Mit Ihrer Fitness und Muskulatur bringen Sie jedoch gute Voraussetzungen mit.

Welche Beugung nach Knie OP? ›

Beugen Sie das operierte Knie, indem Sie die Ferse Richtung Gesäß ziehen und wieder zurückführen. Dabei bilden Hüfte, Knie und Fuß eine gerade Linie. Stellen Sie das gesunde Bein angewinkelt auf (verhindert übermäßige Belastung des Rückens). Strecken Sie das operierte Bein und spannen Sie dabei die Muskulatur an.

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Author: Jonah Leffler

Last Updated: 09/24/2023

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